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letzte Änderung am Sonntag, den 25. März 2012 |
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Das so genannte "System Kohl" ist im Zuge der jüngsten Parteispendenaffäre zum Synonym geworden für einen feudalen Politikstil, ein instrumentelles Geflecht von Abhängigkeiten, für illegale Parteienfinanzierung und rücksichtslose Interessenpolitik. Aber das "System Kohl" ist nicht neu. Seine Anfänge reichen zurück bis in die 60er Jahre, als Helmut Kohls politischer Aufstieg begann und er sich anschickte, mit Hilfe der "Herren des Großen Geldes" an die Spitze der CDU und schließlich ins Kanzleramt zu gelangen. Und manch einer der heutigen Chefaufklärer und vermeintlichen Hoffnungsträger, hat ihn auf diesem Weg begleitet. Kurt Biedenkopf gehört dazu und Heiner Geißler, aber auch Bernhard Vogel.
Der Journalist und Schriftsteller Bernt Engelmann hat schon sehr früh die unsäglichen Verstrickungen und Abhängigkeiten zwischen Wirtschaft und konservativer Politik in Deutschland beschrieben. Sein Schwarzbuch Helmut Kohl bietet eine präzise Analyse des "Systems Kohl" und seiner verhängnisvollen Konsequenzen für die bundesdeutsche Demokratie.
Das Buch ist eine Reise in die Vergangenheit und doch von bedrückender Aktualität. Mit vielen Details beschreibt Engelmann die berüchtigte "Bimbes-Wirtschaft", wie sie in den Gerichtsverfahren gegen die Geldwaschanlage "Staatsbürgerliche Vereinigung" und die Flick-Affäre seit 1975 aktenkundig wurde. Das verschlungene System aus Stiftungen und Schwarzkonten, mit dem Helmut Kohls Kriegskasse gefüllt wurde. Und auch hier stoßen wir auf alte Bekannte: Walter Leisler Kiep etwa, und die Kohl-Vertraute Juliane Weber.
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Seit 1984 mordet die "dritte Generation" der RAF. Politiker, Wirtschaftsbosse und Industrielle gehören zu ihren Opfern. Doch gehen die präzisen Morde wirklich auf das Konto der linken Terrorgruppe? Die Polizei kann keinerlei Beweise, Festnahmen oder Täter vorweisen. Wer steckt hinter der RAF? Wem nützt die RAF? Waren Opfer wie Herrhausen und Rohwedder vielleicht politisch und wirtschaftlich Andersdenkende, die für die herrschenden Machtstrukturen unbequem waren? Die Autoren sind diesen Fragen in akribischen Recherchen und Gesprächen mit Angehörigen von realen Opfern und vermeintlichen Tätern nachgegangen. Sie zeigen, daß die "dritte Generation" der RAF nicht mehr ist als eine unbewiesene Behauptung der Sicherheitsbehörden - ein Phantom, klug inszeniert als Staatsfeind Nr. 1.
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Bodo Steinberg erzählt in diesem Buch vom Innenleben einer mittleren Firma für Mikroelektronik und zeigt, dass auch bestehende Rechte im betrieblichen Alltag immer wieder neu erkämpft und eingefordert werden müssen.
Wenn über das Amt eines Betriebsrates und insbesondere eines Betriebsratsvorsitzenden gesprochen wird, reichen die Wertschätzungen von größter Hochachtung bis hin zu abfälligen Bemerkungen. Oft ist gar die Rede von Pfründen, die mit einem solchen Amt verbunden seien; manche sprechen von Betriebsratsfürsten, die ihr Amt für persönliche Vorteile ausnützen würden.
Wie wenig dies mit der Realität zu tun hat, zeigt der Autor in seinen Berichten. Bodo Steinberg - von 1979 bis 1993 Betriebsratsvorsitzender der Firma Eurosil in München, die 1993 geschlossen wurde, 265 Arbeitsplätze blieben mit auf der Strecke - , musste sich neben dem Kampf für die Interessen der Belegschaft beständig gegen persönliche Angriffe und Benachteiligungen zur Wehr setzen. Er musste die Blockade seines beruflichen Fortkommens überwinden und die Versuche der Geschäftsleitung vereiteln, einen Keil in das Betriebsratsgremium zu treiben.
Erfolge und Niederlagen, bürokratischer Kleinkrieg mit der Geschäftsleitung und der beharrliche Kampf um die KollegInnen bestimmen den Alltag, der den Mitgliedern des Betriebsrates viel Mut und Hartnäckigkeit, viel Geduld und Kampfgeist abfordert, manchmal aber auch Anerkennung und persönliche Wertschätzung durch die KollegInnen bereithält.
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Wussten Sie, warum Milch "seelisch befrachtet" ist? Warum Hausfrauen in Selbstbedienungsläden von rot verpackten Waren unwiderstehlich angezogen werden? Wieso selbst zahlungskräftige Männer sich für die Limousine entscheiden, obwohl das ausgestellte Cabrio sie zum Autokauf in den Laden gelockt hat? Ob eine Ware beim Kunden "ankommt", hängt oft von solchen Fragen ab. Psychologen und Marktforscher suchen sie zu beantworten. Wie, das schildert Vance Packard. er beschreibt eindringlich, was auf uns zukommt, wenn Reklamefachleute Erkenntnisse der modernen Psychologie auswerten, deren Nutzanwendung nicht immer ungefährlich ist. Er weist nach, in welchem Ausmaß unser Denken und Fühlen schon heute "unterschwellig" von der Werbung beeinflusst wird. Bei uns verstehen sich die "geheimen Verführer" ebenfalls darauf, in private Lebensbezirke einzudringen. Vance Packards Buch, das nach Erscheinen in der amerikanischen Öffentlichkeit sensationelles Aufsehen erregte, wird auch die deutschen Leser nachdenklich stimmen.
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Michael Schneider wendet sich mit seiner "Kleinen Geschichte der Gewerkschaften" vor allem an die wenig vorinformierten Leserinnen und Leser, die die Geschichte der deutschen Gewerkschaften kennenlernen möchten, um deren aktuelle Probleme besser verstehen zu können. Sein Buch bietet einen umfassenden, problemorientierten und zugleich gut verständlichen Überblick. Erstmals in einer Gesamtdarstellung zur Gewerkschaftsgeschichte wird dabei auch die Entwicklung in der Bundesrepublik bis in die achtziger Jahre systematisch untersucht. In einem umfangreichen Dokumenten- und Tabellenanhang werden viele programmatische Grundsatzerklärungen der Gewerkschaften (bis 1933: der drei großen Richtungen) bzw. Statistiken zur Entwicklung der wichtigsten Bereiche der gewerkschaftlichen Organisation und Politik abgedruckt.
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Folter-Lexikon hieß das aufrüttelnde Buch von E.A. Rauter, das 1969 im "alten" Konkret-Verlag erschien. Es wurde zu einer der meistzitierten Quellen der Studentenbewegung.
Folter in Geschichte und Gegenwart ist die überarbeitete, durch zahlreiche grausame neue Fakten ergänzte Ausgabe des Folter-Lexikons.
Die traurige Notwendigkeit dieser Neubearbeitung liegt begründet in der zynischen Unterstützung des ersten Golfkrieges durch die "friedliebenden" Industrieländer kapitalistischer und sozialistischer Prägung, in den mörderischen Zuständen in Südafrika, Kambodscha, Nicaragua, Afghanistan, Angola, Mosambik, Südamerika, Nordirland und in der Perfektionierung der "weißen Folter" (Isolationshaft) hier und anderswo.
Absicht von Autor und Verlag ist es, mit dieser Publikation die Anti-Folter-Kampagnen in der Bundesrepublik zu unterstützen und durch die ungeschminkte Information politischen Druck auszuüben.
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„Globalisierung von unten - entwaffnet die Finanzmärkte"
Unter diesem Leitspruch hat sich eine Bewegung formiert, die weltweit gegen die Auswüchse der Globalisierung und für eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes kämpft. Immer mehr Menschen, auch in Deutschland, schließen sich dem Netzwerk von attac an.
Was wollen die Globalisierungskritiker? Wieso erfährt die Bewegung so viel Zulauf? Was kann der Protest bewirken? Stehen wir am Beginn einer friedlichen Revolution der Weltmärkte?
Das erste Buch über die spektakuläre Protestbewegung, die im Begriff ist, die Agenda der Weltpolitik zu verändern.
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