Arbeitskreise in der IG Metall Verwaltungsstelle Bad Kreuznach
Neue Aufgabe für Betriebsräte:
ERA-Arbeitskreis gegründet
TeilnehmerInnen am ERA-Arbeitskreis
Arbeitgeberverbände und IG Metall haben tarifvertraglich vereinbart, bis spätestens 31. Dezember 2003 die Verhandlungen über das Entgelt-Rahmenabkommen (ERA) abzuschließen. Das ERA wird den Lohnrahmen- und Gehaltsrahmentarifvertrag ersetzen.
Dadurch werden auch die unterschiedlichen Eingruppierungssysteme und Entlohnungsmethoden von Arbeitern und Angestellten abgelöst. Im neuen ERA stehen alle Beschäftigten, je nach Anforderung des Arbeitsplatzes und betrieblicher Vereinbarung, sämtliche Entgeltgruppen und Entgeltbestandteile offen.
Weiter verspricht sich die IG Metall durch den ERA eine höhere Ein-kommensgerechtigkeit, zusätzliche Reklamationsrechte für die Beschäftigten und Betriebsräte sowie ein einklagbares Recht auf betriebliche Weiterbildung für jeden Einzelnen.
Die Arbeitgeberseite lehnt derartige Verbesserungen im ERA kategorisch ab.
„Um diese Forderungen durchsetzen zu können, muss die IG Metall in den Betrieben den notwendigen Druck entwickeln“, kommentierte Elmar Schüler von der IG Metall Bad Kreuznach, die Verhandlungssituation.
Der ERA soll nach dem Willen der Tarifvertragsparteien ab dem 1. Januar 2006 in den Betrieben eingeführt werden. Der ERA-Einführungsprozess wird den Betriebsräten und Vertrauensleuten neue Handlungsfelder eröffnen und sie vor neue Aufgaben stellen. Hierauf werden die Betriebsräte und Vertrauensleute durch die IG Metall vorbereitet.
Ein entsprechendes Qualifizierungsprojekt hat bereits begonnen. Diese Aktivitäten werden durch den neu gegründeten ERA-Arbeitskreis gesteuert.
Rund 20 Betriebsräte aus den Betrieben innerhalb der Verwaltungsstelle Bad Kreuznach haben sich die Aufgabe gestellt, den ERA-Einführungsprozess vorzubereiten. Gleichzeitig werden sie zu ERA-Experten qualifiziert.