Frankfurt, 2. Juli 2004
ERA-Verhandlung für Mittelgruppe am 4. und 5. Juli in Darmstadt
IG Metall drängt auf Abschluss
Nach Fristverlängerung um ein halbes Jahr bis 30. Juni und nach ergebnisloser 15. Verhandlungsrunde am 15. Juni will die IG Metall-Bezirksleitung Frankfurt am kommenden Sonntag und Montag die seit dreieinhalb Jahren andauernden Verhandlungen über ein gemeinsames Entgelt für Arbeiter und Angestellte (ERA) der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland mit einem Ergebnis abschließen. „Eine Terminüberschreitung von fünf Tagen wäre im Erfolgsfall kein Beinbruch“, sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Klaus Mehrens. Sollte allerdings auch diese zweitägige Runde ohne Ergebnis enden, würde es „nahezu unmöglich werden, das unseren Kolleginnen und Kollegen noch zu vermitteln“. Die Ernsthaftigkeit des gesamten Projektes würde in Frage gestellt.
Nach drei bereits erzielten Teilverhandlungsergebnissen stünde für ein Gesamtergebnis vor allem noch eine Vereinbarung über die Höhe der künftigen Entgelte aus. Hierzu, so Mehrens, hätten die Arbeitgeber anders als die IG Metall noch keine eigenen Vorschläge gemacht. „Die Verantwortung für den bisher schleppenden Verlauf der Verhandlungen sehe ich deshalb eindeutig auf Seiten der Arbeitgeber“, stellte der Bezirksleiter fest. Er hoffe, die zweitägige Runde werde konstruktiv sein und endlich zu einem Abschluss führen. Für ein Ergebnis, „das in den Betrieben als Verbesserung ankommt“, wollen Metallerinnen und Metaller am zweiten Verhandlungstag mit betrieblichen Aktionen Druck machen.
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