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Verwaltungsstelle Bremerhaven
Der heimliche Aufmarsch


Es geht durch die Welt ein Geflüster:
Arbeiter, hörst du es nicht?
Das sind die Stimmen der Kriegsminister:
Arbeiter, hörst du es nicht?

Es flüstern die Kohle- und Stahlproduzenten,
es flüstern die Stimmen der Imperialisten,
es flüstert von allen Kontinenten:
Mobilmachung gegen die Bolschewisten!

Refrain:
Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre,
für das proletarische Vaterland.
Zerschlagt die faschistischen Räuberheere,
setzt alle Herzen in Brand!
Pflanzt eure roten Fahnen des Sieges
auf jede Schanze, auf jede Fabrik.
Dann blüht aus der Asche des letzten Krieges
die sozialistische Weltrepublik!


Es rollen die Züge Nacht für Nacht:
Maschinengewehre für Polen.
Für China: deutsche Gewehre Null-Acht,
für Finnland Armeepistolen!

Schrappnells für die Tschechoslowakei,
für Rumänien Gasgranaten!
Sie rollen von allen Seiten herbei,
gegen die roten Soldaten!

Refrain:
Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre,
für das proletarische Vaterland.
Zerschlagt die faschistischen Räuberheere,
setzt alle Herzen in Brand!
Pflanzt eure roten Fahnen des Sieges
auf jede Schanze, auf jede Fabrik.
Dann blüht aus der Asche des letzten Krieges
die sozialistische Weltrepublik!


Arbeiter horch, sie zieh‘n ins Feld,
doch nicht für Nation und Rasse.
Das ist der Krieg der Herrscher der Welt,
gegen die Arbeiterklasse.

Und während sie schon zum Schlag ausholen
betrügen sie dich mit Friedensparolen.
Der Krieg der jetzt vor der Türe steht
ist der Krieg gegen dich, Prolet!

Refrain:
Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre,
für das proletarische Vaterland.
Zerschlagt die faschistischen Räuberheere,
setzt alle Herzen in Brand!
Pflanzt eure roten Fahnen des Sieges
auf jede Schanze, auf jede Fabrik.
Dann blüht aus der Asche des letzten Krieges
die sozialistische Weltrepublik!




"Der heimliche Aufmarsch (gegen die Sowjetunion)" entstand anläßlich des ersten internationalen Antikriegstages am 1. August 1929. Das ursprünglich von Wladimir Vogel vertonte Gedicht von Erich Weinert wurde in der von Hanns Eisler 1938 vertonten und von Ernst Busch vorgetragenen Fassung berühmt.



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