Karsten Behrenwald Erster Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Bremerhaven
karsten.behrenwald(at)igmetall.de
Der Arbeitskreis tagt jeden 2. Dienstag im Monat um 15.00 Uhr in der IG Metall Verwaltungsstelle (DGB Sitzungszimmer des Gewerkschaftshauses). Die Sitzung wird vom Sprecher des Arbeitskreises vorbereitet und geleitet.
Womit wir uns im Arbeitskreis so beschäftigen:
Während den Sitzungen werden die neuesten Informationen zum Arbeitsamt und den neusten rechtlichen Regelungen ausgetauscht
Es wird über die geplanten und durchgeführten Aktionen diskutiert
Es werden verschiedene Veranstaltungen vorbereitet und ausgewertet und es werden die zuständigen Personen für die durchzuführende Arbeit festgelegt
Die Mandatsträger in unserem Arbeitskreis berichten aus den Gremien (Delegiertenversammlung, Ortsvorstand)
Anträge (z.B. an die Delegiertenversammlung oder an den Gewerkschaftstag) werden besprochen und abgestimmt
Der erste Geschäftsführer, der für den Arbeitskreis zuständig ist, berichtet über organisatorische Vorgänge und über die Situation in den Betrieben der Verwaltungsstelle
Es werden Gäste auf die Sitzung geladen, wie z.B. der DGB-Kreisvorsitzende oder es finden gemeinsame Diskussionen mit den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses beim Arbeitsamt statt
Es wird über Einladungen der Kooperationspartner berichtet und eine Bildungsplanung gemacht (Wer nimmt wo und wann an welchem Seminar teil?). Über die Inhalte der Seminare wird jeweils berichtet
Da es in den anderen Einzelgewerkschaften des DGB keine vergleichbaren Arbeitskreise gibt, nehmen auch schon mal Kolleginnen und Kollegen anderer Gewerkschaften an unseren Sitzungen teil oder werden von uns beraten.
Der Arbeitskreis dient neben der Informations- und Austauschebene auch als soziale Anlaufstelle. Hier können die Kolleginnen und Kollegen über Erwerbslosigkeit reden. Dieses ist in anderen sozialen Umfeldern, wie Vereine, Gewerkschaft, Familie oder Öffentlichkeit oft nicht möglich.
Arbeitsfelder des Arbeitskreis Arbeitssuchende
Schwerpunkt Existenzsicherung
Was machen wir
Beratung Erwerbsloser (Arbeitslosenrecht)
Infoveranstaltungen
Infoblätter
Beratung im Betrieb
Schwerpunkt Arbeitsmarktberatung
Was machen wir
Hilfe bei Bewerbungen
Informationen zu Qualifizierungsmaßnahmen
Beschäftigungsmöglichkeiten
Informationen zu Tauschringen u. a. alternativen Arbeitsformen
Informationen über offene Stellen (Info durch Betriebsräte)
Schwerpunkt Aktionen
Was machen wir
Aktionen beim Arbeitsamt
Erstellung von Info-Blättern
Schwerpunkt Beteiligung/Einbeziehung
Was machen wir
Seminare
Arbeitslosenfrühstück
Videogruppe
Unterstützung betrieblicher Aktionen
Rückholgespräche bei Erwerbslosen
Die "Jagoda-Tage"
sind Geschichte.
Ab sofort gibt es die "St. Florians Tage" (In Anlehnung an Florian Gerster)
Einmal im Monat, wenn die neusten Arbeitslosenzahlen des Vormonats bekanntgegeben werden, bauen wir im Foyer des Arbeitsamtes Bremerhaven einen Informationsstand auf. Die am Infotisch gemachten Hilfsangebote, seien sie mündlich oder schriftlich, finden immer reges Interesse bei den Arbeitslosen.
Mit den Mitgliedern unseres Arbeitskreises versammeln sich auch Betroffene der Arbeitsloseninitiative BALI und andere Aktivisten, so dass wir in der Regel mit 10 bis 15 Kolleginnen und Kollegen vor Ort sind, um auf Missstände aufmerksam zu machen.
Diese Aktion wird nicht nur mit Erlaubnis des Arbeitsamtes durchgeführt, der Leiter der Agentur für Arbeit Bremerhaven, Berndt Wozniak, steht auch, jedesmal nachdem er die neusten Zahlen im Foyer bekanntgegeben hat, den Anwesenden Rede und Antwort.
Veranstaltungen
In unregelmäßigen Abständen führen wir Veranstaltungen zu aktuellen Themen aus dem Arbeits- und Sozialrecht durch. Hierzu laden wir unterschiedliche, fachkundige Referenten ein, die jeweils zu einem Thema, z.B. Gesetzesänderungen, vortragen. Im Anschluss an das Referat ist immer noch genügend Zeit, um im Kreis der Anwesenden zu diskutieren. Sobald Termine für neue Veranstaltungen feststehen, werden wir sie auf dieser Seite bekanntgeben.
Der Arbeitskreis gründete sich im Januar 1984, nachdem die Fa. Th. Tielemann GmbH & Co. KG (Leihfirma mit ca. 190 Beschäftigten) in Konkurs gefallen war. Der Betriebsrat war der Auffassung, dass die Verantwortung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen nicht mit der Einstellung der Betriebstätigkeit enden könne. Da die meisten Beschäftigten der Firma bei anderen Verleihern oder auf den Werften wieder Erwerbsarbeit fanden, wandte der Arbeitskreis sich neben der Beratungs- und Informationstätigkeit auch gewerkschafts- und gesellschaftspolitischen Themen zu.
Eine herausragende Aktion waren die BR-Wahlen im Handwerk, die im Frühjahr 1984 begonnen wurde und nach und nach in fast 20 Betrieben Betriebsräte gründete. Durch diese organisationspolitische Aktion konnten über 200 neue Mitglieder gewonnen werden. Die Vorgehensweise und die Materialien sind heute noch Ausgangspunkt zur Durchführung von BR-Wahlen in neuen Klein- und Mittelbetrieben.
Drei Kollegen sind seit der Gründung noch dabei, wobei zwei inzwischen verrentet sind. Wichtig zu sagen ist, dass alle Aktivitäten und Arbeiten des Arbeitskreises ehrenamtlich ausgeführt worden sind und werden. Es wird vom Arbeitskreis auch abgelehnt, die Arbeit hauptamtlich (egal ob von der Gewerkschaft bezahlte oder durch öffentlich finanzierte Leute) durchzuführen. Eine hauptamtliche Zuständigkeit ist notwendig. Aber die Arbeit selbst soll ehrenamtlich gemacht werden, wobei die Sachkosten selbstverständlich von der IG Metall getragen werden müssen (Fahrgeld, Material, etc.).
Es wurde anfangs alle 14 Tage eingeladen, um die ersten Schwierigkeiten beim Umgang mit den Ämtern zu besprechen und Informationen auszutauschen. Als sich die Teilnehmer/-innenzahl auf fünf bis zehn einpendelte, wurden auf Anordnung des damaligen Bevollmächtigten keine Einladungen mehr versandt. Die Folge war ein Absinken der teilnehmenden Leute auf drei bis fünf. Durch die Schließung der Rickmerswerft wurde die Teilnahme wieder mehr. Aber auch danach pendelte sich die Anwesenheit wieder auf fünf bis acht ein.
Durch die Aufspaltung und Teilschließung der Motorenwerke Bremerhaven konnte die Teilnehmerzahl wieder gesteigert werden, wobei sich viele Kolleginnen und Kollegen gar nicht erwerbslos fühlten, da sie ja für zwei Jahre in einer Beschäftigungsgesellschaft untergebracht waren. Durch den Vulkankonkurs wurde der Arbeitskreis nochmal aufgewertet. Inzwischen gibt es einen Verteiler für den Arbeitskreis, der ca. 45 Mitglieder umfasst, von denen zwischen 10 und 20 immer teilnehmen.
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