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Ihr Team der IG Metall Dessau
Halle und Dessau:Delegiertenversammlungen stellen Weichen für Zusammenschluss
Jeder Neubeginn bringt auch Chancen
Am 23. November fand in Halle-Peissen die gemeinsame Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstellen Halle und Dessau statt.
Die Delegierten beschlossen einstimmig ein neues Ortsstatut und legten damit den Grundstein für eine Neugliederung der Verwaltungstellen im Jahr 2012.
Mit dieser ist beabsichtigt, die IG Metall im Süden Sachsen-Anhalt durch eine Bündelung der Aufgaben und Kräfte zu stabilisieren und damit zukunftsicher zu machen.
Die Wahlen finden im 1. Halbjahr 2012 statt. Zu den Mitgliederversammlungen erfolgt die Einladung in der Märzausgabe der "Metallzeitung".
Die Beschäftigten der FTD Fahrzeugtechnik Dessau GmbH CTF und ihre Familien protestierten am 26.Oktober vor dem Werktor. Der rumänische Geschäftsführer Stefan Movila hatte alle 130 Arbeitsverträge faktisch gekündigt und neue angeboten - mit bedeutend schlechteren Bedingungen.
Der Protest hatte Erfolg. Die Kündigungen wurden zurück genommen. Die alten Arbeitsverträge bleiben weiterhin bestehen.
"Respekt! Kein Platz für Rassismus"
Die Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus« wurde im
Juni 2010 ins Leben gerufen. Sie setzt sich ein für einen respektvollen Umgang miteinander. Viele prominente und engagierte Menschen aus Sport, Verbänden und Kultur unterstützen die Initiative schon heute. Mit der IG Metall hat die Initiative einen neuen starken Partner gefunden. Seit 1. März beteiligt sich die IG Metall an der Initiative Respekt. Damit wollen wir alle Beschäftigten und Betriebsräte für das Thema sensibilisieren und für Respekt und Toleranz in den Betrieben werben.
Die BIS Rohrleitungsbau GmbH in Bitterfeld hat sich als erstes Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" angeschlossen.
Am Freitag, dem 29. Juli 2011 wurde das "Respekt-Schild" am Eingang der Firma angebracht. Geschäftsleitung, Betriebsrat und die IG Metall Dessau sind sich einig:
" Nur wer respektvoll miteinander umgeht, kann gemeinsam die gestellten Ziele erreichen ".
Wir wollen die Energiewende
Die IG Metall ruft ihre Mitglieder auf, sich an den Demonstrationen für einen Ausstieg aus der Atomenergie zu beteiligen. Wir möchten der Politik ein deutliches Signal geben: Wir wollen die Energiewende - Atomenergie hat keine Zukunft!
Die erschreckenden Ereignisse in Fukushima zeigen erneut: Atomenergie ist nicht beherrschbar. Deshalb fordern wir:
Eine zukunftsweisende Energiepolitik. Die Politik muss die Rahmenbedingungen für eine Energiewende jetzt gestalten.
Ein Atomausstiegsgesetz, indem die schnellstmögliche Abschaltung aller AKWs festgeschrieben wird.
Abschaltung aller Uralt-AKWs. Die Stilllegung vorhandener AKWs darf nicht auf dem Rücken der betroffenen Beschäftigten umgesetzt werden. Die Beschäftigten brauchen Sicherheit für ihre Zukunft.
Absicherung der Tarifverträge auf Branchenniveau und Mitbestimmung in den Betrieben der erneuerbaren Energie.
Gelebte Demokratie statt brauner Ungeist
Friedlicher Protest gegen Naziaufmarsch
Mit vielfältigen Aktionen haben sich am
12. März 2011 mehrere Hundert
Dessau-Roßlauer Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus der Region gegen einen Marsch von Neonazis durch die Stadt positioniert. Ein breites Bündnis demokratischer Kräfte im "Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE" hatte aufgerufen sich am Protest zu beteiligen und für eine Stadt in bunter Vielfalt statt braunen Ungeist Gesicht zu zeigen. Nicht unwiedersprochen wurde den Rechten die Straßen und Plätze der Stadt überlassen.
Über 180 Beschäftigte der Q-Cells-Tochter Solibro haben sich am gestriegen Montag am ersten Warnstreik im „Solar Valley“ beteiligt. Die Beschäftigten des Herstellers von Dünnschicht-Solarmodulen haben mit ihrer Aktion der Forderung nach guten Tariflöhnen Nachdruck verleihen. „Wir stehen hier vor dem Solar Valley’“, so der 1. IG Metall-Bevollmächtigte Manfred Pettche, „und fordern die Solibro-Geschäftsführung auf, mit der IG Metall Tarifverhandlungen aufzunehmen.“ Der Betriebsratsvorsitzende von Solibro, Christian Kostyra, betonte: „Die Beschäftigten werden einen tariflosen Zustand und Niedriglöhne nicht länger hinnehmen. Wer Fachkräfte benötigt, muss diese auch angemessen bezahlen.“
Die IG Metall kritisiert seit Jahren, dass in der öffentlich geförderten Solarbranche bis zu 30 Prozent geringere Entgelte gezahlt werden als in der tarifgebundenen Metall- und Elektroindustrie. „Eine Zukunftsbranche wird auf Dauer nicht wettbewerbsfähig sein, wenn sie den Beschäftigten gute Tarifentgelte verweigert. Insofern ist es auch im Interesse der Unternehmen, gute Tarifbedingungen mit der IG Metall auszuhandeln. Das ist das beste Mittel gegen den vielfach beklagten Fachkräftemangel,“ so Hartmut Meine, IG Metall- Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Die IG Metall erwartet, dass die Geschäftsführung von Solibro auf das Verhandlungsangebot der IG Metall reagiert. Sollte die Geschäftsführung aber nicht reagieren, sind weitere Aktionen geplant.
Gemeinsam für ein gutes Leben
Mit „Gleiche Arbeit – Gleiches Geld“ bringt die IG Metall eine breite gesellschaftliche Initiative zur fairen Gestaltung der Leiharbeit auf den Weg.
Drei ehemalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung unterstützen die Initiative als Schirmherren: Dr. Norbert Blüm, Dr. Herbert Ehrenberg und Walter Riester.
In der Stadt Dessau-Roßlau viel der Startschuss zur Initiative „Gleiche Arbeit – Gleiches Geld“ auf der Kundgebung am 1. Mai im Stadtpark.
Manfred Pettche, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, Dessau: „Leiharbeit bedeutet Unsicherheit und schlechte Löhne. Das ist ein gesellschaftlicher Skandal. Der zunehmende Missbrauch von Leiharbeit muss aufhören, die Politik endlich aktiv werden. Dafür werden wir in der Region mit unserer Initiative Druck machen.“
Auf den Maiveranstaltungen in Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Köthen und Wittenberg haben bereits 300 Bürgerinnen und Bürger mit ihren Unterschriften die Initiative unterstützt.
Solibro-Beschäftigte wollen die Tarife der Metallindustrie
Die IG Metall will für die Beschäftigten der Solarfirma Solibro in Bitterfeld-Thalheim die Tarifbindung erreichen. Am 10. September hat die Tarifkommission von Solibro beschlossen, für die Belegschaft die tariflichen Bedingungen des Flächentarifvertrages für die Metall- und Elektrobranche Sachsen-Anhalt zu fordern. Für die rund 500 Beschäftigten in Bitterfeld-Thalheim sollen die gleichen tariflichen Bedingungen gelten, wie sie im Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektrobranche Sachsen-Anhalt geregelt sind. Die IG Metall strebt hierzu einen firmenbezogenen Tarifvertrag an. Noch im September will sie mit den Verhandlungen beginnen.
Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt
IG Metall und Arbeitgeberverband haben am Dienstag (2.03.) ein Tarifergebnis für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt vereinbart. Die in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erzielten Entgeltsteigerungen werden übernommen. Bei der Beschäftigungssicherung wurden Besonderheiten vereinbart. Diese sind im Tarifvertrag „Beschäftigungssicherung in der Krise“ ab
1. März 2010 vertraglich geregelt. Die Laufzeit endet im Juni 2012.
Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bewertete das Tarifergebnis für Sachsen-Anhalt als guten Kompromiss. „Vor allem freut mich", so Meine, „dass die Arbeitgeber bereit sind, zusätzliche betriebliche Qualifizierungsmöglichkeiten für junge, engagierte Menschen mit der IG Metall beraten zu wollen. Davon profitieren die jungen Menschen und die Arbeitgeber gleichermaßen. In Zukunft wird die Wettbewerbsfähigkeit der Betrieb ganz entscheidend davon abhängen, ob engagierte Fachkräfte in den sachsen-anhaltinischen Unternehmen gehalten werden können."
Für die Monate Mai 2010 bis März 2011 erhalten die Beschäftigten einen Einmalbetrag von insgesamt 320 Euro. Die Auszahlung von zweimal 160 Euro erfolgt im Mai und Dezember 2010; Auszubildende erhalten insgesamt 120 Euro. Zum 1. April 2011 steigen dann die Entgelte um 2,7 Prozent an. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages endet nach 23 Monaten zum 31. März 2012.
Am 19. August 2009 übergaben wir dem Behindertenverband Dessau e.V. einen Spendenscheck in Höhe von 1000,00 Euro.
Die Spendenmittel erhielt die Verwaltungsstelle für jeden ausgefüllten Fragebogen im Rahmen der Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“.