Home Aktuelles Termine Gästebuch Suche
Verwaltungsstelle Bremerhaven
Solidaritätslied

Text: Berthold Brecht
Melodie: Hanns Eisler


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin Eure Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen
vorwärts, nie vergessen
die Solidarität!

Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt Euch in diesem Sinn:
dass sie jetzt die eure werde
und die große Nährerin.

Vorwärts, und nicht vergessen,
worin Eure Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen
vorwärts, nie vergessen
die Solidarität!

Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber!
Endet ihre Schlächterein!
Reden erst die Völker selber,
werden sie schnell einig sein.

Vorwärts, und nicht vergessen,
worin Eure Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen
vorwärts, nie vergessen
die Solidarität!

Wollen wir es schnell erreichen,
brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich lässt seinesegleichen,
läßt ja nur sich selbst im Stich.

Vorwärts, und nicht vergessen,
worin Eure Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen
vorwärts, nie vergessen
die Solidarität!

Unsre Herrn, wer sie auch seien,
sehen unsre Zwietracht gern,
denn solang sie uns entzweien,
bleiben sie doch unsre Herrn.

Vorwärts, und nicht vergessen,
worin Eure Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen
vorwärts, nie vergessen
die Solidarität!

Proletarier aller Länder,
einigt euch und ihr seid frei!
Eure großen Regimenter
brechen jede Tyrannei!

Vorwärts, und nie vergessen,
und die Frage konkret gestellt
beim Hungern und beim Essen:
Wessen Morgen ist der Morgen?
Wessen Welt ist die Welt?

Daß die lange Nacht vergehe
die uns so mit Blindheit schlägt
auf für alle Menschheit stehe
auf, was Menschenantlitz trägt.

Vorwärts, und nie vergessen,
und die Frage konkret gestellt
beim Hungern und beim Essen:
Wessen Morgen ist der Morgen?
Wessen Welt ist die Welt?



Das Solidaritätslied schrieben Brecht und Eisler für den 1931 in Berlin uraufgeführten, wohl bekanntesten deutschen Arbeiterfilm "Kuhle Wampe" von Slatan Dudow.





Regional Seitenanfang