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Verwaltungsstelle Göppingen-Geislingen

letzte Änderung am Montag, den 5. März 2007 von Gerhard Wick



Die Friedensbewegung ist auf Achse für Frieden und Abrüstung

Friedensfahrradtour von Grafenwöhr nach Rammstein vom 28.7.- 5.8.06

Die Friedensbewegung ist recht klein geworden und wird von den meisten nur wahrgenommen, wenn ein eskalierender Konfliktherd in der Welt wieder mit Bundeswehr begegnet werden soll. Doch ungeachtet der öffentlichen Ignoranz lebt die Friedensbewegung munter und aktiv weiter. In den letzten Jahren ist es ihr auch zunehmend gelungen, neue Kampagnenformen zu etablieren. Im süddeutschen Raum steht als Beispiel dafür die älteste Friedensorganisation, die Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsgengerInnen mit ihren Landesverbänden Bayern und Baden-Württemberg. Während in München parallel zur Nato-Sicherheitskonferenz die Friedenskonferenz abläuft, veranstalten die Südwest-Friedensfreunde die Konferenz zur Gewaltfreiheit. Eine gemeinsame Aktion ist die Friedensfahrradtour, die heuer vom 28.7.-5.8.06 ihre 5. Auflage erfährt.

Die Friedensfahrradtour ist keine Sportveranstaltung, eher erinnert sie an eine Mehrtagestour des adfc. Damit keine Verwechslung aufkommt, sind die Räder aber deutlich mit Fahnen und Plakaten der Friedensbewegung dekoriert. Die jährlich wechselnden Strecken lassen die landschaftlichen Schönheiten nicht aus – wenn Weltenburg am Weg liegt, wird der Donaudurchbruch auch mit dem Ausflugsboot durchfahren. Aber die täglichen Infostände, das Flugblattverteilen an den Werkstoren von Rüstungsbetrieben und die Gespäche mit verschiedenen BürgermeisterInnen lassen am inhaltlichen Ziel der Tour keinen Zweifel aufkommen.

Die Inhalte sind teils Tradition, teils aktuell dazugekommen. So werben die Radler selbstverständlich für die Entsorgung von nach wie vor in Deutschland stationierten Atombomben, unterstützen auch die Forderung des Hiroshimaer Bürgermeisters Akiba nach weltweiter Verschrottung aller Atomwaffen. Sie fordern die Umwandlung der Truppenübungsplätze in Nationalparks und Naturerholungsgebiete – und bedienen sich dabei der Vorarbeit des BUND. Ausgehend vom Grundsatz: „Krieg ist die falsche Antwort auf Terrorismus und andere Bedrohungen. Notwendig ist die Bearbeitung und Lösung von Konflikten mit gewaltfreien und zivilen Mitteln.“ fordern sie die Auflösung der Bundeswehr, dafür die Schaffung eines Amtes für zivile Konfliktlösung. Eine jährliche 5%ige Senkung des Rüstungshaushalts soll die Rüstungsindustrie zur Umstellung auf zivile Produkte nötigen.

Was sind nun diese RadlerInnen, die sich nicht nur bei schönen Wetter eine Woche lang aufmachen, Friedensbewegung wörtlich zu nehmen? Autofetischisten sind nicht dabei, eher Leute, die auch im sonstigen Alltag das Rad als Verkehrs- und Freizeitmittel nutzen. Der größere Teil ist zwar mit der Friedensbewegung irgendwie verbunden, manche sind auch schon seit Jahrzehnten in ihr aktiv. Doch genauso finden sich Teilnehmerinnen, die in erster Linie wg. der gewählten Strecke eine Woche Radurlaub machen und den politischen Aspekt nicht als störend empfinden. Andere begleiten die Tour tageweise oder auch nur stundenweise.

Wer es nun genauer wissen will, soviel steht schon in etwa fest:
28.7.07 Start in Weiden. Über Grafenwöhr geht es nach Auerbach
29.7.07 Von Auerbach nach Nürnberg, unterwegs Halt bei Diehl in Röthenbach
30.7.07 Station in Ansbach
31.7.07 ins Taubertal bis nach Bad Mergentheim
1.8.07 rein ins Jagsttal bis nach Mockmühl
2.8.07 zum Neckar, dann bis Neckargerach
3.8.07 Mannheim
4.8.07 Ramstein, US-Airbase

Die jeweils aktualisierten Infos gibt es unter www.schritte-zur-abruestung.de zu lesen oder können angefordert werden unter:
DFG-VK München:
Schwanthalerstr. 133
80339 München
www.dfg-vk.de/muenchen;
Tel. 089 89 62 34 46

Auch Anmeldungen können unter diesen Adressen gemacht werden.



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