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Verwaltungsstelle Bremerhaven
Die Arbeitsmänner
(Wer schafft das Gold zutage?)

Text: Johannes Most
Melodie: "Zu Mantua in Banden"


Wer schafft das Gold zu tage?
Wer hämmert Erz und Stein?
Wer webet Tuch und Seide?
Wer bauet Korn und Wein?
Wer gibt den Reichen all ihr Brot
und lebt dabei in bitt’rer Not?

Refrain:
Das sind die Arbeitsmänner,
das Proletariat!
Das sind die Arbeitsmänner,
das Proletariat!


Wer plagt vom frühen Morgen
sich bis zu späten Nacht?
Wer schafft für andere Schätze,
Bequemlichkeit und Pracht?
Wer treibt allein das Weltrad
und hat dafür kein Recht im Staat?

Refrain:
Das sind die Arbeitsmänner,
das Proletariat!
Das sind die Arbeitsmänner,
das Proletariat!


Wer war von jeher geknechtet
von der Tyrannenbrut?
Wer musste für sie kämpfen
und opfern oft sein Blut?
O Volk, erkenn, dass du es bist,
das immerfort betrogen ist!

Refrain:
Wacht auf, ihr Arbeitsmänner!
Auf Proletariat!
Wacht auf, ihr Arbeitsmänner!
Auf Proletariat!


Rafft eure Kraft zusammen
und schwört zur Fahne rot!
Kämpft mutig für die Freiheit!
Erkämpft euch bessres Brot!
Beschleunigt der Despoten Fall!
Schafft Frieden, denn dem Weltenall!

Refrain:
Zum Kampf, ihr Arbeitsmänner!
Auf, Proletariat!
Zum Kampf, ihr Arbeitsmänner!
Auf, Proletariat!


Ihr habt die Macht in Händen,
wenn ihr nur einig seid.
Drum haltet fest zusammen,
dann seid ihr bald befreit.
Drängt Sturmschritt vorwärts in den Streit,
wenn auch der Feind Kartätschen speit!

Refrain:
Dann siegt, ihr Arbeitsmänner,
das Proletariat!
Dann siegt, ihr Arbeitsmänner,
das Proletariat!



Zu den frühesten Zeugnissen der deutschen Arbeiterbewegung gehörte das Lied "Die Arbeitsmänner". Kurz nach dem Eisenacher Gründungsparteitag der SPD im Jahre 1869, auf dem das Eisenacher Programm mit den Forderungen nach Abschaffung der bestehenden Produktionsverhältnisse angenommen wurde, ist dieses Lied geschaffen worden. Es diente dem Lehrer Eildermann als Vorlage für den Text des Arbeiterjugendliedes "Dem Morgenrot entgegen". Karl Liebknecht schätzte die mobilisierende Bedeutung von Arbeiterliedern so ein: "Wir können die Arbeiterjugend kein "Eiapopeia singen lassen. Wir müssen ihr eine starke, aufrüttelnde Kost, eine Kampfeskost bieten."








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