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Verwaltungsstellen Kiel und Neumünster

letzte Änderung am 11. 6.2001 von Reiner Sielaff

Aktuelles - Archiv 2001

Tarifrunde 2001
ERA: Umfragen untermauern Forderungen

„So ist es nicht gerecht"

Umfragen in zwei Kieler Betrieben untermauern die Forderung der IG Metall nach neuen Tarifstrukturen in einem Entgelt-Rahmen-Abkommen (ERA).

ERA soll nicht nur die überholte Trennung von Arbeitern und Angestellten überwinden, sondern auch zu einer gerechteren Bewertung und Bezahlung der Arbeit führen. Gerade beim Thema Leistungsentgelt liegen die Positionen der IG Metall und der Arbeitgeber bei den ERA-Verhandlungen weit auseinander.

Wie wichtig das Thema ist, zeigen Umfragen bei HDW und Stryker Trauma. Zwei Drittel von über 300 befragten HDWlern sagen, dass ihre Arbeitsanforderungen gestiegen sind (Angestellte: 77 %), aber nur 11 Prozent der Angestellten und 30 Prozent der Gewerblichen finden das Verhältnis von Leistung und Entgelt gerecht. Ähnlich ist es bei Stryker, wo sich rund 70 der 420 Arbeitnehmer beteiligten.

Die wichtigsten Ziele von ERA sind:
Leistung gerecht bewerten!
Qualifizierung für alle!
Keine Trennung von Arbeitern und Angestellten!


Über den aktuellen Stand der ERA-Tarifverhandlungen gibt es hier Informationen...



Gemeinsam für Toleranz und Zivilcourage


Kieler zeigten Flagge


Für Toleranz, gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit demonstrierten am 9. November über 800 Kieler.

„Es ist wichtig, gerade jetzt Flagge zu zeigen”, sagte Natascha Böger auf dem Rathausplatz. Manfred Schallmeyer vom geschäftsführenden Vorstand der IG Metall, forderte vom Staat ein konsequente Vorgehen gegen Fremdenfeindlichkeit.

150 Arbeitsplätze weniger in Flintbek?


ORGA-Belegschaft gegen Kahlschlag

Auf zwei „innerbetrieblichen Informationsveranstaltungen" am 8. Oktober protestierten die ORGA-Beschäftigten gegen die Pläne des Chipkartenherstellers, 150 Arbeitsplätze abzubauen.

Begründet wird der Kahlschlag mit dem Einbruch auf dem Handy-Markt. In Flintbek werden Prepaid-Karten hergestellt.

Nach Ansicht der IG Metall geht es jetzt um die Zukunft des Werkes. Forderungen: Der Arbeitsplatzabbau muss begrenzt, ein Sozialplan abgeschlossen und für die Betroffenen eine Qualifizierungsgesellschaft eingerichtet werden.

Zur weiteren Information und Diskussion sind alle IG Metall-Mitglieder bei ORGA am Mittwoch, 31.Oktober, um 18 Uhr zu einer Mitgliederversammlung ins Gewerkschaftshaus eingeladen.

Proteste brachten Aufstockung der Werftenhilfe

Werftarbeiter-Protest vor dem Landeshaus (von links): die Betriebsratsvorsitzenden Bernd Sorge (Lindenau) und Hans-Gerd Leu mit Jürgen Peters, 2. Vorsitzender der IG Metall.

Wer sich bewegt, kann was bewegen


Es ging um Gerechtigkeit, die Einhaltung einer Simonis-Zusage und die Zukunft der Werftarbeitsplätze. Nach einem Fußmarsch von Flensburg nach Kiel, einer Mahnwache und einer Kundgebung hunderter Schiffbauer vor dem Landeshaus war der Durchbruch am 18. September erreicht: Die Ministerpräsidentin sagte die Aufstockung der Werftenhilfe des Landes um zwölf Millionen Mark zu.

„Ein Riesenerfolg", sagt Lindenau-Betriebsratsvorsitzender Bernd Sorge und weiß, dass seine 300 Kolleginnen und Kollegen es genauso sehen. „Die IG Metall ist auf die Straße gegangen und hat bewiesen: Wer sich bewegt, kann was bewegen."

Für Lindenau bedeutet die Landes-Werftenhilfe – an sie ist die Bundeshilfe gebunden – die Sicherung von drei Aufträgen für Doppelhüllen-Tanker bis Ende 2004. Sorge: „Das sichert unsere Zukunft. Deshalb wurde unser Protest auch von der Geschäftsführung voll unterstützt."


Viele Fotos vom Fußmarsch, der Mahnwache und der Kundgebung vor dem Landeshaus finden sich in der Internet-Bildergalerie...

Aktuelles in Kürze



Herzlichen Glückwunsch !
Angelika Beer besuchte Orientalische Nacht

Flugticket gewonnen!

Während der "Orientalischen Nacht" am 20. Oktober gab es wie immer vom Reisebüro Erol Tours ein Flugticket zu gewinnen.
Nicole Steffen gewann den Hin- und Rückflug nach Istanbul.
Die Webredaktion wünscht Nicole einen interessanten Aufenthalt.

Nicole Steffen

Veranstaltung verpasst? Macht nichts! Hier geht´s zur Bildergalerie:

Bildergalerie "Orientalische Nacht"


Angelika Beer

Als einzige Politikerin besuchte die Bundestagsabgeordnete Angelika Beer vom Bündnis 90/Die Grünen die Veranstaltung.
Sie wird ausserdem über die aktuellen rechtlichen Veränderungen aus dem Innenministerium auf einem IG Metall - Seminar Stellung beziehen.
IG BAU und IG Metall auf der NORDBAU

Dieser Einsatz hat sich gelohnt

Für sechs Tage war die NORDBAU in Neumünster der Treffpunkt für Beschäftigte aus dem baunahen Handwerk. Erstmals waren IG BAU und IG Metall mit ihrem modernen Stand dabei. Ehren- und Hauptamtliche führten hunderte Gespräche und knüpften viele neue Kontakte.

Sieger kommt aus Schleswig-Holstein !

Über 75.000 Besucher besuchten die NORDBAU. Der gemeinsame Stand der BAU und der IG Metall war erstmalig ein neuer Anziehungspunkt.
Mit vielen Informationen und Gesprächen wurden durch die Standbetreuer aus den KeRN-Verwaltungsstellen Kontakte geknüpft.
Besonders im Blickfeld war der " Heiße Draht", ein Geschicklichkeitsspiel für Jung und Alt. Mit 10 sec. wurde bei diesem Spiel auch ein zur Zeit bundesweiter Rekord durch einen Besucher erreicht.
Über 800 Besucher beteiligten sich an einem Preisausschreiben zu aktuellen politischen und gewerkschaftlichen Fragen. Nach der Auswertung erhalten die Gewinner wertvolle Preise durch die IG Metall. Viele Besucher befürworteten die Präsenz der IG Metall mit einem grossen und modernen Ausstellungsstand.
An den Werktagen waren besonders viele Berufsschulklassen anwesend und am Wochenende eher Familien und Branchenkenner vor Ort.
Ein Dank gilt allen Standbetreuern, die mit viel Sachverstand und Einsatz für die Besucher dabei waren.

Bilder vom Messestand

Protest der Beschäftigten für die Wettbewerbshilfe vom 15. bis 18. September 2001 war erfolgreich!


Weitere Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen vom 14., 18. u. 19. September 2001 und Bilder:

Infos u. Pressemitteilungen v. 18. u. 19. September

Pressemitteilungen vom 14. September 2001

Bilder vom 17. und 18. September 2001




Lässt Schleswig-Holstein den Schiffbau absaufen?
- Werften in Schleswig-Holstein kämpfen um ihre Zukunft! -


Keine Politik der "Titanic"!!!


Wir lassen uns nicht abkoppeln!


Titanic

Die Aktionen:
Fussmarsch der FSG aus Flensburg nach Kiel (15. bis 17. September), Demonstrationszug von Gettorf der Beschäftigten von FSG und Lindenau am 17. September, Beginn der Mahnwache am 17. September (ca. 19.00 Uhr) und Kundgebung vor dem Landeshaus in Kiel unter Beteiligung aller Werften am 18. September um 13.30 Uhr sind bisher die Massnahmen der Notwehr als Antwort auf eine derzeit unkalkulierbare Politik in Schleswig-Holstein, um den Schiffbau nicht "absaufen" zu lassen.

Solidarität erwünscht!

Montag 10.00 Uhr
Demoabmarsch von Gettorf zum Landeshaus
und Mahnwache ab 19.00 Uhr.
Kundgebung am Dienstag 13.30 Uhr Landeshaus Kiel



IG Metall und Betriebsräte erwarten vor den laufenden Haushaltsberatungen vom 26. bis 28. September 2001 in Schleswig-Holstein, dass über einen Nachtragshaushalt entsprechende Mittel bereitgestellt werden, damit Werft-Standorte und Beschäftigung auch in Schleswig-Holstein gesichert werden können.

IG Metall und Betriebsräte gehen nach wie vor von einer verpflichtenden Zusage der Landesregierung aus und erwarten eine Lösung für die zusätzlich akquirierten Schiffbau-Aufträge aus dem Jahr 2000. Die Arbeitnehmer auf den Werften in Schleswig-Holstein dürfen nicht anders behandelt werden, als die übrigen Werften in Norddeutschland. Eine innerdeutsche Wettbewerbsverzerrung schadet nicht nur den Werften, sondern auch dem Land Schleswig-Holstein.
Jürgen Peters besuchte die Mahnwache


Jürgen Peters besuchte die Mahnwache kurzfristig am 17. September 2001 in Kiel vor dem Landeshaus.

171 neue IG Metall-Mitglieder in Kiel
- Ziel nur knapp verfehlt -


200 neue Mitglieder wollte die IG Metall Kiel bis zum Sommerende auf- nehmen – ein hohes Ziel, das mit 171 Neueintritten nicht ganz erreicht wurde.
Der Kieler Bevollmächtigte Wolfgang Mädel (Foto links) wertet das Ergebnis als Erfolg. „Na klar, 200 wären optimal gewesen", sagt er. „Aber es gab schon lange nicht mehr so viele Aufnahmen wie in diesen Monaten." Gleichzeitig hat die intensive Diskussion dabei geholfen, die „Abgänge" um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu reduzieren.

Besonderes Engagement bei der Mitglieder-Aktion gab es außer bei HDW – hier ist namentlich Aykut Erol zu erwähnen – in den Firmen Brockstedt und GKN-Gelenkwellenwerk.
Ortsfrauenausschuss:
13. September
5 bis 10 Gedenkminuten in Kieler Betrieben

Ortsfrauenausschuss Kiel/Neumünster unterstützen!
Durch die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes werden im nächsten Jahr bei den Neuwahlen mehr Frauen in die Betriebsräte einziehen. Erstmals gilt die Quote. Die Metallerinnen wollen sich aber nicht als „Quotenfrauen" wählen lassen, sondern selbstbewusst im Betrieb aktiv sein. Dabei will sie der . Start ist ein Wochenendseminar am 12./13. Oktober.
Mehr Infos dazu auf der Internetseite des OFA...


Um 10.00 oder 11.00 Uhr am Donnerstag, den 13. September folgten die Industriebetriebe dem gemeinsamen Aufruf von Arbeitgeberverband und IG Metall "GegenTerror und Gewalt - für Frieden und Freiheit" in Kiel. Bei Caterpillar (MaK) allein unterbrachen über 1500 Beschäftigte die Arbeit.


Hier der Aufruf im PDF-Format:
Aufruf vom 13. September 2001
Servicebüro der Gewerkschaften in Kiel
- Neue Beraterin beim ABS -

„Wachwechsel" beim Arbeitnehmer-Beratungs-Service im Kieler Gewerkschaftshaus: Heike Rosacker-Görtz ist die neue ABS-Beraterin.

Sie löst Karl-Hermann Wienecke-Höltje ab, der ABS aufgebaut hat und nach Auslaufen seiner ABM Ende Oktober ausscheidet. Bereits jetzt kümmert sich die frühere Kieler ACE-Geschäftsführerin speziell um die Beratung arbeitsloser Frauen.

Zum Beratungsangebot gehören auch weiterhin die Themen Arbeitslosigkeit, Schulden, 630-Mark-Jobs oder Schein- selbstständigkeit, Versicherungsfragen sowie Rente und Mobbing.

ABS (Telefon 5 19 50 90) hilft montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr bei Anfragen weiter – entweder selbst oder dabei, die richtigen Ansprechpartner (auch im Gewerkschaftshaus) für jedes Anliegen zu finden.

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Heike Rosacker-Görtz und Karl-Hermann Wienecke-Höltje.


Am Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus in Kiel ist Platz für alle, die fremdenfeindliche, rechtsextremistische und rassistische Äußerungen und Gewalttaten, antisemitische Anschläge und menschenverachtende Hetze, Terror und Mordtaten der Faschisten nicht länger dulden wollen.

Wir laden alle demokratisch gesinnten Menschen - gleich welcher Herkunft, Religion, Weltanschauung und Parteizugehörigkeit - ein, mit uns am Runden Tisch Platz zu nehmen. Der Runde Tisch soll eine dauerhafte Einrichtung werden!

Die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft. Um ihr gerecht zu werden, ist eine ständige Aufklärung über die Umtriebe und die Ideologie der Nazis sowie ihre gesellschaftlichen Wurzeln erforderlich. Daran wollen wir arbeiten.

Offener und organisierter Neofaschismus ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Rassistische Erklärungsmuster und Orientierungen entstehen in der Mitte der Gesellschaft. Sie sind kein Randproblem, nicht jugendspezifisch und nicht regional einzugrenzen. Sie werden gefördert durch gesellschaftliche Verhältnisse, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bis zur Vernichtung des Konkurrenten erfordern, Ungleichheit und Abbau sozialer Errungenschaften als Fortschrittsmotor rechtfertigen und damit Entsolidarisierung und Ausgrenzungsbereitschaft notwendig hervorbringen.

Wir stellen uns gegen eine Ausländer- und Asylpolitik, die Menschen nach ihrer Nützlichkeit für die Wirtschaft beurteilt und ihnen die Gleichberechtigung vorenthält. Wir brauchen eine humane Flüchtlings- und Migrantinnenpolitik. Die Beschneidungen des verfassungsmäßig verankerten Asylrechts müssen zurückgenommen werden. Das Asylrecht muß weiter gestärkt werden. Menschenrechte müssen ungeteilt sein. Ein notwendiger Schritt dahin: Menschen ausländischer Herkunft, die längere Zeit in Deutschland leben, und allen, die hier geboren werden, muß die doppelte Staatsbürgerschaft und das Wahlrecht zuerkannt werden!

Solidarisches Verhalten und Zivilcourage bis hin zum zivilen Ungehorsam tun not. Nicht zuletzt, wo Mitmenschen von Nazis angegriffen werden, wo wir selbst Faschisten gegenüberstehen, wo wir etwa im Beruf dazu gezwungen werden sollen, an der Herstellung und Verbreitung rassistischer und faschistischer Machwerke mitzuwirken. In diesem Sinne sind alle BürgerInnen, auch die politischen VerantwortungsträgerInnen aufgefordert, "Gesicht zu zeigen". Nur so kann sich eine demokratische Gesellschaft behaupten und weiterentwickeln, die Demokratisierung von Staat und Wirtschaft vorangetrieben und damit gleichzeitig auf allen Ebenen den Faschisten der Nährboden entzogen werden.

Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen. Leisten wir Widerstand gegen Neonazis, rechte Skinheads und alle neofaschistischen Organisationen und Parteien!

"Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig."(19.04.1945 - Aus dem Schwur der Häftlinge und Freiheitkämpfer des KZ Buchenwald )


Wir setzen uns ein für:
· Das Verbot und die vollständige Auflösung der NPD und aller anderen faschistischen Organisationen gemäß Artikel 139 Grundgesetz
· Die Unterbindung jeglicher Nazi-Aktivitäten auf Straßen und in öffentlichen Einrichtungen
· Die Verweigerung von Plakatflächen für Nazi-Werbung
· Die Unterstützung aller Menschen, die eine Mitwirkung an Herstellung und Verbreitung rassistischen und faschistischen Gedankengutes verweigern
· Eine Auseinandersetzung in Betrieben, Schulen, Hochschulen, Jugendclubs usw., die auf der Grundlage kompromißloser Ablehnung rassistischer und faschis-tischer Ansichten und entsprechenden Verhaltens alle Möglichkeiten zu Aufklärung und Überzeugung nutzt. Dabei ist vorrangig der Zusammenschluß von bedrohten Menschen und AntifaschistInnen zu gemeinsamen Handeln zu fördern. In diese Arbeit sollen überlebende GegnerInnen des Hitlerfaschismus und Mitglieder antifaschistischer Organisationen einbezogen werden
· Die Förderung antifaschistischer Basisinitiativen auch mit öffentlichen Mitteln
· Die Diskussion über alternative Gesellschaftsmodelle, in denen Faschismus keine Chance hat
· Die Zurückweisung aller Versuche, im Namen des "Kampfes gegen den Rechtsextremismus" allgemeine demokratische Rechte einzuschränken.
Ansprechpartner für weitere informationen sind Peter Werner und Ulli Stangen (Tel: 0431/700-3460).

Rechtsextremismus ist keine Randerscheinung in unserer Gesellschaft. Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit haben eine einzige Wurzel: nämlich die Anmaßung, dass andere weniger wert seien als man selbst. Die Gewalt, die der Hass auf andere hervorruft, hat viele Formen. Ob organisierte oder einzelne, offene oder versteckte Gewalt: sie ist verwerflich und streng zu verfolgen.

Alle, die guten Willens sind, gehören an den Runden Tisch. Auf diesen Tisch gehören die Probleme. Miteinander reden ist der erste Schritt. Nur wer den Mund aufmacht kann erkennen, dass er nicht alleine ist. Schweigen führt nicht weiter.

Die Geschichte beweist: Schweigen ist gefährlich, denn es lässt den Skrupellosen Raum. Das darf nicht sein. Wir haben die Verantwortung gegenüber den Opfern des Faschismus vergangener Zeiten, gegenüber den Bedrohten in der Gegenwart und auch gegenüber kommenden Generationen.

Der Runde Tisch soll nicht sich selbst genug sein. Es geht darum, diejenigen aktiv zu unterstützen, die in den Schulen und Betrieben, den Vereinen und Initiativen und wo immer Menschen zusammenkommen, gegen Rassismus und Faschismus in all ihren Formen vorgehen.

Ich wünsche allen Kielerinnen und Kielern den Mut, Farbe zu bekennen, und dem Runden Tisch wünsche ich viel Zuspruch und Tatkraft.


Cathy Kietzer

17. August
Betriebsratswahl bei Auto Herbert

Am 17. August wurde bei Auto Herbert (Volvo) in Kiel das erste Mal nach dem neuen Betriebsverfassungsgesetz im einfachen Wahlverfahren gewählt.
Die 1. Wahlversammlung konnte schon nach einer Woche zur Bestellung des Wahlvorstandes und zur Kandidatenaufstellung genutzt werden.

21. Juli - Kampagne
"für Saubere Kleidung" in Kiel



"Gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Bekleidung", lautet die Überschrift der Kampagne für Saubere Kleidung.
Der Ortsfrauenausschuß der IGM Kiel, startet in Kiel, am 21. Juli von 11.00 Uhr - 13.00 Uhr, in der Kieler Holstenstraße, mit seiner Aktion, den heißen Sommer der Kampagne. Viele weitere Aktionen werden bundesweit folgen.
Schlechte Bezahlung, 82 Stundenwoche, Überstunden, Belästigung am Arbeitsplatz, Löhne die zum Überleben nicht ausreichen<,....ist die Realität der Frauen, die in Asien, Osteuropa und Mittelamerika für die großen Konzerne wie Adidas, KarstadtQuelle oder Nike arbeiten.
Durch die Kampagne sollen die Konzerne gezwungen werden, ihre Waren menschenwürdig produzieren zu lassen!

Mehr Informationen: Saubere Kleidung

Pressemitteilung vom 19. Juli

Bilder von der Veranstaltung

Caterpillar: Motorenmontage nach Rostock
– Abbau von 250 Arbeitsplätzen in Kiel


IG Metall: Friedrichsort muss Zukunft haben

Böse Überraschung für die 1500 Beschäftigten der Caterpillar Motoren GmbH (vorher MaK Motoren) kurz vor Urlaubsbeginn: Die Geschäftsführung will die Dieselmotoren-Fertigung komplett in das Rostocker Werk verlagern und in Kiel 250 Arbeitsplätze bis 2006 abbauen.

Empörung und Wut waren groß, als das neue Standortkonzept am 3. Juli verkündet wurde. Es sieht außerdem die Reduzierung der Teilefertigung von 2025 auf 150 vor. Dadurch fallen 130 Arbeitsplätze weg. 120 Mitarbeitern sollen nach Rostock wechseln.

Dem Geschäftsführungskonzept, an dessen Erarbeitung die Arbeiternehmervertreter nicht beteiligt waren, wollen Betriebsrat und IG Metall – unter Einbeziehung von externem und betrieblichem Sachverstand – eine Planung entgegensetzen, die es ermöglichen soll, Kiel als Montagestandort ohne Personalabbau zu erhalten.

„Auf Grund der Auftragssituation und der Wachstumschancen im Motorengeschäft ist die Konzentration an einem Ort nicht notwendig", sagt IG Metall-Bevollmächtigter Wolfgang Mädel. „Für Caterpillar wäre es sinnvoll in Kiel die Fähigkeit, Motoren zusammenzubauen, zu erhalten und einen vernünftigen Montage-Mix zwischen Kiel und Rostock herzustellen."

Erste Stellungnahme des Betriebsrates und der IG Metall zum Standortkonzept bei Caterpillar: Pressemitteilung vom 5. Juli 2001

Jugendvertreterin gewann Multimedia-PC
Dritte Stadtteilgruppe in Kiel gegründet

Siemens-Jugendvertreterin Nicole Beckendorf (21) gewann einen von fünf PCs, die die IG Metall unter den Ausfüllern des Zukunftsdebatte-Fragebogens ausloste.

Nicole Beckendorf


Am 12. Juni wurde eine neue Stadtteilgruppe der IG Metall Kiel für Elmschenhagen, Wellsee, Rönne, Moorsee, Kroog und Klausdorf gegründet.
20. Juni
Der Vorsitzende der IG Metall - Klaus Zwickel - besuchte die Kieler Woche



Klaus Zwickel diskutierte mit den Vertrauensleuten und dem Vorstand bei HDW. Besuchte den türkischen Stand auf dem Internationalen Markt. Am späten Nachmittag trat er als Hauptredner bei der DGB - Veranstaltung: "Gewerkschaften in der New Economy: gestaltungsfähig und fachkompetent?" auf.
Einige Bilder vom 20. Juni befinden sich in der Bildergalerie:

Bildergalerie

Familienfest war ein voller Erfolg


900 Besucher feierten im Tierpark


Das Familienfest der IG Metall KeRN am 10. Juni war ein voller Erfolg.
Über 900 Besucher kamen in den Tierpark Warder und erfreuten sich an einer bunten Mischung aus Spiel, Spaß und Musik. Geschicklichkeitsspiele, Tierparkrally, Steinzeitgrillen und kleine Gewinnspiele wurden mit Preisen aus Spenden von Firmen aus der Region belohnt.
Ein großer Dank gilt allen Spendern und fleißigen Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

Hier ist ein Album als EXE-Datei hinterlegt, die entweder heruntergeladen werden kann oder direkt geöffnet wird.

Bilderalbum (2,08 MB !)


Entgelt-Rahmen-Abkommen

Bei den Tarifverhandlungen über ein Entgelt-Rahmen-Abkommen wurden erste Ergebnisse und weitere Termine vereinbart. Mit ERA sollen unterschiedliche Entlohnung, Qualifizierungs- und Aufstiegschancen zwischen Arbeitern und Angestellten beseitigt werden.
Der ERA-Aktionsausschuss Kiel-Neumünster trifft sich am Dienstag, 26. Juni, um 16 Uhr in der Verwaltungsstelle Kiel.

Pfingstjugendtreffen auf Föhr:
46 aus Kiel und Neumünster dabei


1. - 4. Juni

Trotz rauem Wetter war es megageil


Trotz Regen und Sturm feierten rund 600 Jugendliche der IG Metall Küste über Pfingsten auf Föhr. Beim Pfingstjugendtreffen ließen sich auch 46 junge Metallerinnen und Metaller aus Kiel und Neumünster von Live-Musik und vielen Wettbewerben begeistern. Das Team von Raytheon Marine siegte sogar beim Volleyballturnier. Nun heißt es ein Jahr warten auf die nächsten „Föhrien".

31. Mai
37 Kündigungen bei Rheinmetall

6. Juni: Klagen werden eingereicht

Am Donnerstag, 31. Mai, erhielten von 54 Kündigungsbegehren 37 Beschäftigte ihre Kündigung.

Zu den Hintergründen siehe weiter unten...

Am 6. Juni fand eine Informationsveranstaltung bei Rheinmetall für die Betroffenen statt. Danach stand fest: "Wir werden gemeinsam Klage einreichen!"
Personelles aus der IG Metall Kiel

Ortsfrauenausschuss:
Manuela Scheffran neue Vorsitzende

Neue Vorsitzende des Ortsfrauenausschusses ist Manuela Scheffran, ihre Stellvertreterin


RegineSchwark. Astrid Mädel bleibt im Bezirksfrauenausschuss.
Metaller ist AfA-Vorsitzender
Jürgen Müller, Betriebsratsvorsitzender bei L-3 ELAC Nautik, wurde als Kreisvorsitzender der Kieler SPD-Arbeitsgemeinschaft AfA gewählt.




Heinz Hilsebein ist gestorben

Heinz Hilsebein, von 1976 bis 1989 Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Kiel, ist am 24. Mai 2001 im 76. Lebensjahr gestorben.
Die IG Metall Kiel hat einen Mitstreiter und Freund verloren, dessen Persönlichkeit von Hilfsbereitschaft und Engagement geprägt war.
Heinz Hilsebein arbeitete bei MaK und war dort Betriebsrat. Nach dem großen Metallstreik 1956/57 begann er am 1. Juni 1957 als Sekretär bei der IG Metall Kiel und engagierte sich besonders in den Bereichen Berufsbildung und Sozialpolitik.
Nach 13 Jahren als Zweiter Bevollmächtigter und 32 Jahren Tätigkeit für die IG Metall ging er 1989 in den Ruhestand.

19. Mai
Mit dem "Roten Blitz" unterwegs

10 Jahre Intertürk Spor e.V., 150 Ltr. Kaffee- u. Teeeausschank, Glücksrad und viele kleine Preise für die Kinder, das war unser Beitrag zum Ereignis in Kiel-Gaarden und Heide Simonis war auch dabei.
... und hier gibt es noch unsere Bildergalerie zu sehen:


Bildergalerie



125 Jahre alte Traditionsfahne war
am 1. Mai dutzendfach dabei



IG Metall-Senioren erregten Aufsehen

Aufsehen erregten die Kieler IG Metall-Senioren am 1. Mai: Die Fahne der „Metall-Gewerks-Genossenschaft" von 1876 – sie hängt heute in der Verwaltungsstelle – auf T-Shirts und mit Bowlerhüten auf dem Kopf zeigten sie den 2000 Teilnehmern: Tradition und Fortschritt gehören in der Gewerkschaft zusammen – seit 125 Jahren.

Weitere Fotos vom 1. Mai 2001 in der Bildergalerie...


IG Metall Kiel dankte 544 langjährigen Mitglieder



Drei gelungene Feiern mit Jubilaren

Auf drei gelungenen Feiern dankte die IG Metall Kiel ihren Jubilaren für langjährige Treue. Bei der Ehrung der ältesten Mitglieder durch den Bevollmächtigten Wolfgang Mädel (links) hielt Kiels Oberbürgermeister Norbert Gansel (2. von rechts) die Festrede: Hermann Weber (91) und Hermann Stahn (92) gehören bereits 75 Jahre der Gewerkschaft an, Walter Burghard und Erwin Reimers 70 Jahre (von links). Nicht teilnehmen konnte der 96-jährige Georg Lehmann mit 80 Jahren Mitgliedschaft. (Foto: Manfred Hebekerl)

Kieler gegen Rassismus und Faschismus

Runder Tisch aktiv gegen Rechts

„Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Leisten wir Widerstand gegen Neonazis, rechte Skinheads und alle neofaschistischen Organisationen und Parteien!" – heißt es in der Kieler Erklärung gegen Rassismus und Faschismus, auf die sich der „Runde Tisch" geeinigt hat.

Nach der gut besuchten Diskussionsveranstaltung am 20. März über den Umgang mit Asylbewerbern hatte das Bündnis von über 30 Organisationen am 8. Mai zu „Kultur gegen Rechts" eingeladen. Im Kulturzentrum Kiel gab es Kindertheater, türkische und griechische Folklore, Lesungen, Brecht-Texte, abends einen Renaissance-Chor und eine Rockband.



Efeo Kuzo, Flüchtling aus Togo, berichtete am 20. März über seine Erfahrungen als Asylbewerber in Kiel.

Stärkere Zusammenarbeit mit Neumünster

Annegret Weiß ist Zweite Bevollmächtigte

Zum ersten Mal hat die IG Metall Kiel eine Frau als Zweite Bevollmächtigte.

Die Delegiertenversammlung wählte Annegret Weiß (Foto links), Betriebsratsvorsitzende bei Caterpillar Motoren, am 27. März mit 65 von 70 Stimmen zur Nachfolgerin von Herbert Baresel.

Neu in den Ortsvorstand wurden die Betriebsratsvorsitzenden Hartwig Oetting (Ortopedia) und Bernd Sorge (Lindenau Werft) gewählt.

Das „Metaller-Parlament" beschloss außerdem Maßnahmen zur stärkeren Zusammenarbeit mit der IG Metall Neumünster.

Schiffbauer - Betriebsrat - Personalchef
HDW-Zukunft gestalten!

Herbert Baresel (Foto links) ist ein gradliniger Mensch.
13 Jahre hat er sich als Betriebsratsvorsitzender konsequent für die Kolleginnen und Kollegen jener Werft eingesetzt, auf der er 1957 mit der Schiffbauer-Lehre begann. Jetzt hat er, wie man gemeinhin sagt, die „Seiten gewechselt".


Seit 1. Februar ist der 59-Jährige Personaldirektor der HDW, zuständig für Personal, Soziales, Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin. Herbert Baresel legt nicht nur Wert auf alle vier Bereiche, sondern auch darauf, dass „das Personalwesen eine ausschlaggebende Funktion bei der Steuerung von Unternehmen hat."

Diese Erkenntnis aus 16 Jahren Betriebsrats- und noch längerer Gewerkschaftstätigkeit hat ihn bewogen, die neue Herausforderung anzunehmen. „Wenn man kritisiert, muss man auch bereit sein, selbst zum Nutzen aller zu gestalten", sagt Baresel.

„HDW ist ein Unternehmen im Wandel." Sein Anliegen: „Damit die Zukunft gemeistert werden kann, muss jeder die Chance haben, seine Vorstellungen einzubringen. Dazu müssen Prozesse von unten entwickelt werden, nicht von oben aufgedrückt."
Dafür will Herbert Baresel bis zu seinem Ausscheiden im September 2002 zumindest einen wichtigen Anstoß geben.

Die IG Metall Kiel kann ihren Zweiten Bevollmächtigten also einerseits mit Dank und andererseits mit Erwartung verabschieden.

Zum neuen HDW-Betriebsratsvorsitzenden wurde Ernst August Kiel gewählt.

Ernst - August Kiel

Wechsel auch bei Caterpillar Motoren Aus gesundheitlichen Gründen musste Hartmut Nickel (52), langjähriger Betriebsratsvorsitzender bei Caterpillar Motoren, Ortsvorstands- und Beiratsmitglied der IG Metall, sein Amt als Vorsitzender niederlegen. Mit Annegret Weiß hat die Firma seit Januar nun erstmals eine Betriebsratsvorsitzende. Zu ihrem Stellvertreter wurde Torsten Lange gewählt.

Frauen müssen sich immer noch durchboxen

"Frau M(m)acht Karriere" - Karriere?

Eher ein etwas anrüchiger Begriff in Gewerkschaftskreisen. Mann macht sie trotzdem, im Beruf, aber auch in der Organisation. Und Frau? Da gibt es gute IG Metall-Forderungen zur Gleichberechtigung, eine Quote und jedes Jahr am 8. März den Frauentag. Frau macht Karriere? Ja, aber einfach ist das nicht! aktive Kolleginnen der IG Metall Kiel berichten

Rheinmetall Landsysteme:
Guter Sozialplan für Kahlschlag

Zweifel an der Zukunftsperspektive

Trotz Proteste setzt der Rüstungskonzern Rheinmetall seine „Restrukturierung" in der Landwehrtechnik wie geplant durch.

Bei Rheinmetall Landsysteme Kiel (vorher: MaK System) – weitere Standorte in Unterlüß Kassel und Augsburg – sollen 216 von etwas über 600 Arbeitsplätzen abgebaut werden.

Die Betroffenen erhalten gute Abfindungen aus dem im Februar vereinbarten Sozialplan. Manko: Eine Qualifizierungsgesellschaft wurde nicht vereinbart.

Ein größeres Problem ist aber die Zukunftsperspektive für den Standort Kiel. Zwar ist hier der Sitz der Geschäftsführung, doch die auftragsstarke Produktion und Instandhaltung von gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen wird abgezogen.

„Viele im Betrieb befürchten, dass hier 2003 Schluss ist", sagt Gesamtbetriebsratsvorsitzender Willi Iwert. Folge: Es sind schon über 40 Beschäftigte gegangen, darunter auch für den Betrieb wichtige „Know-how-Träger". Ein Gegensteuern der Geschäftsführung ist nicht erkennbar.

zum Foto links: Für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standort protestierten 150 Kieler MaK-Beschäftigte am 30. Juni 2000 anlässlich einer Rheinmetall-Pressekonferenz in Unterlüß.

Raytheon: Stellenabbau mit Perspektive

Umstrukturierung läuft

90 von 520 Arbeitsplätzen werden durch eine umfassende Umstrukturierung bei der Raytheon Marine GmbH abgebaut, 20 neue in Entwicklungsbereichen geschaffen. Bereits am 1. November sind rund 70 Beschäftigte in die neu gegründete Beschäftigungsgesellschaft Navimarine gewechselt.

Raytheon – ehemals Anschütz – will vom Geräteproduzenten für die Schifffahrt zum Anbieter kompletter Anlagen (integrierte Brückensysteme) werden.

„Eine harte Nuss", sagt Hans-Jürgen Scheibe (Foto links), seit 1987 Vorsitzender des Betriebsrats, zum Stellenabbau.„Durch die zwei Jahre Qualifizierung verbessert sich aber die Perspektive für die Betroffenen."

Um sie zu unterstützen, ist der 57-Jährige als Personalverantwortlicher selbst zu Navimarine gewechselt. Neuer Betriebsratsvorsitzender ist Herwig Zeumer.

Aus den Ausschüssen der IG Metall Kiel

Kurz gemeldet

Guter Start nach JAV-Wahlen 25 Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) gibt es nach Abschluss der Wahlen in Kieler Metallbetrieben. Alle 35 erstmals gewählten JAVis haben am Grund-Seminar teilgenommen. Nach vier Infotagungen fand ein Abschlusswochenende im Februar in Berlin statt.

Handwerksausschuss: Positive Bilanz Ein guter Trend in der Mitgliederentwicklung, Erfolge in der Öffentlichkeitsarbeit und eine vorzeigbare Tarifrunde – die Bilanz 2000 kann sich sehen lassen, meint der Handwerksausschuss Kiel/Neumünster. Die Erfolge bei der betrieblichen Durchsetzungsfähigkeit und der Mitglieder- und Tarifarbeit sollen 2001 ausgebaut werden.

Flagge zeigen bei Holz und Kunststoff In Betrieben, vor Berufsschulen und auf Messen – Flagge zeigen ist das Motto, unter das der KeRN-Branchenausschuss Holz und Kunststoff sein Arbeitsprogramm 2001 gestellt hat. Die Mitglieder wollen in der Öffentlichkeit deutlich machen, dass Tischlerhandwerk und IG Metall zusammen gehören. In Planung sind außerdem Wochenendseminare sowie Branchenveranstaltungen.

Nach Werftenhilfe-Erhöhung alle Aufträge gesichert


Schiffbauer-Protest erfolgreich

Am 8. Dezember protestierten die 400 Lindenau-Beschäftigten auf ihrer Werft. Vier Tage später zogen sie vors Landeshaus – unterstützt von großen Abordnungen der Flensburger FSG, der Flender-Werft Lübeck, der HDW und Zulieferbetrieben.


Der Protest wirkte bei Ministerpräsidentin Simonis und Wirtschaftsminister Rohwer. Die Werftenhilfe Schleswig-Holsteins wurde um 12 Millionen Mark aufgestockt. Dadurch konnten alle für 2000 noch offenen Neuverträge bei Lindenau, FSG und Flender abgeschlossen werden.

Bereits am 20. November hatten sich über 1000 Kolleginnen und Kollegen sich auf der HDW-Werft versammelt. Mit dabei: ein Rettungsboot. Bei der Großaktion der IG Metall an neun Werftstandorten ging es um die Zukunft des europäischen Schiffbaus. Sie ist durch die Dumpingpreis-Politik Südkoreas gefährdet.

An der Kundgebung beteiligten sich außer den HDW-Arbeitern Beschäftigte der Kieler Lindenau-Werft sowie der Werften HDW-Nobiskrug und Kröger in Rendsburg. Sie forderten Unterstützung von der EU-Kommission im Konkurrenzkampf gegen die Dumping-Preise der südkoreanischen Werften: Diese bieten ihre Handelsschiffe dank hoher Subventionen um bis zu 40 Prozent unter dem Weltmarktpreis an.

HDW-Vorstand Hans-Joachim Schmidt und der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Frank Teichmüller, hatten aber auch von der rot-grüne Landesregierung gefordert, dass sie wie die anderen Nord-Länder die Ko-Finanzierungsmittel bei der Wettbewerbshilfe voll ausschöpfen soll. Das ist jetzt teilweise erreicht. So sicherte der Protest beispielsweise der Lindenau-Werft zwei Aufträge für Doppelhüllen-Tanker.

Bilder vom 12. Dezember von der Werften-Demo
Hier haben wir 16 Bilder im Format von 460 x 345 Pixel hinterlegt. Es müssen deshalb etwas längere Wartezeiten in Kauf genommen werden.

Sauer & Sohn: Verbandsaustritt erfolglos
Tarifflucht vereitelt

Tarifflucht lohnt sich nicht. Diese Erfahrung musste Geschäftsführer Dr. Dieter Murmann bei der Kieler Maschinenbaufirma Sauer & Sohn machen.

Nach dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband Nordmetall 1999 wählten die IG Metall-Mitglieder (Organisationsgrad über 90 Prozent) eine betriebliche Tarifkommission und unterstützten sie bei den schwierigen Verhandlungen.

In Haustarifverträgen wurden die wesentlichen Konditionen der Flächentarife für die 120 Beschäftigten ebenso gesichert wie die Tariferhöhung. Jetzt stehen Verhandlungen über einen Entgeltrahmentarifvertrag an.



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