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Verwaltungsstelle Bremerhaven
Marseillaise


Voran, Kinder des Vaterlandes!
Der Tag des Ruhm kam herbei!
Gegen uns ist blutig erstanden
die Fahne der Tyrannei.
Hört ihr da draußen in den Landen
die wüsten Soldaten schrein?
Sie kommen bis in unsre Reihn,
machen Weib und Kind uns zuschanden!

Refrain:
Die Waffen in die Hand!
Auf, Bürger, aufgestellt!
Marschiert, und böses Blut
soll tränken unser Feld!


Was will diese Horde von Sklaven,
Verrätern, von Fürsten verschworn?
Wer soll diese Ketten denn haben,
wem sind diese Eisen erkorn?
Franzosen, euch! Ah! Welche Schande!
Ihr seid es, für die man erwägt
den Ausbruch, den der euch erregt!
Die Rückkehr in alte Sklavenbande!

Refrain:
Die Waffen in die Hand!
Auf, Bürger, aufgestellt!
Marschiert, und böses Blut
soll tränken unser Feld!


Wie! Diese fremden Legionäre,
sie wären Herr in unserm Haus!
Wie denn! Diese Söldnerheere
schlügen unsere Krieger hinaus!
O Gott! ... Von kettenschweren Händen
Kam unsere Stirn unters Joch!
Und niedrige Despoten noch
würden unser Schicksal vollenden!

Refrain:
Die Waffen in die Hand!
Auf, Bürger, aufgestellt!
Marschiert, und böses Blut
soll tränken unser Feld!


Zittert, Tyrannen und Treulose,
jeder Partei verlorner Sohn,
Zittert! ... Eure mördrischen Pläne
nehmen endlich dahin ihren Lohn.
Wir sind Soldaten, euch zu schlagen:
Wenn einer der jungen Helden fällt,
die Erde bringt sie neu zur Welt,
bereit, gegen euch sich zu schlagen!

Refrain:
Die Waffen in die Hand!
Auf, Bürger, aufgestellt!
Marschiert, und böses Blut
soll tränken unser Feld!




1792 kam es zum Krieg zwischen den französischen Girondisten, denen es um die Verteidigung der französischen Revolution ging, und den europäischen Feudalmächten. In den Tagen des Krieges verfaßte der Hauptmann Rouget de Lisle ein Lied für die Rheinarmee. Seinen Namen "Marseillaise" erhielt es, als Truppen aus Marseille das neue Stück mit nach Paris brachten. In der deutschen Freiheits- und Arbeiterbewegung hat die "Marseillaise" eine wichtige Rolle gespielt. Zwischen 1848 und 1930 ist eine große Zahl von Texten auf diese Melodie entstanden. Die erste deutsche Fassung mit dem Textbeginn "Auf, Franken, eilet zum Gefechte" ist bereits seit dem Jahre 1792, also dem Jahr seiner Entstehung in Frankreich, verbürgt. Eine weitere Texversion stellt das Lied "Reveille" dar.



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