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Reisebericht - vom 10. bis 24. März 2002 - nach Afghanistan
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Berichterstatter: Franz Fischer
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Ein Brief an die ehemaligen Entwicklungshelfer in Gulbahar
- MEIN AUSFLUG NACH GULBAHAR -
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Wie alles anfing |
Mitte Februar 02 telefonierte ich wieder einmal mit Herrn Abdullah Mohmand in Büderich und er berichtete mir, dass aus Afghanistan ein “HILFE”-Brief an ihn geschickt worden sei. Dieser wurde über Pakistan an ihn weitergeleitet und er hat dann seine mehrseitige Antwort auch auf diesem Weg zurück gesandt.
Der Briefschreiber war Herr Abdul Ghafar Ghiasi, einer der ATC-Männer, die früher über den DED zu einer Fortbildung in Deutschland waren. Herr Ghiasi ist nach der Talibanherrschaft zum Präsidenten der Afghan Textile Company (ATC) ernannt worden.
Herr Mohmand meinte, dass dort begonnen werden soll, die notwendigen Überlegungen für den Wiederaufbau auch rasch in Taten umzusetzen. Da ich doch die besten Kontakte zu den deutschen Stellen hätte, sollte ich mal schauen, was ich machen könnte. Ich hatte daran anschließend noch Kontakt mit Herrn Amanoddin Amin in St. Gallen und eines Abends besprach ich mit meiner Familie zu Hause die Möglichkeit einer Reise nach Gulbahar.
Gisela meinte mit einem prüfenden Blick: “Du spinnst, aber wenn du was anfängst, dann machst du das auch...” Die zwar zustimmende Meinungsäußerung hörte ich dann nicht mehr ganz an.
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Ich begann mit den Vorbereitungen .... |
Zuerst sagte ich einige Verpflichtungen für die nächsten Wochen ab und machte mir einen groben Zeitplan. Die Einreise nach Afghanistan war mir durch die zahlreichen Verbindungen (auch über Internet) geläufig. Ich informierte Herrn Mohmand und Herrn Amin, dass ich zu einer “fact finding mission” nach Kabul und Gulbahar reisen werde. Herr Mohmand schrieb dazu noch einen Brief in Fars-Dari, den ich dann bei mir zuhause an die inzwischen bekanntgewordene Fax-Nr. in Kabul sandte. Eine spätere Zusammenstellung über den von mir geplanten Gesamtverlauf der Reise sandte ich einen Tag später hinterher (der kam jedoch dort nie an !)
Das nächste war, die notwendigen Visa zu besorgen. Das pakistanische hatte ich in Frankfurt innerhalb einer halben Stunde erhalten. Für das afghanische musste ich extra nach Bonn reisen und klärte bei dieser Gele-genheit beim DED noch einige Dinge für die LANDESINITIATIVE ded AFGHANISTAN (dort werden immer noch Entwicklungshelfer nach Afghanistan gesucht !).
In der afghanischen Botschaft hatte ich wieder einige nette Unterhaltungen in meinem holprigen “Küchen-Farsi” , das ich seit meiner Tätigkeit am Golf nicht mehr verwenden konnte. Ich stellte fest, das reicht mir vorerst. Mit dem afghanischen Visum im Pass fuhr ich nach Hause und auf dem Heimweg legte ich mich auf den Abflugtag 11.03. fest.
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Die Anreise ... |
erfolgte mit EMIRATES über Dubai, und nach einigen Stunden Aufenthalt weiter nach Islamabad. Ich hatte dort vorgesehen, einen Tag in ein Hotel in Airportnähe zu gehen, um mich dann am Folgetag zu dem einzig vor-handenen Flug mit einer UN-Maschine nach Kabul kundig zu machen und auch mitzukommen. Mir wurde vorher häufiger gesagt, dass das für Nicht-UN oder Nicht-NGO-Leute so gut wie unmöglich ist. Ich dachte mir schon damals, dass wohl keiner in solchen Ländern unterwegs sein könnte, wenn man so etwas glaubt. Die Ankunft war in Islamabad um 07:45 h, ich nahm mein Gepäck in Empfang, danach die üblichen Einreise-prozeduren und mit Kofferträgern im Schlepp suchte ich mir einen uniformierten Offiziellen, den ich gleich mit meiner Forderung konfrontierte: “ Sir, you must help me”…
Er sollte mir einen Kontakt zu dem Piloten der UN-Maschine herstellen, die um ca.10:00 h nach Kabul abfliegen sollte. Ich sah da eine Möglichkeit, die ich bei meinen Flugstunden früher in Nigeria gelernt hatte. Nur der Pilot entscheidet, wer in seiner Maschine mitfliegt! Der Kontakt kam innerhalb einer Minute über Funk zustande und ich erhielt die Anweisung, dass er jetzt genau noch 10 min. warten würde, wenn ich dann an Bord sei, nähme er mich mit. Jetzt war das Können meines Helfers gefragt. Dieser jammerte zwar andauernd: “ oh sir, you are very late” aber gemeinsam mit den Kofferträgern sausten wir durch die gerade vorher passierte Pass- und Zollkon-trolle. Ich schrieb im Laufen meine Exit-Card und bezahlte die Fluggebühr von 600,-- $ (die UN-Leute nehmen es von den Lebenden !) nach Kabul. Ich brauchte kein Ticket, keine boarding card, keine Sicherheitskontrolle -die Helfer wurden mit einigen Natural-Geschenken entlohnt- und rannte über das Vorfeld zur Maschine, wo ich mich innerhalb der 10 min-Zeit beim Piloten meldete. Sein Kommentar: “Sir, you are clever and the right man for Afghanistan”
Dann flogen wir ab.
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Die Ankunft ... |
in Kabul war schon sehr seltsam. Nach genau 30 Jahren und 2 Monaten wieder das Land in dem jetzt vorhan-denen Zustand zu sehen, hatte ich mir nie vorgestellt. Im Flughafengebäude war es selbst am Vormittag bei hellstem Sonnenschein sehr dunkel, kein Licht und die Beschädigungen und Verwüstungen waren offensichtlich. Die ersten Ausbesserungsarbeiten wurden jedoch schon durchgeführt. Nach NOWROOZ sollte ja der frühere König kommen, da musste einiges besser sein. In Vorfeldnähe, bei den Lagerhallen und im weiten Umfeld der Landebahn zerschossenes Militärgerät, Reststücke von Militär- und Zivilflugzeugen, Metallhaufen der Mienen-räumer. Dieser Eindruck allein war schon chaotisch.
Ich hatte keine Afghani und gesellte mich zu einer Gruppe von irgendwelchen offiziellen Ausländern. Nach dem ersten woher und wohin gab mir ein USAID-Mann mit seiner Karte einige Pak. Rupeescheine für den offen-sichtlich nicht “standesgemäss” reisenden German development worker (Anmerkung: Visitenkarten sind sehr, sehr wichtig, sonst ist man ein nobody. Die Pak. Rupees sind auch in Kabul Zahlungsmittel wie der Dollar).
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Mein Kontakt |
In Kabul hieß es: Shar-e-Nau, Teppich- und Atikladen “Marco Polo”. Der Taxifahrer raste mit einem rechtsge-steuerten Toyota Corolla mit Dubai-Nummernschild (das sind die Nachfolger der früheren Wolga-Taxis) wie irrsinnig duch die Schlaglochstrecken und diskutierte mit mir noch über Taliban, Gulbahar, Germany und Kabuler Armut. Ich konnte mich nur halbwegs nach der Himmelsrichtung orientieren, sah im vorbeisausen Radio Afghanistan, die amerikanische Botschaft und das Ariana-Hotel. In der Shar-e-Nau fing auch er an zu suchen und zu fragen. Ich stellte nach zweimaligem Vorbeifahren fest, dass der frühere MAIDIN-Basar jetzt zu einer Flower-Street wurde und die gegenüber liegende Straßen-Verlängerung Chicken-Street heißt. In der Chicken Street sind die ganzen Teppich- und Antikläden. Ein längeres Nachfragen brachte uns erst ganz am Straßen-ende den Marco Polo shop. Mein Erscheinen und die Erklärungen erweckten dort fassungsloses Erstaunen, offensichtlich war der dokandar zwar über den “Mister Fischer” informiert worden, dass er aber jetzt so plötzlich da war, war wohl die große Überraschung (später stellte sich heraus, dass der Dokandar ein Sohn des früheren Hauptbuchhalters der ATC ist).
Ich wurde mit Tee und Naschereien versorgt, ein Bote flitzte auf einem Fahrrad los, jetzt war ich angekommen und wartete auf die Ereignisse.
Das dauerte nur eine halbe Stunde. Dann kam der große Bahnhof. Alsbald war der kleine Dokan voll und der Bürgersteig davor auch , die Straße war wegen der Zuschauer für den Autoverkehr auch bald blockiert. Ich wurde begrüßt: Herr Abdul Ghafar Ghiasi, (jetziger Präsident der ATC, früher im Wasserlabor beschäftigt), Herr Bahadur (Leiter Kaufmännische Abteilung, früher Hautbuchhalter in der ATC Gulbahar), Herr Khalill (unser früherer Technischer Lehrer in der Lehrwerkstatt, jetzt Technischer Leiter im Hauptbüro der ATC) und weitere Beschäftigte und Besucher. Ich kam mir vor wie ein langersehnter und langvermisster Kollege. Ich richtete meine mitgebrachten Grüße aus und musste erzählen was dann in Farsi, Deutsch und Englisch erfolgte. (Verständigungsprobleme gab es während der ganzen Zeit nicht!).
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Die Unterkunft .... |
hatte ich letztendlich im altbekannten Spinzar-Hotel bekommen. Ich hatte zwar auch Überlegungen für das Inter-konti und einige mir bekannte Gästehäuser, jedoch ist im allgemeinen die Wohnmöglichkeit in Kabul sehr einge-schränkt und durch die vielen Ausländer immer ein gewisses Problem. Das Spinzar erwies sich jedoch als das schlechteste Hotel, das ich in den letzten 30 Jahren bewohnte und das bei 30,-- $ die Nacht. Das Zimmer staubig und schmutzig, die Toilette und Dusche ebenso, der Heißwasserboiler tropfte und funktionierte nicht. Das Mobiliar zerstoßen und fleckig, die Wände mit Schmierereien und Nässeschäden…
Nach einiger Überlegung blieb ich bei dem Entschluss, dass ich das für einige Nächte aushalten könnte da es ja zentral lag und ich zu Fuß einiges erreichen wollte. Im Verlauf der Tage hatte ich dann regen Kontakt mit dem Personal und mir wurde mir klar, warum dieser heruntergekommene Zustand so war. Die begleitenden Einflüsse der Kriegszeit bringen einfach solche Spuren mit sich. Nach 11 Übernachtungen hatte ich mit Mithilfe des Per-sonals in meinem Zimmer die Steckdosen und Schalter mit Deckel versehen, durch eine Grundreinigung die Toilette auf passablen Zustand gebracht, einen neuen Boiler installiert und in Betrieb genommen (schön, so eine heiße Dusche nach einem staubigen Kabuler Arbeitstag !!!) sämtliche Scharniere und lose Schrauben im Zimmer befestigt , die geflickten Sicherungen durch neue ersetzt, in der Küche gezeigt, was ein wirklich sau-beres Geschirr bedeutet…
Bei meiner Abreise hörte ich so am Rande, warum der engineer-sajeb nicht hier bleibt und alles weiter so ge-richtet wird, dann könnten sie doch mehr Dollar verlangen. Ich gab über die Schulter die Antwort, steckt doch erst mal mein soeben gezahltes Geld in das von mir bewohnte Zimmer und wenn das in Ordnung ist, dann komme ich wieder. Grosses Gelächter bei der Abreise…
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Das Hauptbüro der ATC ... |
an der Jad-e-maiwand ist wie alle anderen mehrstöckigen Häuser der gesamten Strasse bis auf die untenlie-genden Dokane zerschossen, zerfallen und sehr stark beschädigt. Ein Wiederaufbau (dieser soll später dort wieder erfolgen) wird einem Neubau gleichkommen.
Nach dem Zwangsauszug wurde das Hauptbüro in die Räume der in dem Taimani-Stadtteil gelegenen Weberei der ATC verlegt, wo es derzeit unter engen und beschwerlichen Bedingungen noch ist. Es gibt jedoch dort Wasserversorgung, durchgehend Strom (mit wenigen Ausfällen) und jetzt auch (nicht immer funktionierendem) Telefonanschluss.
In vielen Diskussionen und Gesprächen erfuhr ich Einzelheiten der letzten 23 Kriegsjahre. Stellenweise wurde ich zurückversetzt in die Zeit meiner Kindheit, als mein Vater früher “Geschichten aus dem Krieg” erzählte. Zurückblickend muss ich feststellen, da ist noch viel Vergangenheit zu begreifen und zu verarbeiten.
Erfreulich ist jedoch die Tatsache, dass bei den jetzigen Entscheidungsträgern der ATC eine sehr positive Aufbruchstimmung zu bemerken ist. Jede der zahlreich artikulierten Meinungen ist irgendwie richtig, muss jedoch gesammelt werden, in eine Reihenfolge gebracht und mit dem notwendigen Kapital versehen werden. Diese Gesamtkoordination erscheint mir als das derzeit größte Problem. Hinderlich ist darüber hinaus auch noch die ungenügende und mangelhafte Infrastruktur der Büroablauforganisation und die nicht vorhandene zweck- und zeitgerechte Telekommunikation. Da sind große Anstrengungen und neues Erlernen vonnöten.
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Die Fahrt nach Gulbahar ... |
war am 13. und 14.03. und wir (die Herren Ghiasi, Bador, Khalill mit dienstlichem Fahrer) reisten mit mir um 06:00 h aus Kabul ab. Ich war von Berichten und mir bekannten Informationen aus dem Internet über den heutigen Zustand der nördlichen Gegend von Kabul recht gut informiert . Die frühere Sarai-e-shamali hat sich bis in Höhe nördlich von Kart-e-Parwan ausgedehnt, ein neuer Stadtteil erstreckt sich bis weit nach Norden. Auf der Straße über den kleinen Pass vor Karezimir fehlten dann schon sämtliche früher vorhandenen Bäume am Strassenrand. Die Strecke bis halb nach Karabach war mit zwei getrennten Fahrbahnen ausgebaut, jedoch im gesamten Verlauf bis nach Jebel Saraj in einem miserablen bis katastrophalen Zustand.
Karezimir war in Umrissen zu sehen, die dortigen Beschädigungen jedoch nicht erkennbar. Das zuletzt aktive Kampfgebiet zwischen Karabach und Charikar konnte ich nur mit stillem Anschauen verdauen. Das Ausmaß an Zerstörung von Häusern und militärischem Gerät, sowie der Anpflanzungen, Rebstöcke und Bewässerungs-anlagen ist unbeschreiblich. Stellenweise eine Mondlandschaft. Es ist sinnlos, darüber nachzudenken welche Granate oder Bombe von welcher Kriegspartei da zum Treffer wurde. Irgendwann kommt immer wieder die Frage, die ich anschließend dutzendmal gestellt habe:
WARUM ?
An den Straßenrändern des Kampfgebietes die Minenräumer, auch mit Hunden. Sie werden noch jahrelang Arbeit haben. Trotzdem zwischendrin Tiere und Menschen die sich trotz überall vorhandener großflächiger Aufklärungswände sehr sorglos bewegen…
Die Straße nach Baghram ist sehr belebt, von dort kommt überwiegend die gesamte Versorgung der ISAF. Ich habe wegen der dort vorhandenen Sicherheitskontrollen dann abgesehen, mir das mal anzuschauen. Charikar ist so lebendig wie immer. Ich sah wenig Zerstörungen aber auch keine Neubauten oder frische Farbe, alles grau in grau. Das Haus des früheren DED-Kindergartens von “batscha” steht noch, die Sammeltaxis und borobachai-Busse fahren immer noch von dort ab.
Die Abzweigung in das Gorband-Tal nach Richtung Bamian ist fast noch genau so wie früher. Im Verlauf der früheren Asphaltstraße nach Norden ist jedoch die Brücke über den Gorband-Fluss gesprengt und die vorläufige Piste ist mit einem etwas abenteuerlichen Brücken-Provisorium versehen. Der rege Lorry-Verkehr aus dem Norden bewegt sich auch da einbahnig hin und her.
Jebel Saraj. Wir machen im dortigen Klub der ATC Halt und haben dort in der Morgensonne unser Frühstück. Ein kleines Paradies in der gesamten Umgebung, obwohl das auch in früheren Zeiten Kampfgebiet war. Es sind einige große Bäume beschädigt und kleinere Trefferschäden vorhanden, ansonsten ist vieles in gutem Zustand und mit kleineren Verbesserungen rasch in einen recht gehobenen Standard herzustellen. Blumenanpflanzun-gen und grüner Rasen setzen den optischen i-Punkt.
Wir fahren die letzten 12 km weiter über die Schlagloch- und Steinpiste (war auch schon einmal asphaltiert !) nach Gulbahar.
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Zur ATC ... |
in den oberen Teil muss man bekanntlich über die Panshir-Brücke. Ich habe die immer wieder zu erfolgenden Reparaturen dort noch in Erinnerung. Bei Annäherung fällt mir auf, dass die gesamte seitliche Stahlkonstruktion in gesamter Höhe beidseitig fehlt. Es ist nicht mal ein Geländer vorhanden, die sowieso schon immer nur einspurig zu passierende Brücke erfordert jetzt besondere Sorgfalt beim Umfahren der Löcher. Die Fische werden dort immer noch an den gleichen Stellen verkauft.
Wir fahren durch den Basar hinauf zur anderen Seite. Die “Straße” wird dann so schlecht, dass ein Abbiegen Richtung der Siedlung Allahdad notwendig wird. Dies erfolgt auf mehreren Spuren durch das Gelände. Allahdad scheint stellenweise noch bewohnt. Wir kommen an der neu gebauten Landebahn (gut planierter Schotterbelag) vorbei, die etwa zwischen Allahdad und der Fabrik verläuft. Dann der letzte Rest der Asphaltstrasse die dort noch recht gut ist. Wir kommen zum Haupteingang der Fabrik.
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Die Textilfabrik Gulbahar ... |
erscheint im ersten Moment durch das Haupttor so, wie ich sie seit meinem letzten Tag in Erinnerung habe. Es sind ca. 50 – 60 Menschen zur Begrüßung versammelt. Der dortige Direktor, Herr Mohammad Jaffar, der Bürgermeister, die Abteilungsleiter, Wachleute und Besitzer von dicken Schlüsselbunden. Große Begrüßung und Handeschütteln. Dann ein freudiger Schreck bei mir, Anwar, ein früherer Lehrling vor 30 Jahren, begrüßt mich so, als wäre ich nur kurz im Urlaub gewesen. Anwar, ein stattlicher, gutaussehender Mann mit gepflegtem, leicht ergrauten Bart macht eine gute Figur. Wir unterhalten uns von den früheren Zeiten. Er erzählt noch von Saidjan Siddik und Abdul Ghafur (frühere AZUBIS aus der ersten Stunde) die in Pakistan und Iran sind, offensichtlich gibt es dorthin Kontakte, sowie weiteren mir noch bekannten Männern.
Mir fällt auf, die Namen der früheren Entwicklungshelfer sind vielfach auch noch bekannt und reichten tatsächlich vom Beegen-sahib bis Nurullah (Bergmann).
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Der Rundgang ... |
beginnt am Haupteingang. Ich erkenne nunmehr schon starke Schäden an Gebäuden. Die gesamte Verwaltung rechts neben dem Haupttor ist zerbombt und ausgebrannt. Da ist ein gesamter Neubau notwendig. Wir kommen nach links zu den Werkstätten. Die Hauptwerkstatt ist bis auf 2-3 m Höhe eingefallen und nur noch als Ruine zu er-kennen. Der gesamte Bau hatte einen Grossbrand, die Maschinen sind total bis sehr stark beschädigt, und nun durch Nässe verrostet. Vielleicht läßt sich das eine oder andere noch verwenden. Der gesamte Bau inkl. Gießerei muss neu aufgebaut werden.
Das Gebäude der früheren Lehrwerkstatt (und angrenzender Ankerwickelei) ist auch sehr schwer beschädigt. Das gesamte Dach der Lehrwerkstatt fehlt, dort ist nichts mehr vorhanden, die Stahlkonstruktion des “Hochbüros” steht solide da, Saidjan hat offensichtlich gut geschweißt. Zwischen den beiden Gebäuden sind noch unter der Dachkonstruktion letzte unausgepackte Lieferungen in großen Holzkisten vorhanden. Daran sind sehr viele Ein-schläge von Gewehrkugeln zu sehen. Offensichtlich hat hier lange Nahkampf stattgefunden.
Das Gebäude des Baumwollagers hat kein Dach mehr, näheres nicht besichtigt. In der Spinnerei ist es stock-dunkel, eine Gaslaterne vor und eine am Ende des Besichtigungstrupps bringt nur stellenweise Licht auf die zu besichtigenden Maschinen. An einigen Stellen Bomben- oder Granatentreffer durch das Dach, darunter dann grosse Wasserpfützen die durch Verdunstung die zu erkennenden großflächigen Korrosionsschäden hervor-rufen. Punktuell Einzelheiten ertastet und fotografiert. Hier muss eine genauere, mehrwöchige Bestands-aufnahme Klarheit bringen.
Das Kraftwerk zeigt äußerlich starke Gebäudeschäden, Glasscheiben sind nicht mehr vorhanden, Witterungs-einflüsse brachten im Gebäudeinnern weiteren Schaden. Die Kessel sind in einem Zustand, der mit absoluter Sicherheit als nicht mehr brauchbar eigestuft werden kann. Der Gesamtzustand der Turbinen und Stromgene-ratoren muss einer Einzelprüfung unterzogen werden, der erste Eindruck ist jedoch nicht sehr positiv. Mir wurden viele Stellen gezeigt, an denen die “Kupferdiebe” aktiv waren und ab fingerdickem Durchmesser Elektrokabel in allen erdenklichen Längen abgesägt hatten. Es wird in der “Begleitmannschaft” gewitzelt: “mush chord”, die Mäuse haben es gefressen. Der beste Zustand ist noch in der Wasseraufbereitung zu registrieren, dort kann mit relativ wenig Aufwand recht rasch eine Herstellung zur Gesamtnutzung erreicht werden.
Die Weberei ist mit einigen Gebäudeschäden und alterungsbedingten Abnutzungen anscheinend in einem brauchbaren Zustand. Die Maschinenausstattung ist nach erstem Anschein trotz Alterung und langjährigem Nutzungsstillstand weitgehend unbeschädigt geblieben. Ob die dort vorhandenen punktuell zu erkennenden Korrosionsschäden und Abnutzungserscheinungen noch ein wirtschaftliches Arbeiten erlauben, bedarf einer sehr genauen Prüfung und Einzeluntersuchung. Große Skepsis ist hier trotz des bei dem afghanischen Personal vorhandenen Zweckoptimismus angesagt.
Die Ausrüstung und auch die Färberei haben im Wesentlichen keine Schäden und Mängel zu verzeichnen. Zwar ist hier der gesamte Stand der Technik als möglicherweise funktionsfähig, jedoch als veraltet zu bezeichnen. Dies fängt an bei verschmutzten Transportmitteln mit fehlenden Rädern, erstreckt sich über Schnellreparaturen an Maschinenteilen bis hin zu abzustellenden Defekten oder Mängeln der Einzelabläufe von Produktions-schritten.
In der Kantine ist außer dem Abgrenzungsgeländer zur Essensausgabe nichts Brauchbares mehr zu erkennen. Dieses Gebäudemacht trotz noch vorhandenem Dach optisch den schlechtesten Eindruck.
Auf dem gesamten Fabrikgelände sind Patronenhülsen jeglichen Kalibers und andere Munitionsteile, sowie militarisches Gerät und Teilausrüstung zu finden. An einigen Stellen sind Fliegerabwehrkanonen oder übrig gebliebene Teile davon positioniert.
Insgesamt sind überall z.T aufwendige Reparatur-, Ausbesserungs- und Renovierungsarbeiten notwendig. Dies ist jedoch nach Sichtung weiterer Witterungsschäden, abschnittsweise nach und nach sinnvoll und möglich. An vielen Stellen ist Ungeziefer und sonstiges Getier vorhanden (Ratten, Mäuse, Skorpione, Stachelschweine, Tauben…)
Als erste, kurze Gesamt-Stellungnahme ist folgende Beschreibung angebracht:
Es ist möglich, dass die Fabrik wieder in den früheren Zustand hergestellt werden kann. Dies erfordert jedoch rasches, angepasstes Vorgehen und eine sorgfältige Planung. Einige Stellen sind mit einem kompletten Neuaufbau, andere mit großflächigen Sanierungen wiederum andere mit sinnvollen Verbesserungen und Re-novierungen wieder nutzbar zu machen. Vor Inbetriebnahme der Produktionsmaschinen ist die Wirtschaftlichkeit im Detail istgesamt zu prüfen.
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Die Wohnhäuser ... |
der Fabrik konnten wegen Zeitmangels aus der Nähe nicht besichtigt werden. Die Gesamtanlage schien jedoch (trotz Mangel an Strom und fließendem Wasser) überwiegend bewohnt. Der Einzelzustand nach Jahrzehnte langem Versäumen von Reparaturen möglicherweise problematisch.
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Das Krankenhaus ... |
ist über die gesamten Jahre in Betrieb geblieben und wurde mit Verbesserungen versehen und in sehr gutem Zustand unterhalten. Derzeit betreibt das Internationale Rote Kreuz (IRC) die Einrichtung. Durchgehende ärztliche Betreuung mit eigener Strom- und Wasserversorgung (Generator / Tanks) bieten medizinische Leistungen für den Nah- und Großbereich.
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Die Umspannstation ... |
für die Fabrik mit Anbindung der Hochspannungsleitung aus Sarobi ist vollständig zerstört. Es ist dort offensicht-lich, dass über langen Zeitraum ganz gezielt jeder einzelne Isolator wie bei einer Schießbude abgeschossen wurde. Der Verlauf der Hochspannungsleitung bis Sarobi ist über weite Bereiche als nicht mehr existierend zu bezeichnen (Fehlen der Leitungen, Zerstörung der Masten…)
Die außerhalb liegenden Gebäude der Fabrikleitung, Bank usw, sind in guter Unterhaltung und Nutzungs-möglichkeit. Dort ist die örtliche Kommandantur untergebracht. Der Gebäudekomplex der früheren Kinos ist nur noch dort selbst unzerstört, der weitere Teil zeigt Schäden auf. Die Bestuhlung und Kinoapparatur fehlt.
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In Jebel Saradj |
ist die dortige ATC-Weberei nur noch als zerschossene, zerbombte Totalruine erkennbar. Der linke Bereich der Verwaltungsräume (hinter dem Eingangstor) ist noch intakt und wird genutzt. Alles andere kann nur noch abge-rissen werden und möglicherweise unter eingestürzten Decken und Dächern noch vorhandene Maschinen-und Ausrüstungsteile als Schrott verkauft werden. Der gesamte Komplex hat nur noch Wert im vorhandenen, günstig liegenden Grundstück. Dies ist bei der sicherlich recht rasch einsetzenden Entwicklung nicht zu unterschätzen.
Das Wasserkraftwerk läuft mit dem letzten noch ordnungsgemäß funktionierenden Turbinensatz (Siemens, Baujahr 1938 !!!). Alle weiteren drei Turbinensätze sind defekt, veraltet oder sonst nicht mehr verwendbar. Bei Komplettsanierung aller vier möglichen Turbinensätze könnte -je nach Wasserstand im Kanal- 2 bis 4 Turbinen-sätze die Stromversorgung in weitem Bereich sicherstellen. Bei einem Ringverbund Jebel Saradj-Gulbahar -ATC -Sarobi wäre eine Versorgung auch bei Pannen oder Ausfällen sichergestellt. Vorschläge werden derzeit von dem Präsidenten, Herrn Abdul Gafar Ghiasi den zuständigen Ministerien unterbreitet.
Die Brücke über den Salang-Fluss ist gesprengt und auch hier durch eine abenteuerliche Behelfskostruktioneinspurig befahrbar. Der gesamte Basar ist weitläufiger und mit viel mehr Kleinbetrieben ausgeweitet.
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In Kabul |
selbst ist im Verlauf der Jahrzehnte nicht allein durch die Kriegsjahre vieles anders geworden. Die “Grüne Dokan Strasse” ist noch auf der gleichen Stelle, die grüne Farbe aber nirgendwo mehr zu sehen, viele Läden haben anderes Sortiment. Daran anschließend kein “Usbeken-Bäcker” mehr, auch ist in der Shar-e-nau in der “Commissary-Straße” (das Gebäude steht unbeschädigt) nicht mehr viel von den Souvernier- und Teppich-Läden zu sehen. Die gibt es an anderen Stellen. Insgesamt ist in der Shar-e-nau und wasir akbar chan am wenigsten beschädigt worden. Z.T. gab es dort gar keine Kampfhandlungen. Jedoch sind viele Gebäude anders genutzt oder umfunktioniert worden.
Insgesamt macht Kabul einen schlechten, heruntergekommenen Eindruck. Auch dort, wo keine Beschädigungen sind. Die Djuis sind voller Dreck und Abfall, alles staubig und unordentlich, die wenigen Bäume und Anpflanz-ungen in den Parks sind heruntergekommen und verwahrlost. Nicht allein der generelle Wassermangel ist daran schuld. Die Perspektivlosigkeit der Kriegsjahre haben wesentlich dazu beigetragen. Zu Nowrooz soll es sauberer werden, die ersten Straßenfeger mit langen Besen wirbeln schon (noch mehr) Staub auf. Wenn der frühere König Zahir Shah kommt, soll hie und da etwas Buntes in die Straßenzüge kommen…
Es gibt in den Läden und Dokanen sowie in den recht zahlreichen kleineren Supermärkten erstaunlich reichhaltiges Angebot. Auch die Gemüse und Obstkarren sind überall im Stadtbild mit gutem Angebot zahlreich vertreten. Fur den Durchschnittsmenschen in Kabul ist jedoch alles recht teuer, vieles unerschwinglich.(1 $ ca. 27000 AFS, 1 nan 2000 Afs, 1 Hotelfrühstück 40000 Afs, Taxifahrt zum Interkonti 30000 Afs, 1 kg Orangen 1200 Afs, Batterie Fotoapparat 200000 Afs). Wenn Gehälter und Lohnzahlungen über Monate ausbleiben, ist ein Überleben für uns nicht mehr ganz vorstellbar. Wie das die Bettlerinnen und Bettler und auch die vielen Straßen-kinder machen, ist mir unbegreiflich.
Ich hatte Probleme, den gesamten Inhalt einer Reisetasche (Kinder- und Frauenkleidung, Spielzeug, Stifte usw.) loszuwerden. Wenn ich annahm, jetzt ist da nur ein Kind in Sichtweite und ich gab da etwas ab, wurde es problematisch, die nächsten Meter unbehelligt zu verschwinden. Die hierbei erlebte Steigerung zur Aggressivität und Handgreiflichkeit der Menschen war für mich der einzige Moment der Beängstigung wärend der ganzen Zeit im Lande.
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Die Zukunft ... |
für das Land kann ich auch jetzt nach besserem Kenntnisstand nicht einschätzen. Ich frage mich immer wieder, was die Politprominenz aus aller Herren Länder, die manchmal recht reißerisch berichtenden Medienvertreter oder die vielen großen Experten und kleinen Helferlein in dem Lande alles schnell positiv bewerkstelligen wollen. Ich habe selbst festgestellt, dass manche Aushängeschilder einer NGO in Kabul größer sind als deren Nutzen und Leistung. Weiterhin musste ich registrieren, es gibt unüberschaubar viele hunderte davon. Wie kann da noch von Koordination und Kontrolle gesprochen werden, wenn ich allein bei unseren deutschen Stellen weiß, dass der “Mittelabfluss ordentlich und rechtzeitig zu erfolgen hat”…
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Bei der ATC ... |
scheint einiges darauf hinzudeuten, dass ein Wiederaufbau wichtig ist und sinnvoll erfolgen kann. Dort wartet man auf kommende Hilfestellung von Deutschland. Allein mit eigener Kraft ist das schwierig, erscheint heute unmöglich. So war es auch ein richtiger Schritt, dass für Gulbahar die Fortführung der Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung bei dem DED beantragt wurde. Eine weitere Fachkraft (GTZ / CIM ?) ist für das Hauptbüro in Kabul zur Beratung des Managements geplant. Ich konnte da schon bei der Antragstellung und richtigen Kanal-isierung behilflich sein. Derzeit sind die Anträge auf dem Weg von dem zuständigen Ministerium für Leichtindustrie an die Deutsche Botschaft. Alle beteiligten Stellen sind mehrfach aufgesucht worden und befürworten dies uneingeschränkt. Die Zukunft wird zeigen, was in Deutschland daraus gemacht wird und wie rasch eine Durchführung erfolgt…
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Auf dem Rückflug ... |
sitze ich jetzt im Business Centre im Airport Dubai und schreibe in den vergangenen drei Stunden das zu-sammen, was sich (nicht ganz chronologisch) von den ausgeprägten, starken Eindrücken in den letzten 12 Tagen bei mir festgesetzt hat.
Ich denke auch daran, was die früheren DED-Gulbaharis vielleicht könnten. Die könnten doch alle wieder Ent-wicklungshelfer werden ! Vielleicht nicht so mit DED-Vertrag oder vor Ort in Gulbahar. Mit Sicherheit aber doch Zuhause bei den dort bekannten Möglichkeiten und realen Einschätzungen der Mithilfe.
Also los, was wird gebraucht.
A L L E S !
Wo sind die Werkzeuge fur Metall, Elektro, Bauwesen, Schreinerei und Installateurausbildung (Hochdruck-reiniger, Industriestaubsauger, Elektrohandwerkzeuge, Kettensägen...), wer hat Beziehungen zur Beschaffung von Schreib- und Büromaterial, weiß überzählige (Pentium) Computer, Drucker, Scanner und sonstige Peri-pheriegeräte, wo stehen nicht genutzte Bürokleinmöbel, wer kennt den Sponsor zur Beschaffung eines Satellitentelefones, kann etwas zur Ausstattung der (Mädchen) Schule oder des möglichen Kindergartens in Gulbahar beitragen. Wer will sich von überzähliger Kleidung und Haushaltsausstattung (auch Elektrogeräte) trennen. Wo sind die Elektrokabel, Nägel und Schrauben zur Abholung für die Gärtnerei in Gulbahar. Wer hat eine Spenden-büchse zur Beschaffung von “Portogeld” und hält sie an der richtigen Stelle hoch.
Wie das alles an Ort und Stelle hinkommt ?
Ich weiss es nicht. Aber fragen wir doch mal einen Piloten…..
In einer halben Stunde ist bei mir takeoff.
Dann fliege ich in Dubai über die Gegend meiner früheren Arbeitsstelle “Technische Schule” und meine Wohn-ung in der Rigga-Road. Ich werde dabei sicher an die Sinnlosigkeit des damals dort “abgewickelten Geschäftes” und des in Afghanistan anstehenden Neubeginns denken. Diesen Unterschied muss man selbst erlebt haben, um innerhalb von Stunden zwischen Not und Lebensmühe und auf der andern Seite den Luxus und sinnlose Verschwendung und die Perversität dieses Unterschiedes zu erkennen.
Dann kommt wieder die Frage:
WARUM ?
ba mane choda,
Franz Fischer, 24. Maerz 2002 auf dem Rueckflug nach Deutschland |
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