Home Aktuelles Termine Gästebuch Suche
Verwaltungsstelle Bremerhaven
Dem Morgenrot entgegen

Text: Heinrich Arnulf Eildermann (1907)
Melodie: nach "Zu Mantua in Banden"


Dem Morgenrot entgegen,
ihr Kampfgenossen all!
Bald siegt ihr allerwegen,
bald weicht der Feinde Wall!
Mit Macht heran und haltet Schritt!
Arbeiterjugend? Will sie mit?
Wir sind die junge Garde
des Proletariats!

Wir haben selbst erfahren
der Arbeit Frongewalt
in düstren Kinderjahren
und wurden früh schon alt.
Sie hat an unserm Fuß geklirrt,
die Kette, die nur schwerer wird.
Wach auf, du junge Garde
des Proletariats!

Die Arbeit kann uns lehren
und lehrte uns die Kraft,
den Reichtum zu vermehren,
der uns're Armut schafft.
Nun wird die Kraft, von uns erkannt,
die starke Waffe uns'rer Hand!
Schlag zu, du junge Garde
des Proletariats.

Wir reichen euch die Hände,
Genossen all, zum Bund!
Des Kampfes sei kein Ende,
eh' nicht im weiten Rund
der Arbeit freies Volk gesiegt
und jeder Feind am Boden liegt.
Vorwärts, du junge Garde
des Proletariats!



Der Lehrer Heinrich Arnulf Eildermann, führendes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, schrieb 1907 zur Melodie des Hofer-Liedes "Zu Mantua in Banden" in Bremen das "Lied der Jugend".
Aus - sicherlich nicht unberechtigter - Angst um seine Stellung (Berufsverbot!) veröffentlichte er den Text 1910 unter seinem Pseudonym Heinrich Arnulf.
Nach 1918 wurde das Lied auch international berühmt. Die bekanntesten Versionen weichen lediglich in der vorletzten Zeile voneinander ab. Eine Fassung nennt in den ersten drei Strophen jeweils die Worte 'Wir sind die junge Garde', eine weitere unterscheidet sich von der unsrigen nur in der dritten Strophe, in der es wie in der zweiten 'Wach auf, du junge Garde' heißt.



Regional Seitenanfang