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letzte Änderung am Dienstag, den 20. März 2012



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Frank Lüdecke

Frank Lüdecke, geboren in (West-)Berlin. Gründer des Kabaretts Phrasenmäher. Auftritte u.a. bei den "Wühlmäusen" (Berlin), im Düsseldorfer "Kom(m)ödchen", in der Münchener "Lach- und Schießgesellschaft", auf dem Kampnagelfest (Hamburg) und im Mainzer "Unterhaus". Ab 1993 war er einer der Hauptautoren für Dieter Hallervordens TV-Kabarettsendungen (u.a. Spott-Light). Mit den Phrasenmähern erhielt er diverse Kleinkunstpreise, z.B. den Deutschen Kabarettpreis (Förderpreis) und den Salzburger Stier 1999. Für die Spielzeit 1995/96 wechselte Lüdecke als Autor und Schauspieler zum Düsseldorfer Kom(m)ödchen. Er schrieb die ARD-Serie „Zebralla!“ und ist seit 2004 Stammgast in der ARD-Sendung "Scheibenwischer". Bei den Mitternachtsspitzen ist er einmal im Jahr als Gast eingeladen, so auch in Ottis Schlachthof. Von 2006 bis 2008 war er künstlerischer Leiter des Berliner Kabarett-Theaters Die Distel.



Frank Lüdecke: Bilanz
live im Düsseldorfer Kom(m)ödchen am 13.04.2002


Wie war das eigentlich früher? Als der Hausmeister noch Hausmeister war.
Und nicht Facility-Manager? Als man Bob Dylan noch zu Hause hörte? Und nicht bei „Kaiser's“ am Fleischtresen? Und wie ist es heute? Wo die Schwangeren nicht mehr zum Frauenarzt müssen. Sondern ins Max-Planck-Institut. Und wo Kindheit, Jugend und Alter keine Lebensphasen mehr sind, sondern optionale Lifestyle-Entscheidungen.
Frank Lüdecke hat soeben sein erstes

Lebensdrittel hinter sich gebracht und zieht nun BILANZ. Nach 40 Jahren synaptischer Verklumpung: Wer ist der Schuldige? Ist er versichert? Und kann man ihn regresspflichtig machen?
Auch diesmal verzichtet der Berliner auf comedyhafte Parodien und Platitüden, hektische Bühnenbetriebsamkeit und Ethno-Kabarett. Stattdessen seziert er akribisch den Geist unserer Zeit und „erinnert ein wenig an den jungen Wolfgang Neuss“, wie der Berliner Tagesspiegel urteilt. Lüdecke vergießt „himmlische Häme auf den großen Sieg des kleinen Geistes“ (AZ, München) und beweist, dass „intelligentes Kabarett hohen Unterhaltungswert haben kann“ (ZITTY, Berlin). „So knackig, so wohl formuliert hört man kabarettistische Gesellschaft-, Politik- und Lifestyle-Analyse nur selten.“ (Rheinische Post).


Inhalt:
1. „Venus“ (Musik: R. v. Leeuwen) 1:20
2. Der vierzigste Geburtstag 4:22

Die 60er:
3. Fellmantel, Olga, KGB, böse 5:04
4. Vietnam - Kambodscha - Petting 2:17
5. Mercedes Benz (Musik: J. Joplin) 0:53
6. Bob Dylan am Fleischtresen 1:28
7. Der Vater: Wo ist James Last geblieben? 6:22
8. Sharan Donovan 2:11
9. Frequenzrauschen auf Mittelwelle 1:36
10. Rudi Dutschke und die dicke Aktentasche 4:57

Die 70er:
11. Vom HB-Männchen zum Videorecorder 7:21
12. Schwedisches Holz (Musik: Lennon / McCartney) 2:49

Die 80er:
13. Bei der Archivierung leider verlorengegangen 3:00
14. Joschkas Mutter (Musik: S. Silverstein) 1:55
15. Sechs Wochen ohne Pilze 2:04
16. Was aus den Kommilitonen wurde (Wortdesigner) 5:13
17. Die erste Vorlesung 2:22
18. Parasitäre Zustände (West-Berlin) 3:30
19. Bei Aldi ist die Hölle los (1989) 3:57

Die 90er bis ca. 2041:
20. Hotel Hoyerswerda (Musik: Felder / Henley / Frey) 4:07
21. Von Kohl zu Schröder: Ist Gott Legastheniker? 2:56
22. Fünf Elternteile 4:48
23. Die drei Dinge des Lebens 3:19




Frank Lüdecke: Elite für alle (2005)


Ganz traurige Geschichte, die da gerade passiert: Die Deutschen sterben aus. Ja, leider. Die Bevölkerungspyramide sieht bereits aus, als würde man Helmut Kohl auf den Kopf stellen. In der Lausitz wurden sogar schon Wölfe gesichtet...
Wie kommt das? Wie kann es sein, dass die Haltbarkeit einer deutschen Ehe mittlerweile der von einem Liter Vollmilch entspricht? Läuft da was schief? Und genug, dass wir jetzt den Inder ins Land holen müssen. Aber viel schlimmer, der Inder will gar nicht

kommen! Was wir jetzt brauchen, ist eine Elite. Aber es soll nicht so´ne abgehobene sein. Die keiner versteht. Eher was in Richtung Volksbewegung...
Elite für alle!
Eine Reparaturanleitung für den zivilisationsgestreßten Mitteleuropäer.


Inhalt:
1. Keine Eliten und die Leute meckern 3:20
2. Sweet Home Sachsen-Anhalt (Musik: Ronnie van Zant) 1:23
3. Das Wunder von Bern 2:57
4. Hans-Olaf Henkel und die Gruppenarbeit 6:51
5. Major Gerd ( Musik: David Bowie) 3:23
6. Aufbau Ost 3:15
7. Die Deutschen sterben aus 1:50
8. Warum ist der Scheiß-Kinderwagen leer? 6:12
9. Modernes ALtern oder: Der solarbetriebene Ausflugsdampfer "Jürgen Trittin" 7:55
10. Wenn ich könnte, wie ich wollte (Musik: Rudy Nielson) 4:12
11. Bukarest für4 Euro 99, oder: Das Europa der zwei Geschwindigkeiten 4:40
12. Karrieretyp oder Kuschelpapa? 5:37
13. Bemerkenswerte Kläranlagen 1:56
14. Ist Amerkia klüger? 1:50
15. Deutschland - eine Kulturnation! 3:50
16. Kirche und McKinsey 5:05
17. Die Löhne sind zu hoch 2:42
18. Der VW Touareg 4:02
19. Die Zukunft in der Gesprächspause 1:16
20. N'gomo Obisi 2:17
21. In the year 2929 (Musik: More Zager & Evans) 3:36




Frank Lüdecke: Verwilderung
live im Düsseldorfer Kom(m)ödchen am 05.04.2008


Wie weit sind wir eigentlich schon verwildert? Kaum werden die ersten Wölfe gesichtet – schon folgt ein verblüffender Vorschlag aus der Politik: Man solle Teile Ostdeutschlands „kontrolliert verwildern“ lassen! Warum auch nicht? Es gibt schließlich nur ein Land, in dem weniger Kinder geboren werden. Das ist der Vatikan. Diese naturfrohe Vision greift Frank Lüdecke interessiert auf. Wo landen wir, wenn man die Wirtschaftslogik nur konsequent genug anwendet? Und wie steht es mit den drei Königswegen des

Reichtums: Arbeit, Erbschaft, Steuerhinterziehung? Hier lauern nicht nur wilde Tiere, sondern jede Menge paradoxes Unterhaltungspotential. Lüdecke zieht dabei auch die Philosophen zu Rate, von Aristoteles bis Eva Hermann. Und er klärt die soziale Frage an Hand eines früheren Generalsekretärs der FDP: Charles Darwin …
VERWILDERUNG ist eine satirische Gesellschaftsbeschreibung und das aktuelle (fünfte) Soloprogramm des Berliners, der bekannt ist für seine „aberwitzigen Analysen weltpolitischen und soziokulturellen Irrsinns mit wunderbar abstrusen Assoziationen“


Inhalt:
1. Opening 4:25
2. Kontrollierte Verwilderung (Knutland) 3:47
3. Frauenmangel 2:10
4. Guten Morgen, Brandenburg! (Musik: S. Goodman) 2:47
5. Prophet Elischa 2:37
6. Der natürliche Lebensraum der polnischen
Pflegehilfe 2:04
7. Mindestlohn 1:43
8. Globalisierung, oder: Martin Luther und
die Agenda 1517 3:42
9. Vollbeschäftigung und Scheidungsrate 1:33
10. Bürgergeld 3:09
11. Che Guevara. Rudi Dutschke. Kurt Beck 1:44
12. Einheitsfront (Musik: Hanns Eisler) 2:07
13. Leistungsgerechtigkeit,
oder: Die Flut hebt alle Schiffe 2:57
14. Das neue Europa 4:57
15. Managergehälter 6:41
16. Marx ohne Internet 2:54
17. TCHIBO und das Aufblühen der Kunst 4:06
18. Bildung 3:19
19. Lob der Disziplin 3:33
20. Wie entsteht Reichtum? 4:05
21. Geld allein macht nicht unglücklich 1:50
22. Sotschi 2014 3:31
23. Der freie Wille verwildert 7:07




Jochen Malmsheimer

Jochen Malmsheimer trat von 1992 bis 2000 zusammen mit Frank Goosen im Duo „Tresenlesen“ auf. Seit dem Jahre 2000 arbeitet Malmsheimer allein. Stets getrieben von einer schier unbändigen Freude am genussvollen Fabulieren hat Malmsheimer eine unverwechselbare Kunst der Komik geschaffen, die selbst vor den ungewöhnlichsten literarischen Höhen nicht Halt macht. wer den vielfach preisgekrönten Kabarettisten Jochen Malmsheimer schon einmal live und leibhaftig auf der Bühne erlebt hat, weiß für immer, wovon hier die Rede ist. In seinen Kabarettprogrammen hebt Jochen Malmsheimer lustvoll und in immer wieder neuen Formen die Grenzen zwischen Unsinn und Poesie auf, und getreu dem Motto eines großen deutschen Dichters: "Sag nicht alles, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst." ist das alles so gekonnt gemacht und vorgetragen, dass man sich vor Lachen kaum halten kann - versprochen!



Jochen Malmsheimer: Wenn Worte reden könnten
oder 14 Tage im Leben einer Stunde


Wenn Worte reden könnten, oder 14 Tage im Leben einer Stunde lautet der tiefsinnige Titel des ersten Solo-Programms von Jochen Malmsheimer, das hier auf CD vorliegt: "ein Digitalprotokoll, nach allen Regeln der Kunst aufgezeichnet in der Flottmannkneipe zu Herne", wie er es selbst bezeichnet, und weiter, "alle Tische waren besetzt, vor dem Tresen standen die Worte in Dreierreihen und warfen dem Wirt ihre Bestellungen zu." Man ahnt, wer so begnadet fabulieren kann, dem möchte man

getrost noch ein Weilchen länger zuhören, wie beispielsweise auf diesem rund 70-minütigen Live-Mitschnitt von 2001.
Jochen Malmsheimer erweist sich hier als cholerischer Wortbildhauer und Schachtelsatzarchitekt, wenn er in seinem "Gesang gepflegter Gastlichkeit" akribisch seinen ersten Kneipenbesuch als Halbwüchsiger unter die Lupe nimmt und dabei die Kruste des "gesottenen Ranzmilchgebildes" als gebackenen Camembert enttarnt. Bereits in diesen wenigen Worten kündigt sich das gewaltige Sprachgewitter an, das Jochen Malmsheimer schonungslos auf sein Publikum niedergehen lässt, eine Mischung aus Alltagsgeschichten, Kammeroper und Gruselhörspielen. Dass der Funke dabei überspringt, beweist das atemlose Gelächter der Zuhörer. Kein Wunder: Die Themen reichen von der Tierliebe eines Mannes, der seinem Hund mit Mundgeruch jeden Abend eine Tube Elmex zum Fressen gibt, bis hin zum ersten Sex, der von der Partnerin seinerzeit nicht als solcher erkannt wurde.

Literarische Comedy vom Feinsten, zuweilen gekonnt untermalt vom musikalischen Geplänkel einer Hammond-Orgel samt Bluesgesang beweisen auf dieser CD, dass Jochen Malmsheimer den Kabarett-Förderpreis "Sprungbrett 2001" mehr als redlich verdient hat.


Inhalt:
1. Praeludium
2. Gesang gepflegter Gastlichkeit
3. Interludium
4. Der mit dem Hund tanzt
5. Interludium Secundum
6. Der Handwerk
7. Er rückt die Maak nich' raus!
8. Katharsis
9. Wenn Worte reden könnten
10. Addendum Rallis




Jochen Malmsheimer: Halt mal Schatz


Halt mal, Schatz! -- so lautet meistens der hilflose Kommentar des frischgebackenen Vaters, nachdem man ihm seinen Nachwuchs zur Begutachtung in die Arme gelegt hat. "Zu zweit ins Bett gehen und zu dritt aufwachen", das kann sich mitunter recht schwierig gestalten, wie uns Jochen Malmsheimer glaubhaft versichert. Malmsheimers Verbalattacken über den schönsten Moment im Leben eines jungen Paares lassen selbst harmlose Begriffe wie "Hausgeburt" zu echten Brüllern

werden. Werdende Heimwerker-Papas, so lernen wir, denken dabei sofort an den Erwerb von 6 qm Malerfolie zum Schutz des Teppichbodens. Vatergefühle pur!
Vom "Wehensingen" bis zum "Steinerschen Zupfen" -- nichts ist dem Superironiker und künftigen Papa Malmsheimer heilig genug, um nicht noch durch bittersten Kakao gezogen zu werden. Bis zum Moment der Niederkunft und der anschließenden, drängenden Frage: "Es ist da, und nu' wohindemith?", befindet sich das Publikum dieser Live-Lesung längst außer Rand und Band. "Ergebnisorientierter Sex" und seine kleinen, aber schwer wiegenden Folgen. Genießen Sie nach dem gleichnamigen Buch diesen mehr als zweistündigen Leseabend mit einem völlig durchgeknallten Geburtshelfer Malmsheimer.


Inhalt:
CD1:
01. Halt mal,Schatz!Warum?Darum!
02. Der Hausgeburt erster Teil:Was man alles braucht
03. Der Hausgeburt zweiter Teil:Wo man hin sollte
04. Der Hausgeburt dritter Teil:Scheußliche Sandalen
05. Der Hausgeburt vierter Teil:Atmen schadet nicht
06. Der Hausgeburt fünfter Teil:Es wird gesungen
07. Der Hausgeburt sechster Teil:Es wird Ernst und dann gut
08. Über Namen,Helmut und Adolf sind verboten
09. Wes'Nam'ich trag,des'Lied ich sing!
10. Es ist da,und nu':wohindemith?
11. Die Gattin macht einen Vorschlag mit Tai Chi
12. Vater ist erregt,wie so oft zu spät
13. Es soll steinersch gezupft werden
14. Darin spricht Jost,der Gatte von Svende,die einen Malte hat
15. Das Zupfen hat ein Ende,die erste Abteilung auch

CD2:
01. Man muß mal raus
02. Da bleibt nur:Camping
03. Das berühmteste Campingklo der Welt
04. Warum bleibt da nur Caming?
05. Das Erbzelt
06. Spracherwerb,unbar
07. Sprachbesitz,bar
08. Über scheußliche Mütter und brummende Kühlschränke
09. Eßbeton,Wahn und Wirklichkeit
10. Kinder:Launen und Jazz
11. Für alle ein Segen




Jochen Malmsheimer: Ich bin kein Tag für eine Nacht
oder Ein Abend in Holz


Die Pforten der Wahrnehmung weit hinter sich lassend, wirft Jochen Malmsheimer in seinem Programm von 2004 einen mal spöttischen, mal versöhnlichen Blick durch die Realitätsfalten unseres so wohl eingerichteten Lebens hindurch, um, abseits der eingetretenen Pfade gefühlter Wirklichkeit, einen ganzen Kosmos voller Grotesken, Abgründe und Absonderlichkeiten zu entwerfen. Sprachlich, versteht sich, und aus therapeutischen Gründen. Denn es sind vor allem die Fragen, auf die wir keine Antworten haben. Ihnen ist der Bochumer Kabarettist auf der Spur.





Jochen Malmsheimer: Flieg Fisch, lies und gesunde
oder Glück, wo ist dein Stachel?


Auch in seinem neuen, abendfüllenden Kabarettprogramm mit dem wunderbar epischen Titel Flieg Fisch, lies und gesunde, oder: Glück, wo ist dein Stachel? hebt Jochen Malmsheimer lustvoll und in immer wieder neuen Formen die Grenzen zwischen Unsinn und Poesie auf. Die Übereinstimmungen zwischen einem guten, alten Gruyere und Jochen Malmsheimer werden dabei immer augenfälliger: Malmsheimer wird reifer, schärfer und grantiger. Und so erfahren wir in seinem neuen Programm einiges über unser Land und über uns

selbst, sei es im Zoo, im Radio oder aber anhand von höchst eigenwilligen Betrachtungen der Alterspyramide und der ägyptisch-niedersächsichen Kulturgeschichte. Bis schließlich die Weltverschwörung der Bücher, von der er durch Zufall erfährt, in einem rasanten Finale das Geheimnis der Losung von „Flieg Fisch, lies und gesunde ...“ lüftet.
Hier ist nicht nur die Literatur entfesselt, es ist Malmsheimer selbst. Doch er weiß, dass wir alle uns, gerade in unsicheren Zeiten, nach einem Quantum Glück sehnen. Und so endet ein furioser Abend mit einem kleinen Gedicht über die Liebe. Und über das Glück. Und über ein Fischlein. Und so besteht am Ende doch Hoffnung. Auf Liebe. Und auf Glück. Und auf Fisch.





Richard Rogler

Richard Rogler trat von 1978 bis 1982 im Kabarett-Duo "Der Wahre Anton" mit Heinrich Pachl auf. Mitte der 1980er Jahre erhielt Rogler ein Engagement am Kölner Schauspielhaus. Seit 1986 ist er als Solist tätig. Rogler erhielt 1982 (zusammen mit Heinrich Pachl), 1987 und 1992 den Deutschen Kleinkunstpreis, 2000 den Deutschen Kabarettpreis sowie für seine Auftritte und Moderationen im Fernsehen 1987 den Telestar und 1989 den Adolf-Grimme-Preis. 1997 wurde er mit der Morenhovener Lupe ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2000 hält Rogler als Honorarprofessor Vorlesungen an der Universität der Künste Berlin und wurde damit zum ersten Professor für das Fach Kabarett in Deutschland. Durch regelmäßige Gastauftritte in der deutschen Fernsehsendung Scheibenwischer („Das Erste“) und zahlreiche weitere Rundfunk- und Fernsehauftritte (Nachschlag, Roglers Rasendes Kabarett) wurde Richard Rogler überregional bekannt. Im WDR-Fernsehen moderierte er von 1988 bis 1992 die Kabarett-Sendung Mitternachtsspitzen. Seit 2004 ist er sechs Mal pro Jahr Gastgeber des SR-Gesellschaftsabends. In der Lindenstraße war er u. a. 1998 als betrügerischer Makler Panowski zu sehen. Am 29. Juni 2006 nahm Rogler den Platz des Kabarettisten Georg Schramm als festes Mitglied im Ensemble des Scheibenwischer ein, nachdem Schramm den Scheibenwischer auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Am 11. Februar 2008 verlässt auch Rogler den Scheibenwischer, da er sich verstärkt auf seine Bühnenauftritte konzentrieren möchte. Für seine Solo-Programme schuf Rogler die fiktive Figur "Camphausen" über die er regelmäßig neue Programme schreibt und damit auf Tournee geht.



Richard Rogler: Finish
Live aus dem Theater Springmaus in Bonn, 1992


Rogler ist ein Meister seines Fachs: virtuos, mit scharfem Blick und intelligent-bösartigem Witz nimmt er Erkenntnisse über das menschliche Dasein und den desolaten Zustand Deutschlands unter die Lupe. Für Nörgler und Jammerer hat Rogler dabei größtes Verständnis: denn Freiheit muss man erst mal aushalten können!
In "Finish" gibt es ein Wiederhören mit Roglers Lieblingsfigur "Camphausen".



Inhalt:
01. Camphausen ist wieder zuhause
02. Hans Ruckdeschel, CSU
03. Gerd Hechtfischer, SPD
04. Begräbnis Hans Ruckdeschel
05. Camphausen wie er leibt und lebt
06. Der Programm-Manager
07. Camphausen und Dietmar
08. Der Redakteursjob in Leipzig
09. Camphausen und Karin
10. Die Fernsehserie "Tauben über Duisburg"
11. Der Segeltörn nach Mallorca
12. Das Ferienhaus auf Rügen
13. Housewarming-Party bei Dietmar
14. Camphausen als persönlicher Referent Ruckdeschels
15. Camphausen und Katrin aus dem Osten
16. Mit dem Hechtfischer im "Wienerwald"
17. Finale auf Rügen




Richard Rogler: Wahnsinn
Live aus dem Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse" Berlin am 29.04.1995


Es sollte ein ganz normaler Abend in der stressfreien Zone der Kneipe ABFLUSS werden. Danach sieht es zunächst auch aus. Alle angestammten Durchschnittsnasen sind da. Jeder für sich, aber trotzdem nicht allein zu Hause. Hier ist ihre Bastille, die für Politikernasen jeder Coleur uneinnehmbar ist. Jupp Malmedy, der Bestattungsunternehmer und Landtagsabgeordnete aus uraltem Bestechungsadel, stürzt am Tresen gnadenlos ab. Der kommunale Provinzfürst Schmitz wird kommentarlos

vor die Tür gesetzt. "Off Limits" für Absahner und Trittbrettfahrer. Hein, Evi, Hilde, Frau Breslauer und Frau Eupen beherrschen den ABFLUSS, ihren "Wald von Sherwood" mitten in Kölns Großstadtwüste. Warum schreit keiner Halt! Es ist selten zu früh. Wo man hinsieht - nur Konfetti. Da sitzt der Kabarettist am Tresen der Welt und fragt sich: Wer soll das zusammenkleben?


Inhalt:
01. Tom
02. Die Beamtenentlassung
03. Wenn Ehefrauen malen
04. Jupp Malmedy - Der Politzocker
05. Scheidung tut weh
06. Die Gaststätte ABFLUSS
07. Dumm und dümmer
08. Achtung: Kultursendung!
09. Gefahr am Kneipentresen
10. Hein
11. Frau Breslauer
12. Die HEMBACHS und Herr RöGLER
13. EVI und HILDE
14. Der Substitut
15. Finale




Richard Rogler: Freiheit West
Live in der Comedia in Köln, 1998


Camphausen in Hollywood, in seiner Anthroposophenwohnung und bei der Erntehilfe. Ungeschnittene 107 minütige Liveaufnahme aus der Comedia in Köln, 1998 auf 2 CD´s.



Inhalt:
CD1:
01. Wo war Camphausen gestern?
02. Gestern-heute-heute-gestern
03. Die Neue Mitte. "The Time is now!"
04. H. Kohl und der Fisch
05. Fisch-Büttgen
06. Birdy G. Schmitz und Hans Biczisky
07. PHW Kröcher
08. Camphausens Anthroposophenwohnung
09. Schmährede an Rudolf Steiner
10. Die Nachrichten-Märchenstunde
11. Derrick
12. Camphausen Erntehilfe
13. Hans Biczisky und Rogler 1968
14. Kulturkultur
15. Camphausens in Hollywood
16. Cordula Landgraf-Poppenhausen

CD2:
01. Das Phantom des Kabaretts
02. Hegel trifft Marx
03. Medien Fieber
04. Boney Cashew von Bunte TV
05. Der Lotto Kanal
06. Golf fürs Volk
07. Bundestagswahl à la Grand Prix d'Eurovision
08. Camphausen trifft Dieter Hildebrandt
09. Fisch-Büttgen und die Speisung der Fünftausend
10. Fisch-Büttgens Himmelfahrt
11. Camphausens realistischer Alptraum
12. Einmal muß Schluß sein




Richard Rogler: Anfang offen
Live in der Comedia in Köln, 2002


Die wirkliche Stärke der Deutschen ist deren schlechte Laune! Rogler schickt Camphausen wieder auf Erkundungstour. Ungeschnittene Liveaufnahme aus der Comedia in Köln, November 2002.



Inhalt:
CD1:
1. Von Kampen/Sylt nach Köln-Zentrum
2. Sonja Söntgenrath-Camphausen und R. Camphausen
3. Camphausen Firma "Bildungsflitzer Europa 3000"
4. RA Dr. Sulzers Brief zur Scheidung des Ehepaares Camphausen
5. Der Hausmann Camphausen
6. Der neue Wischer von Vileda
7. Außenminister Fischer als Hollywoodstar
8. Camphausen mit seiner Männergruppe "Das Kleeblatt" auf Sylt
9. Sonja Söntgenrath-Camphausen's Neuer: RA Dr. Sulzer

CD2:
1. Camphausen ist Großvater
2. Camphausen und VIP-Friseur Udo Waltz
3. Deutschland ist letzter
4. Wer arbeitet noch in Deutschland?
5. Der Italiener für Besserverdienende
6. Des Deutschen Stärke: Die schlechte Laune
7. Camphausen und sein Sohn Tobias
8. Camphausen geht nach vorn




Richard Rogler: Ewiges Leben
Live im Senftöpfchen in Köln, Dezember 2005


"Ewiges Leben" ist die Wiederbegegnung mit Roglers Lieblingsfigur Camphausen. Manchmal glaubt Camphausen tatsächlich, dass der größte Philosoph Deutschlands, Karl Valentin, Recht hatte mit seiner Bemerkung: „Früher war die Zukunft ganz einfach besser“. Sah das Leben doch wie folgt aus: Kindheit und Schule, kurze Jugend, gnadenloser Beginn des Erwachsenenlebens, Augen auf und durch mit Beruf und Familie, anschließend verspricht das Rentenalter Erholung und Linderung. Die Intelligenz

nimmt ab die Weisheit zu. Wobei Camphausen die Bezeichnung „Rentner“ nicht gefällt – er hält es lieber mit dem Spanier: „Jubilado“. „Lasst uns jubeln und verjubeln. Das Leben ist nicht ewig.“
In "Ewiges Leben" gibt Camphausen neueste Kommentare zur gerade zufällig im Reichstag sitzenden Regierung. Camphausen versucht zu retten, was noch zu retten ist.


Inhalt:
01. Dank an Rüttgers
02. Der große Nicker
03. Hartz IV, Schröder IV, Münte II und Fischer 00
04. Günter von der SPD, I
05. Wenn Männer kochen
06. Weinkenner
07. Deutschland schäumt auf
08. Lachen für Chemnitz
09. Die Wassermühle
10. Sterben ist gelebte Solidaität
11. Die heilige Angela
12. Günter von der SPD, II
13. Lüttje Lage
14. Meike und Severin
15. Der Merkelsche Teufelskreis
16. Wir können auch anders
17. Globalisierung
18. Zack, Neuwahlen!



Wilfried Schmickler

Wilfried Schmickler ist seit 1992 ständiger Mitwirkender der WDR-Kabarettsendung Mitternachtsspitzen. Seitdem gibt es keine Sendung ohne seine legendäre Rausschmeisser-Nummer. Bekannt wurde er vor allem durch den Ausruf „Aufhören! Aufhören, Herr Becker!“, der lautstark Schmicklers regelmäßigen Schlussmonolog in der Sendung einleitet.

Wilfried Schmickler wurde beschrieben als der „Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten“, als „Beruf-Choleriker“ oder „Mann mit der lingualen Axt“, als „Revolverschnauze“, als „Wortakrobat mit messerscharfem Wortwitz“ und als "verbales Kanonenrohr ohne Ladehemmung".



„Wenn er auf der Bühne ausklinkt, trifft er blitzschnell, gnadenlos, genau.
Seine Opfer sind immer Täter.“
| (Laudatio PRIX PANTHEON)

„Seine Wut ist echt, seine Fähigkeit, sie in Worte zu fassen, von subtiler Perfidie. Als Überzeugungstäter einfach überzeugend.“ | (Laudatio DEUTSCHER KLEINKUNSTPREIS)

"Wilfried Schmickler ist das Kraftwerk des deutschen Kabaretts; intensiv, schnell, pointiert, makaber, und immer messerscharf in der Analyse." | (Rheinische Post)

Schmickler in der Sendung "Mitternachtsspitzen" (12/2011):

"So viele Menschen in Arbeit wie nie zuvor. Danke Deutschland." In Auftrag gegeben und bezahlt hat diese Anzeige das Ministerium für Wirtschaft und Technologie, an dessen Spitze seit Mai dieses Jahres ein gewisser Philipp Rössler rumkaspert.

Wissen Sie, ich rege mich ja wirklich selten mal so richtig auf, ich bin quasi die Ruhe selbst, aber wenn ich so eine gequirlte Scheiße sehe, so eine dreiste Frechheit, so eine durch und durch verlogene Verblödungspropaganda, und wenn ich dann noch bedenke, dass diese Anzeige ausschließlich von Steuergeldern bezahlt wird, dann würde ich am liebsten zum ganz dicken Presslufthammer greifen und den so lange kreisen lassen, bis der Krankenwagen kommt, um mich einzuliefern.

Was für eine kackfreche Impertinenz: "So viele Menschen in Arbeit wie nie zuvor."
Und noch nie zuvor, konnten so wenige Menschen von den Erträgen dieser Arbeit vernünftig leben.
Es gibt in Deutschland 9,4 Millionen Beschäftigte im sogenannten Niedriglohnbereich, von denen beziehen 40 Prozent ein Einkommen unter der Armutsgrenze.
2,1 Millionen schuften für einen Stundenlohn unter 6 Euro und 12,6 Millionen Menschen gelten als arm.

Noch nie war die Kluft zwischen den besser und den schlechter Verdienenden so groß wie heute, noch nie gab es so viele Menschen die von Altersarmut bedroht sind, noch nie lebten so viele Kinder in Verhältnissen, die einfach nur als erbärmlich bezeichnet werden müssen und aus denen sie aller Wahrscheinlichkeit nach ihr ganzes Leben nicht rauskommen.

Und da kommt dieser Heini von einem Wirtschaftsminister und verpulvert Steuergelder für eine Anzeigenkampagne, in den er einen erzählt vom vollbeschäftigten Pferd.

Ja, da soll er mal in den Supermarkt gehen und das den Leuten erzählen, die sich unter menschenunwürdigen Bedingungen und zu lebensfeindlichen Arbeitszeiten abrackern, um am Ende des Monats von ihrem Arbeitgeber in die hohle Hand gespuckt zu bekommen.
Oder er soll auf die Krankenstationen gehen, in die Notfall-Ambulanzen, in die Pflegeheime, und da kann er sich ja mal bei denen bedanken, die rund um die Uhr unter ungeheurem Druck dafür sorgen, dass dieses Gesundheitssystem nicht komplett kollabiert und deren Löhne so niedrig sind, dass sie hinten und vorne nicht ausreichen, ein sorgenfreies Leben zu finanzieren.

Und denen singt der lustige Philipp mal zum Schichtwechsel, wenn sie aus dem letzten Loch Pfeifen, das uralte liberale Schlaflied von der Leistung, die sich lohnen muss. Es ist ein Rössler entsprungen. Da kommt sicher Freude auf.
Oder er stellt sich einfach nur an die Straße und wartet bis ein Taxifahrer vorbei kommt, oder ein von Subunternehmern ausgebeuteter Paketlieferant oder ein privater Postzusteller. Und dann ruft er denen mal ein fröhliches "Danke Deutschland" entgegen.

Da wird er entweder schallend ausgelacht oder er hat ruckzuck die liberale Leistungsträger-Fresse dick."


Wilfried Schmickler: Schmickler Box
Vier Programme in einer 4-CD-Box


Die Schmickler Box beinhaltet vier seiner Soloprogramme.

Seit über drei Jahrzehnten tourt der Kabarettist Wilfried Schmickler durch die Lande und hinterlässt dabei eine Spur atemberaubenden Vergnügens. Er hat einen gnadenlosen Blick für ungeschminkte Realitäten und scheut sich nicht diese laut auszusprechen oder wahlweise zu besingen.

CD 1: Aufhören (2003)
Revolverschnauze Schmickler zeigt, wo der politische Hammer hängt. Aufnahme 2003 Comedia, Köln, plus Bonus Video-Track aus den WDR Mitternachtsspitzen, plus ein schlecht versteckter Hidden Track und andere Überraschungen aus Schmicklers Giftschrank!

CD 2: Danke (2004)
Der „Berufs-Choleriker“ Schmickler hat einen gnadenlosen Blick für ungeschminkte Realitäten, aber Intoleranz, Gleichgültigkeit und Gejammer gehen ihm gehörig auf den Zeiger. Als der liebe Gott darüber nachdachte, wie er die Wortgewalt auf die Erde bringen sollte, hat er ganz sicher an Wilfried Schmickler gedacht.

CD 3: Zum Dritten (2007)
Wilfried Schmickler, der Mann für alle Zwerchfelle, präsentiert sein neues Programm „Zum Dritten“! Motto: Alles muss raus! Die grauschwarz-rosaroten Trippelschrittmacher trippeln auf der Stelle, es beginnt der große Räumungsverkauf. Die letzten Sonderangebote auf dem Arbeitsmarkt, die billigsten Vorschläge zur Reform der Sozial-Systeme, die aktuellsten Wegwerf-Produkte der Kultur-Ramsch-Verwerter – alles kommt unter den Hammer! Und zwar unter den ganz großen. WILFRIED SCHMICKLER beweist einmal mehr, welch ein großartiges Vergnügen es ist, eine ordentliche Portion Sand in die politischen Gebetsmühlen und Propaganda-Maschinen zu werfen, um sich dann am Quietschen und Krachen der gestörten Getriebe zu erfreuen.

CD 4: Es war nicht alles schlecht (2009)
Ein kabarettistischer Blick zurück nach vorn. Zwei Stunden vom Alten das Beste und vom Neuen das Neueste. Da werden sie dann alle vorgeführt, um sich ihre Ohrfeigen abzuholen: die großen und kleinen Koalitionäre des Stillstands, die kranken Wunderheiler und gesunden Volksempfinder, die paranoiden Schießhunde-Halter und nimmersatten Heuschrecken-Züchter. Prügel, wem Prügel gebührt. Das Ganze dann noch garniert mit ein paar älteren Witzchen und angereichert mit dem einen oder anderen lustigen Liedchen, und am Ende hält Schmickler, was er seit 30 Jahren verspricht: Eintritt muss sich wieder lohnen!



Wilfried Schmickler: Weiter


Wilfried Schmickler steht seit über 30 Jahren für politisches Kabarett und auch in seinem neuen Programm macht er „Weiter“. Und zwar so, wie man ihn kennt: bitterböse und kompromisslos, unbequem und hochpolitisch, aber immer höchst unterhaltsam. Ohne falsche Rücksichtnahme spricht er unbequeme gesellschaftliche Wahrheiten aus!

Egal ob Gesellschaft, Kirche, Politik oder Wirtschaft – gnadenlos und ohne falsche Rücksichtnahme knöpft sich Wilfried Schmickler soziale Missstände, Obrigkeiten oder vermeintlich unumstößliche Wahrheiten vor. Und ist dabei unglaublich komisch. In seinen Programmen regt Schmickler, den viele auch als Rausschmeißer bei Mitternachtsspitzen kennen, sich auf. Wortgewaltig schimpft er, echauffiert sich und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Gerechtigkeit und Verstand einzufordern. Genau so deutlich spürt man dahinter aber immer die tiefe menschliche Wärme, die er für die Schwachen empfindet, für diejenigen, die die politische Klasse gerne übersieht. Dann schlägt Schmickler eindringliche, leise Töne an.

„WILFRIED SCHMICKLER ist ein politischer Satiriker, der in seinen
Kommentaren kompromisslos an die Schmerzgrenze und manchmal auch darüber hinaus geht."
| (Laudatio DEUTSCHER KABARETTPREIS)



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