Text: Volkslied aus dem zaristischen Rußland, übersetzt von Ernst Busch
Melodie: Russisches Volkslied.
Im Kerker zu Tode gemartert
vom Feinde in ohnmächt'ger Wut.
Im Kampf für das Volk und die Freiheit
Da gabst du dein Leben, dein Blut.
Dein Leben war Sorge und Kummer.
Das Heimatland liebtest du treu.
Sie konnten den Geist dir nicht brechen,
Sie brachen das Herz dir entzwei.
Es fiel keine Träne der Trauer,
Als wir dich senkten hinab.
Wir standen, geballt unsre Fäuste,
Als deine Rächer am Grab
Wir glauben so fest, wie du glaubtest,
Das uns einst die Zukunft gehört.
Wir wissen, daß morgen die Freiheit
Die Kerkermauern zerstört.
In den Gefängnissen des Zars herrschte die Knute. Oft genug starben die politischen Gefangenen des Regimes unter den Schlägen der mit Eisendraht umwickelten Lederpeitschen. Daß trotzdem die Büttel des Zarismus den revolutionären Geist nicht zu zerbrechen vermochten, zeigen diese Verse. Es war Lenins Lieblingslied.
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