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letzte Änderung am 8. 5. 2004 von Ulf Stephan
Pressemitteilungen Archiv - 2003
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Bei Thales Naval Kiel erstes Tarifergebnis in der Metallindustrie an der Küste |
Pressemitteilung Nr. 40, Kiel, den 19.12.2003 |
Bei der Firma Thales Naval GmbH in Kiel konnte die IG Metall das erste Tarifergebnis in der jetzt begonnenen Tarifrunde der Metallindustrie erzielen. Beginnend mit dem 01.01.2004 wird die derzeitige gültige Gehaltstabelle in jeder einzelnen Stufe um 80,- € angehoben. Zum 01.03.2005 erfolgt eine weitere Erhöhung um jeweils 80,- € pro Stufe.
Der Vertrag hat eine Gesamtlaufzeit von 24 Monate. Für die Auszubildenden wurde in jedem Ausbildungsjahr eine Erhöhung um 22,- € vereinbart und zwar beginnend mit dem 01.01.2004 und erneut zum 01.01.2005.
Das Erhöhungsvolumen des Abschlusses bezeichnete die IG Metall pro Jahr mit durchschnittlich 2,18 % für alle Tarifbeschäftigten. Durch den einheitlichen Betrag liegt die Erhöhung bei der untersten Einkommensgruppe bei 3,61 % und bei der höchsten Entgeltgruppe bei 1,72 %. Das Gesamtvolumen der Tariferhöhung liegt auf die 2 Jahre betrachtet bei ca. 4,4 %.
„Mit diesem Tarifergebnis haben wir eine solidarische Einkommensentwicklung vereinbart, die insbesondere die Kaufkraft in den unteren Einkommensgruppen stärkt und im obersten Bereich einen gleichermaßen vernünftigen Zuwachs ermöglicht“, so Wolfgang Mädel, Kieler IG Metall-Chef.
Zwei weitere Besonderheiten sind mit diesem Tarifergebnis verbunden:
- Es wurde vereinbart, dass die Mitarbeiter des Betriebes in Kiel Anspruch haben auf Abschluss einer Zielvereinbarung in den Jahren 2004 und 2005 mit der Möglichkeit, einen erzielbaren Bonus von 2 % des Bruttojahreseinkommens zu erreichen.
- Es wurde vereinbart, dass die berufliche Erstausbildung im Umfang von 4 Auszubildenden pro Ausbildungsjahr für die Jahre 2004 und 2005 fortgeführt wird.
Auch diese beiden Regelungen zeigen, welche hohe Verantwortung die Tarifvertragsparteien bereit sind, zu übernehmen, indem Zukunftsfragen unserer Jugend aufgegriffen wurden und gleichzeitig durch eine Bonusregelung neue Wege der Leistungsbeteiligung konsequent fortgesetzt werden.
Nachrichtlich: Die Firma Thales Naval GmbH hat zur Zeit 118 Beschäftigte, ist in Kiel-Wellsee ansässig und gehört zum Thales-Konzern. Der Haustarifvertrag mit der IG Metall besteht seit der Übernahme aus dem DST-Konkurs durch die Firma Thales (ehemals Hollandse Signaalapparaten).
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez: Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Pressemitteilung Nr. 39, Kiel, den 14.11.2003 |
In einer gemeinsam geführten Besprechung mit der Geschäftsleitung des Kieler Werkes und Vertretern der Firma Meyra wurde von allen Beteiligten „deutliche Worte des Unverständnisses“ ausgesprochen.
Die Oberbürgermeisterin Frau Volquartz machte unmissverständlich klar, dass sie solch einen Stil, wie die Betriebsschließung betrieben wird nicht akzeptieren kann.
„So haben sich Unternehmer in Deutschland nicht zu verhalten, es gibt eine Verantwortung gegenüber den Menschen und einer Stadt“
In dem Infoblatt des Betriebsrates an die Belegschaft, dankt deshalb der Betriebsrat auch ausdrücklich der Oberbürgermeisterin im Namen der Belegschaft für diese deutlichen Worte.
Nach Auffassung der Beteiligten ist eine optimierte Fortführung der Produktion in Kiel möglich und die Firma ISA-Consult hat vom Betriebsrat auch den Auftrag erhalten seine wirtschaftliche Prüfung der Schließungsabsicht darauf mit abzustellen. Von der Reha-Messe sind gerade für Ortopedia Produkte Auftragseingänge zu verzeichnen, die in den nächsten Wochen und Monaten mit Normalarbeit gar nicht abzuarbeiten sind. Kiel ist kein „marodes“ Unternehmen, wie es die Geschäftsleitung versucht der Belegschaft und der Öffentlichkeit darzustellen.
Unbestritten ist das Gelände zu groß für die derzeitige Größenordnung der Belegschaft. Unbestritten könnte bei einer Raumkonzentration eine kostengünsterige Fertigung durchgeführt werden und unbestritten wären Optimierungen bei der Produktpalette denkbar.
Die Belegschaft fragt zu Recht: warum hat der Eigentümer daran nicht schon lange mit Hochdruck gearbeitet? Oder ist doch von langer Hand die Schließung vorbereitet gewesen?
Dieses alles wird der Betriebsrat mit der Belegschaft als Vorschläge erarbeiten und durch die wirtschaftliche Beratung versuchen zu untermauern.
Erst wenn diese Fragen geklärt sind stehen die Fragen eines Interessenausgleiches und Sozialplanverhandlungen an.
„Uns geht es darum Geld für die Sicherung von Arbeitsplätzen auszuhandeln und nicht durch Sozialplanbeträge deren Vernichtung zu finanzieren“, so der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel.
Trotzdem arbeitet die IG Metall und der Betriebsrat mit Hochdruck daran für die 18 Auszubildenden Lösungen in anderen Betrieben zu finden. „Damit haben wir uns mit der Schließung nicht abgefunden oder sie akzeptiert“, so Hartwig Oetting Betriebsratsvorsitzender, „sondern wir sehen es als unsere Verantwortung an. Nach Information der IG Metall haben schon drei Betriebe aus Kiel und dem Umland signalisiert Auszubildende aufzunehmen.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Kieler Betriebsräte und die IG Metall wollen durch konkrete Handlungen in den Betrieben die Tarifautonomie verteidigen |
Pressemitteilung Nr. 38, Kiel, den 13.11.2003 |
In ihrer heutigen Delegiertenversammlung - dem Parlament der Arbeit - wurde einstimmig der folgende Resolutionstext beschlossen, auf deren Grundlage für die nächsten Tage und Wochen weitere Aktivitäten in den Betrieben zur Sicherung der Tarifautonomie vorbereitet und durchgeführt werden.
Der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel: "Es ist mehr als unredlich, wenn Arbeitgeber unserer Kieler Tarifpolitik Anerkennung zollen und gleichzeitig deren Verbandsspitzen über die CDU und FDP die Tarifautonomie gesetzlich aushöhlen. Ich erwarte hier klare Äußerungen von den Arbeitgebervertretern der Betriebe HDW, Caterpillar, Vossloh-Locomotive, ORGA, Wöhlk-Contact-Linsen, AVL Zöllner, Brockstedt, um nur einige von den vielen zu nennen, wie sie es denn in Wirklichkeit damit halten."
Tarifautonomie sichern durch konkrete Handlungen
Resolution der Delegiertenversammlung - IG Metall Kiel vom 13.11.2003
Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP haben Gesetzentwürfe ins Parlament eingebracht, mit denen sie die Tarifautonomie einschränken wollen. Betriebliche und einzelvertragliche Regelungen sollen zu Lasten der Rechtsverbindlichkeit von Tarifverträgen erweitert werden. Auch wenn den Tarifvertragsparteien im Entwurf der CDU/CSU eine Widerspruchsmöglichkeit eingeräumt wird, würde eine solche Gesetzesänderung darauf hinauslaufen, dass an den Gewerkschaften vorbei Löhne gesenkt und Arbeitszeiten verlängert werden können.
Die Betriebsräte, Vertrauensleute und Delegierten der IG Metall Kiel vertreten nicht nur 11.700 Mitglieder in Kiel und dem Kreis Plön, sondern auch 380 gewählte Betriebsratsmitglieder in 86 Kieler Betrieben der Metall-, Textil- und Holzbranche.
Wir wissen um die Bedeutung der Tarifautonomie und erteilen deshalb diesen Versuchen zur Schwächung der Tarifautonomie eine eindeutige Absage.
Wir fordern die Regierungsparteien auf, Angriffe auf die Tarifautonomie zurückzuweisen und im Rahmen der zu erwartenden Kompromisssuche mit der Opposition zu den steuer-, arbeits- und sozialrechtlichen Gesetzesvorhaben darauf zu verzichten, die Tarifautonomie zum Tauschobjekt zu machen.
Die Tarifautonomie ist eine wesentliche Grundlage der sozialen Demokratie und zugleich ein elementares Freiheitsrecht, weil sie die strukturelle Unterlegenheit der Beschäftigten gegenüber den Arbeitgebern ausgleicht. Der Flächentarifvertrag regelt die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen verlässlich für Beschäftigte und Arbeitgeber. Tarifverträge können diese Schutzfunktion nur dann entfalten, wenn sie weder von Arbeitgebern noch von Betriebsräten, einzelnen Beschäftigten oder durch Belegschaftsversammlungen unterlaufen werden können.
Bei den von CDU/CSU und FDP angestrebten Änderungen im Betriebsverfassungsgesetz und im Tarifvertragsgesetz geht es nur fadenscheinig um die Sicherung von Arbeitsplätzen. Tatsächlich geht es darum, die Gewerkschaften und ihre Mitglieder nachhaltig zu schwächen. Wer tarifliche Verhandlungsgegenstände an die Betriebsparteien abgeben will, ohne den Betriebsräten und Belegschaften das Streikrecht zuzubilligen, macht diese zu Bittstellern.
Die IG Metall Kiel hat in der Vergangenheit in vielen Fällen - im Zusammenwirken mit Betriebsräten - Sanierungstarifverträge zur Sicherung von Beschäftigung abgeschlossen. Jeder Einzelfall wurde auf betrieblicher Ebene beraten. Durch den Schutz des Flächentarifvertrags waren das Aushandlungsprozesse auf gleicher Augenhöhe. Durch die von CDU/CSU und FDP angestrebten Änderungen würden Belegschaften und Betriebsräte dagegen schutzlos dem Drohpotenzial der Unternehmer ausgesetzt.
Der Flächentarifvertrag regelt die Mindestbedingungen für die Beschäftigten. Wir sehen keine Notwendigkeit, von diesem bewährten Verfahren abzuweichen.
Wir fordern deshalb alle Betriebsräte, Vertrauensleute sowie Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen auf, das Thema in den Betrieben weiterhin aufzugreifen und die Folgen für die Beschäftigten darzustellen. Betriebsräte sind außerdem aufgerufen, öffentlich und gegenüber der Politik zu erklären, dass sie betriebliche Bündnisse im Sinne der CDU/CSU- und FDP-Vorschläge ablehnen.
Wir müssen der Politik deutlich machen: Hände weg von der Tarifautonomie!
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Pressemitteilung Nr. 37, Kiel, den 04.11.2003 |
Der Betriebsrat von Ortopedia hat in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 05.11.2003, ab 11:00 Uhr, hochkarätigen Besuch mit der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel, Angelika Volquartz, und Jens Haas vom Wirtschaftsministerium.
Es wird nicht nur um einen reinen Informationsaustausch gehen, sondern auch was das Land und die Stadt zum Standorterhalt beitragen können.
Betriebsratsvorsitzender Hartwig Oetting: „Wir erwarten von der Politik keine Wunder und wissen, dass die Einflussnahme auf Unternehmensentscheidungen begrenzt ist. Wir hoffen aber bei der Suche nach „anderen“ Lösungen hier know how Unterstützung zu bekommen.“
In der Sitzung wird der Betriebsrat außerdem mit der IG Metall und dem Beratungsunternehmen ISA-Consult aus Hamburg über die Fragen der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit und Möglichkeiten eines Gegenkonzeptes beraten. ISA-Consult hat Standortkonzepte für die Betriebsräte bei ORGA, Caterpillar und Heidelberg wirtschaftlich geprüft und Vorschläge für andere Umsetzungen erarbeitet.
Zur Information fügen wir den Informationsaushang des Betriebsrates vom 03.11.2003 anbei.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Betriebsrat von Ortopedia, Hartwig Oetting oder Ingwer Hansen (Tel.-Nr. 0431-2003200), oder Wolfgang Mädel, IG Metall Kiel (0431-51951257, Handy 0171-2417052).
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
Anlage: Information des Betriebrates (pdf)
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Kiel, den 29. Oktober 2003
Resolution der Betriebs- und Personalräte sowie der Vertrauensleute der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Kiel |
Tarifautonomie zur freiheitlichen, sozialen und gerechten Gesellschaft in Deutschland erhalten
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Die Tarifautonomie hat seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland Verfassungsrang. Damit ist gesellschaftlich anerkannt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur in einer Verbundenheit, der Gewerkschaft, dem systembedingten Machtvorsprung der Arbeitgeber begegnen können. Das Bundesverfassungsgericht (AP Nr. 23 zu Art. 9 GG) hat ausdrücklich festgestellt, dass die grundgesetzlichen Regelungen zur Koalitionsfreiheit und zur Tarifautonomie als Staatsgarantien zu betrachten sind. Den Betriebs- und Personalräten ist vom Gesetzgeber bewußt nicht das Recht zum Streik übertragen worden.
Eine Aufhebung der bestehenden Tarifautonomie bedeutet eine massive Einschränkung der demokratischen Strukturen in unserem Land. Beide Sozialpartner bzw. Tarifvertragsparteien setzen sich jeweils aus demokratisch legitimierten ehrenamtlichen Mitgliedern (zu über 90 Prozent) zusammen.
Die Arbeitsteilung der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung ist eine gute Grundlage, um bestehenden und zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg und sozialen Ausgleich zu ermöglichen. Sie hat maßgeblichen Anteil an dem in Deutschland erreichten Maß an sozialen Frieden und sozialer Gerechtigkeit in Betrieben, Verwaltungen und Gesellschaft.
Die zwischen den Sozialpartnern ausgehandelten Tarifverträge haben sich als Instrument zur Ausgestaltung von Lohn-, Gehalts-, Arbeits- und Lebensbedingungen bewährt. Sie schützen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davor, in einen Unterbietungswettbewerb zu geraten und sie bieten den Unternehmen eine umfassende Planungssicherheit.
Den Befürwortern einer gesetzlichen Veränderung der Tarifautonomie geht es um eine Schwächung von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften. Sie argumentieren dabei mit „zerstückelten Wahrheiten“. Die Gewerkschaften haben in der Vergangenheit, selbstverständlich mit Betriebs-, Personalräten, Beschäftigten und Arbeitgebern, Abweichungen von bestehenden Tarifverträgen zugestimmt, wenn dadurch Beschäftigung gesichert und Unternehmen in wirtschaftlicher Not geholfen werden konnte.
Eine Änderung des Günstigkeitsprinzips und des Tarifvorrangs würde dazu führen, dass das Lohn- und Gehaltsniveau generell abgesenkt wird. Eine Auseinandersetzung um möglichst geringe Entgelte und abträgliche Arbeitsbedingungen wollen wir nicht führen, weil die gesamte Arbeitnehmerschaft verlieren würde. Stattdessen wollen wir einen Wettbewerb über die Güte und Qualität der hergestellten Produkte und bereitgestellten Dienstleistungen.
Die Betriebs- und Personalräte sowie die Vertrauensleute der IG Metall und ver.di sprechen sich deshalb dafür aus, dass der bestehende rechtliche Rahmen zur Tarifautonomie erhalten bleibt! Wir fordern die Bundesregierung und alle Parteien im Deutschen Bundestag und im Bundesrat auf, die Tarifautonomie nicht zum Element parteipolitischer Taktik verkommen zu lassen – dies schafft nicht einen neuen Arbeitsplatz oder sichert Beschäftigung!
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4. Hallenfußballturnier der IG Metall und ver.di Jugend "Wir können auch anders" |
Pressemitteilung Nr. 36, Kiel 24.10.2003 |
Unter dem Motto "Wir können auch anders!" findet in diesem Jahr bereits zum 4. Mal das gemeinsame Hallenfußballturnier der Kieler Gewerkschaftsjugend von IG Metall und ver.di am Sonnabend, 25.11.2003, in der Hein-Dahlinger-Halle in Kiel Gaarden statt.
Über 2.000 jugendliche Mitglieder sind bei der IG Metall und ver.di in Kiel und Neumünster organisiert. In über 40 Betrieben gibt es gewählte Jugend- und Auszubildendenvertretungen. In den Betrieben werden jetzt die „NeuanfängerInnen“ auf ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft angesprochen und schon sehr viele sind Mitglied geworden.
„Akute Themen sind nach wie vor die nicht ausreichende Anzahl von Ausbildungsstellen und die Übernahme nach der betrieblichen Ausbildung. Doch auch die Qualität der Berufsausbildung hat unter den PISA Erkenntnissen eine besondere Bedeutung. Nur gut Ausgebildete haben heute überhaupt eine Chance auf einen Arbeitsplatz und Fortentwicklung“, so die Jugendsekretärin der IG Metall Myriam Kagischke.
Im Gegensatz zur öffentlichen Darstellung, den Gewerkschaften laufen die Mitglieder weg, sieht es bei der Jugend eben anders aus: denn mit von der Partie sind 20 Mannschaften aus Kieler und Neumünsteraner Betrieben.
Anstoß ist am Samstag den 25.10.2003, um 10:30 Uhr.
Beim Spiel fünf gegen fünf gilt es für das Team Deutsche Post AG ihren Titel vom letzten Jahr zu verteidigen und den Wanderpokal erneut in Empfang zu nehmen. Heißer Anwärter auf den Wanderpokal sind aber auch die Mannschaften von Autohaus Nord und HDW.
Zuschauer sind herzlich eingeladen, für das leibliche Wohl ist gesorgt.
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall Aktivitäten zur Verbesserung der Infrastruktur und Wohnqualität für ältere Menschen |
Pressemitteilung Nr. 35, Kiel 06.10.2003 |
Ein hohes Traditionsbewusstsein und starke Bindung zu ihrer Gewerkschaft haben die Mitglieder der IG Metall in Kiel. Mit 4.778 „Nicht-Erwerbstätigen“ stehen fast 40,7 % (Stand 31.08.2003) der IG Metall Mitglieder außerhalb des Arbeitslebens. Davon sind 70 % Seniorinnen und Senioren, also inzwischen im Ruhestand.
Seit nunmehr fast 10 Jahren sind ehemalige Betriebsfunktionäre, Vertrauensleute und Betriebsräte im Seniorenarbeitskreis für den örtlichen IG Metall Vorstand beratend tätig und Aktivposten bei der Einbindung von Themen und Beteiligungsmöglichkeiten, die diesen Kreis betreffen.
Es erfolgt jedoch keine reine „Klientel-Politik“ sondern vielmehr ist es das Einmischen in aktuelle Tagesgeschehen und damit auch eine Fortentwicklung gewerkschaftlicher Antworten auf die Veränderungen unserer Zeit.
So haben im letzten Jahr die IG Metall Senioren eine Umfrage zum Thema Verbesserung der Infrastruktur und Wohnqualität für ältere Menschen durchgeführt. Es wurden ca. 3000 IG Metall Mitglieder angeschrieben und über 300 haben durch Rückmeldung des Fragebogens über 7000 Einzelinformationen mitgeteilt. Experten wurden gebeten, zu den Ergebnissen Stellung-nahmen abzugeben und es wurde ein Dialog begonnen.
Dieser Dialog soll nun am:
Dienstag, dem 14. Oktober 2003, um 17:00 Uhr,
im Lichtsaal des Kieler Gewerkschaftshauses
mit einer Veranstaltung fortgesetzt werden.
Es nehmen als Experten teil:| Klaus Exner | Vorstand der Wohnungsbau Genossenschaft Kiel-Ost e.G. |
| Ralf Hermes | Vorstand der Innungskrankenkasse Schleswig-Holstein |
| Winrich Wolke | Vorstandsvorsitzender der Coop Schleswig-Holstein |
| Thorsten Steffens | Leiter der Kripo Kiel, stellv. Leiter der Polizeiinspektion Kiel |
Ziel der Veranstaltung ist es, das Thema weiterzuentwickeln und daraus Anregungen für Gespräche mit Parteien, Organisationen und Verbänden, dem Einzelhandel und natürlich der Oberbürgermeisterin zu entwickeln.
„Wir wollen uns einmischen mit unseren Vorstellungen, um für ältere Menschen Lebensqualität zu sichern oder vielfach erst herzustellen“, so Projektleiter Lothar Franz und Wilhelm Stäcker, Vorsitzender des Seniorenarbeitskreises.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Lothar Franz (Tel.-Nr. 0431-713418) oder Heidrun Kietzer (Tel.-Nr. 0431-51951258).
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel, 1. Bevollmächtigter
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Heidelberg geht - Wie bliev - große Abschlussfeier |
Pressemitteilung Nr. 34, Kiel 27.08.2003 |
Die „Alt-Heidelberger“ und „Noch-Heidelberger“ in Kiel wollen zum Abschluss einer langen Auseinandersetzung und vor dem Eintritt der ersten 110 Beschäftigten in die Heidelberger Transfergesellschaft (HTG) noch einmal zusammen feiern.
Alle Heidelberger Beschäftigten sowie die Unterstützer und Helfer der letzten 8 Monate beim Arbeitskampf und alle diejenigen, die verschiedenste Versuche unternommen haben, die Arbeitsplätze in Kiel zu sichern, sind mit eingeladen.
Die Feier findet am Freitag, dem 29. August 2003, ab 15:30 Uhr, am und im Bauernhaus - einem Veranstaltungshaus, das unmittelbar an das Betriebsgelände von Heidelberg angrenzt - statt. Ab 15:30 Uhr wird es Kaffee, Kuchen und Spiele für die Kleinen geben, abends Gegrilltes, Getränke, Musik von einer Live-Band und vom Discjockey Rolli.
Reden stehen nicht an, aber mit Sicherheit viele Gespräche, Rückerinnerungen und auch die Möglichkeit, sich Videofilme der vergangenen Monate anzuschauen.
Wie geht es bei Heidelberg weiter: mit dem 01.09.2003 beginnt die Heidelberger Transfergesellschaft. Die Ersten werden dort hineinwechseln und es ist davon auszugehen, dass in dem Korridor der nächsten 4 bis 6 Monate sämtliche 560 Arbeitnehmer in die Transfergesellschaft wechseln. Der sogenannte „Restbetrieb“ besteht dann noch aus 380 Mitarbeitern, die überwiegend aus Forschung und Entwicklung und einem kleinen Teil Verwaltung bestehen. „Damit ist der Name Heidelberg in Kiel nicht verschwunden, aber ein Markenzeichen in Kiel ist er nicht mehr, dazu haben die Verantwortlichen von Heidelberg viel beigetragen“, so der Kieler IG Metall-Chef Wolfgang Mädel.
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall Kiel ehrt dieses Jahr 538 Jubilare |
Pressemitteilung Nr. 33, Kiel 25.08.2003 |
Auf 2 Jubilarfeiern im Legiensaal des Kieler Gewerkschaftshauses am 29. und 30. August 2003 ehrt die IG Metall Kiel insgesamt 538 Kolleginnen und Kollegen für ihre langjährige Mitgliedschaft.
Am Freitag, dem 29. August 2003, um 15:00 Uhr, wird der Staatssekretär Michael Rocca, der aus Terminverpflichtungen den Wirtschaftsminister Prof. Dr. Bernd Rohwer vertreten wird, insgesamt 108 Jubilare mit 40-jähriger Mitgliedschaft, 113 Jubilare mit 50-jähriger Mitgliedschaft und 10 Jubilare mit 75-jähriger Mitgliedschaft ehren.
Die Mitglieder mit 75-jähriger Mitgliedschaft sind: Karl Dose, Max Hirst, Hans Mehnert, Hans Rapraeger, Gustav Ruhnau, Waldemar Scholze, Wilhelm Schröder, Franz Vacek, Artur Weise und Arthur Winter. Davon haben die Kollegen Max Hirst, Waldemar Scholze und Arthur Winter ihre Teilnahme persönlich zugesagt.
Zu den Jubilaren gehören u. a. der langjährige zweite Bevollmächtigte der IG Metall Kiel, Lothar Franz - der langjährige SPD-Sekretär der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, Peter Mertineit - der ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Firma Franz von Borstel, Karl Heinz Dettmann - das Betriebsratsmitglied Gerhard Pokrandt von MAK und der Kollege Dieter Andersson von Eisen- und Stahlbau.
Die jüngeren Jubilare mit 25-jähriger Mitgliedschaft - insgesamt 307 - werden am Sonnabend, dem 30. August 2003, um 19:00 Uhr im Kieler Gewerkschaftshaus zusammenkommen. Die Festansprache wird der ehemalige Bezirksvorsitzende der „Altgewerkschaft“ ÖTV, Bernhard Fischer, halten.
Auf beiden Jubilarehrungen wird mit Günter Zeller (Tanzmusik) und Daniela Grimm (mit Liedern aus bekannten Musicals) ein flottes Unterhaltungsprogramm geboten.
Bei Rückfragen und Berichterstattungsanforderungen wenden Sie sich bitte an Heidrun Kietzer (Tel.-Nr. 0431-51951258).
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Gewerkschaftsmitglieder bestätigen mit 77,8 % Verhandlungsergebnis zum Mitarbeiterbeitrag |
Pressemitteilung Nr. 32, Kiel 25.08.2003 |
In einer Befragung aller Gewerkschaftsmitglieder auf HDW haben sich 77,8 % für den Beschäftigungspakt, der zwischen IG Metall und dem HDW-Vorstand ausgehandelt wurde, ausgesprochen. 22,2 % stimmten dagegen. An der Befragung haben sich rund 80 % aller Gewerkschaftsmitglieder beteiligt.
Am Freitag wurde die gesamte Belegschaft auf dem Werksgelände vor der Zentralkantine über ein Verhandlungsergebnis informiert, das unter Beteiligung des HDW-Vorstandes, des Betriebsratsvorsitzenden, Ernst-August Kiel, und des 1. Bevollmächtigten der IG Metall Kiel, Wolfgang Mädel, nach mehreren Gesprächs- und Verhandlungsrunden erzielt werden konnte.
„Nachdem der HDW-Vorstand die erste Verhandlungsrunde über einen Mitarbeiterbeitrag vorschnell platzen ließ, haben wir den Gesprächsfaden trotzdem nicht abreißen lassen, um mit einem Neubauauftrag den Überwasserschiffbau und damit die Gesamtwerft langfristig zu sichern“, so der Kieler IG Metallchef Wolfgang Mädel.
Die Eckpunkte des Beschäftigungspaktes sind:
1. Die Arbeitszeit wird für 2 Jahre ohne Entgeltausgleich verlängert. In 2003 = 46 Stunden, in 2004 = 138 Stunden und in 2005 = 92 Stunden. Vorrangig hat eine Verrechnung mit bestehenden Plusstunden aus den Arbeitszeitkonten zu erfolgen.
2. Das Weihnachtsgeld und das zusätzliche Urlaubsgeld wird für 3 Jahre auf einheitliche Beträge gebracht. Weihnachtsgeld = 1.100 €, zus. Urlaubsgeld = 1.150 €. Dieses gilt für alle Tarif- und AT-Beschäftigten. Für Leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder gilt eine höhere Regelung. Wer also mehr hat, wird auch mehr geben.
3. Ausgenommen von diesen Regelungen sind Auszubildende und diejenigen, die unter den zur Zeit verhandelten Interessenausgleich und Sozialplan durch Ausscheiden aus dem Unternehmen fallen, sowie die Mitarbeiter die sich in der Freistellungsphase ihrer Altersteilzeitregelung befinden.
4. Während der Laufzeit des Vertrages (v. 01.09.2003 bis 31.08.2006) sind weitere betriebsbedingte Kündigungen im Fertigungsbereich ausgeschlossen. Für alle anderen Bereiche sind vor betriebsbedingten Kündigungen alle Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung auszuschöpfen.
5. Es gilt eine Bonusregelung für den Schiffbauauftrag. Alles unter 1.070.000 Fertigungsstunden führt zu einer festgelegten Bonuszahlung für alle.
Mit diesem Beschäftigungspakt geht es natürlich darum, den anvisierten Auftrag über 4 Containerfrachter hineinzubekommen, aber die Vereinbarung verfolgt auch das Ziel, die Arbeitsorganisation sowie den Stundenverbrauch und damit den Stundensatz so zu optimieren, dass geplante Produktivitätsziele erreicht werden können.
Im Vertrag soll es dazu heißen: „Der Vorstand legt Meilensteine für Reorganisation und Produktivitätsziele fest und wird über den Fortschritt im Rahmen der regulären Wirtschaftsausschusssitzungen berichten und gegebenenfalls über weitere Maßnahmen beraten und entscheiden.“
Die Zustimmung zum erzielten Ergebnis bedeutet:
- Arbeit und Zukunftssicherung für rund 2.700 Werftbeschäftigte und Auszubildende;
- Arbeit für die Kieler Zulieferindustrie;
- Kaufkraft für Kiel und damit positive Signale dafür, dass es in Kiel weiter vorangeht.
Die Belegschaft kann nun mit Fug und Recht erwarten, dass der Eigner OEP diesem gefundenen Kompromiss zustimmt und der Aufsichtsrat dieses ebenfalls nachvollzieht. Damit könnten dann spätestens Ende September 2003 von der Werft die typischen Schläge auf Stahl wieder zu hören sein, die das Signal geben, dass auf HDW erneut Schiffe gebaut werden.
PS: Zur Information fügen wir der Presseerklärung den Stimmzettel anbei. Stimmzettel HDW (PDF, 9,3kB)
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall und HDW-Betriebsrat weisen Vorwurf, den Containerauftrag verhindert zu haben, zurück |
Pressemitteilung Nr. 31, Kiel 29.07.2003 |
In der heutigen Sondersitzung der betrieblichen Tarifkommission bei HDW hat die IG Metall und der Betriebsrat Stellung bezogen zur Entscheidung des HDW-Vorstandes, den MPC Containerschiffauftrag nicht hereinzunehmen, da die IG Metall nicht der Forderung des Vorstandes, nach einer dauerhaften Absenkung des Einkommensgefüges für alle Mitarbeiter entsprochen hat.
Die heute beschlossenen Positionen der betrieblichen Tarifkommission fügen wir im Original anbei sowie das Verhandlungsangebot, dass dem Vorstand zur Sicherung der Aufträge und Beschäftigung unterbreitet wurde.
Der Kieler IG Metall-Chef Wolfgang Mädel: „Wenn man Vorschläge unterbreitet, wie es der Vorstand von HDW getan hat, können Ergebnisse nur durch Verhandlungen erzielt werden. Dazu war die IG Metall bereit, doch schon nach drei Verhandlungsrunden zeigte sich sehr deutlich, dass der Vorstand von HDW keinen Verhandlungsspielraum zuließ, sondern nur seine Auffassung zu 100 % durchsetzen wollte. Das ist nicht nur ein schlechter Stiel, sondern auch unzumutbar. So löst man keine Probleme, sondern gefährdet eher die Werft und damit über 3.000 Arbeitsplätze.“
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
Anlagen:
Information der betrieblichen Tarifkommission
Position der betrieblichen Tarifkommission
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Überwältigende Zustimmung zum Tarifvertrag bei Panasonic |
Pressemitteilung, Neumünster 01.07.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit über 82 Prozent wurde der Tarifvertrag bei Panasonic angenommen. Über 330 Mitglieder haben Abgestimmt. Mit ja haben 275 = 82,8% gestimmt.
Peter Seeger: Dieser Streik ist für alle Beteiligten und für die IG Metall ein großer Erfolg. 4 Wochen Streik haben sich für die Beschäftigten gelohnt. Zum einen ist eine gute Abfindungsregelungen vereinbart, zum anderen haben die Beschäftigten die Möglichkeit für 12 Monate in eine Qualifizierungsgesellschaft einzutreten.
Die von Panasonic gezahlte Streikbrecherprämie in Höhe von 10 Euro steht nach einem Bundesarbeitsgerichtsurteil von 1993 auch allen Streikenden zu. Die IG Metall wird den Streikenden empfehlen, die Summe von netto 200 Euro pro Beschäftigtem einzuklagen.
Für Rückfragen stehe ich unter der Telefonnummer 0171/3047503 zur Verfügung
IG Metall Neumünster
Peter Seeger
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Autocorso und Kundgebung wegen des Panasonic-Streiks |
Pressemitteilung, Neumünster 11.07.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Tarifverhandlungen bei Panasonic werden am Donnerstag unter der Moderation des Oberbürgermeisters, Herrn Hartmut Unterlehberg, weitergeführt.
Zur Unterstützung für die Verhandlungskommission führen die Streikenden am Mittwoch, den 2.7.2003 ab 13.00 Uhr ein Autocorso durch. Beginn ist direkt vor dem Werkstor in der Lahnstraße (eine pfiffige Aktion ist vorbereitet). Zum Abschluss wird eine Kundgebung auf dem Großflecken durchgeführt. Beginn ist: 14.00 Uhr mit folgenden Rednern:
Jutta Schümann, SPD-Landtagsabgeordnete
Almut Auerbach, Bezirksgeschäftsführerin Verdi
Gerd Nickel, BR-Vorsitzender von Heidelberger
Barbara Ehmke, Vertrauensleutevorsitzende bei Panasonic.
Musikalische Begleitung kommt von Rolf Hargens (Folk-Sänger).
Zu heute: „Fast 50 Mitarbeiter von der Firma LMG aus Lübeck haben uns heute spontan besucht. Mit dieser Streikunterstützung aus anderen Orten haben wir nicht gerechnet,“ so Peter Seeger, IG Metall.
Margret Petersen, stellvertretende BR-Vorsitzende von LMG berichtete von ihrem Kampf zum Erhalt der Arbeitsplätze. Sie wünschte den Streikenden Durchhaltevermögen und viel Erfolg bei der Verhandlung am Donnerstag.
Die Rechtsanwältin des Betriebsrates, Frau Sylke Hasche, hat beim Arbeitsgericht Ordnungsgelder gegen die Firma beantragt. Panasonic hat mehrfach gegen die Auflagen des Arbeitsgerichtes zur Leiharbeit verstoßen.
Neumünster, den 1. Juli 2003
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter Telefonnummer 0171/3047503 zur Verfügung.
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DGB und SPD unterstützen Streik bei Panasonic |
Pressemitteilung, Neumünster 27.06.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Ende der 2. Streikwoche sprachen der Vorsitzende des DGB Nord, Peter Deutschland, und der Landtagsabgeordnete der SPD, Arno Jahner, zu den Streikenden. Peter Deutschland: „Mit eurem Streik zeigt ihr in der Öffentlichkeit, dass sich IG Metaller/innen nicht in die Knie zwingen lassen. Die Gewerkschaften sind einerseits Interessenvertreter für die Beschäftigten, wollen aber andererseits die Gesellschaft mitgestalten.“
Arno Jahner: „Wenn 400 Beschäftigte entlassen werden, ist dies ein enormer Kaufkraftverlust. Kämpft für euren Tarifvertrag, damit ihr wenigstens einen kleinen Ausgleich für die Entlassung erhaltet.“
Weitere Gäste auf der Streikversammlung waren der Geschäftsführer der IG BCE, Bodo Wilms, der BR-Vorsitzende von Pelz in Wahlstedt, Stefan Heinrich und der ehemalige BR-Vorsitzende der Matsushita-Firma, Torsten Flügge. Er wies insbesondere darauf hin, dass im Oktober 2002 die Beschäftigten von MBM bei der Schließung eine weitaus höhere Abfindung erhalten haben, als jetzt das Angebot von PASD ist.
Peter Seeger, IG Metall: „Durch diese 2 Wochen Streik und die Vermittlung des Oberbürgermeisters haben wir jetzt in der nächsten Woche am Donnerstag einen Verhandlungstermin erreicht. Für uns ist dies ein erster Erfolg.“
Der Streik wird am Montag wie geplant fortgesetzt. Über die weiteren Aktionen werden wir Sie am Montag informieren.
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter Telefonnummer 0171/3047503 zur Verfügung.
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Information der IG Metall-Vertrauensleute der HDW |
Kiel, 26.06.2003 |
Gestern am 25.06.03 hat der Vorstand der HDW die Belegschaft darüber informiert, zu welchen Bedingungen ein Auftrag über vier Containerschiffe hereingenommen werden kann und wie die Werft in Zukunft positioniert sein soll.
Nach Darstellung des Vorstandes sind Aufträge für die HDW im Augenblick nur unter zusätzlichen Risiken = Verlusten zu bekommen und das heißt, dass sich die Beschäftigten, die Politik (Bund und Land) sowie der Anteilseigner mit erheblichen Beiträgen beteiligen müssen.
Die IG Metall-Vertrauensleute der HDW haben in einer Zusammenkunft, die im Anschluss an die Belegschaftsversammlung stattgefunden hat, dieses Problem beraten und sind zu einer ersten Stellungnahme gekommen:
- Es ist unstrittig, dass sich unsere Werft in einer schwierigen Situation befindet.
- Es ist auch unstrittig, dass wir dringend neue Aufträge brauchen.
- Wir wollen Arbeit, aber nicht um jeden Preis!
- Wenn es Verhandlungen gibt, müssen die Bedingungen durch Daten und Fakten klar nachvollziehbar sein.
- Tariffragen werden in der betrieblichen Tarifkommission beraten.
- Ein Verhandlungsauftrag für Tariffragen wird von den IG Metall-Mitgliedern erteilt.
- Ein Entgegenkommen gibt es nur, wenn dabei mehr Sicherheiten für die Beschäftigten herauskommen.
Die Vertrauensleute haben festgelegt, dass die Gewerkschaftsmitglieder sich sehr zeitnah zu Tariffragen äußern werden. Daher ist geplant, in der nächsten Woche 10 Veranstaltungen der IG Metall-Mitglieder durchzuführen. Selbstverständlich können an dieser Veranstaltung auch interessierte Nicht-Mitglieder teilnehmen; aber Tarifangelegenheiten entscheiden nun einmal die IG Metall-Mitglieder. Sie sind es ja schließlich, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen und tatkräftigen Unterstützungen das Zustandekommen von Tarifverträgen ermöglichen.
Tarifverträge gelten für die Mitglieder der Tarifvertragsparteien: das sind auf der einen Seite der Verband Nordmetall mit seinem Mitglied HDW, und auf der anderen Seite die IG Metall mit ihren Mitgliedern.
Bisher hat der Vorstand entschieden, dass alle HDW-Beschäftigten nach Tarif bezahlt werden, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass das Unternehmen nicht verpflichtet ist, diese Bezahlung auch zukünftig zu leisten.
Die Mitteilung über die Zeiten und Orte der Informations-Veranstaltungen werden kurzfristig bekannt gegeben.
Wolfgang Mädel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall
Ernst A.. Kiel, stellv. Vertrauenskörperleiter
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Am Freitag 27.Juni 2003, 2. Urabstimmung bei Heidelberg |
Pressemitteilung Nr. 30, Kiel 26.06.2003 |
Für Freitag den 27. Juni 2003 ruft die IG Metall ihre Mitglieder bei Heidelberg zur
2. Urabstimmung über den durchgeführten Arbeitskampf auf.
Es geht um die Bewertung des erreichten Verhandlungsergebnisses und damit um die Beendigung oder Fortsetzung des Arbeitskampfes.
Die Urabstimmung wird vor dem Werkstor um 05.30 bis 13.00 Uhr beim Containerdorf durchgeführt.
Die Auszählung erfolgt unmittelbar danach und wird voraussichtlich um 13.15 Uhr öffentlich bekannt gegeben.
Die Tarifkommission der IG Metall hat am Montag und Dienstag dieser Woche im Betrieb durchgeführte Informationsrunden mit der Belegschaft ausführlich diskutiert, dass Ergebnis in seiner Gesamtheit bewertet und empfiehlt den IG Metall Mitgliedern den Arbeitskampf zu beenden.
Im Stimmzettel heißt es:
In der Nacht vom 20. auf den 21.06.2003 wurde in der 9. Sitzung der Einigungsstelle unter dem Vorsitz des LAG-Richters Herrn Dr. Helmut Nause ein Sozialplanergebnis inklusive einer Transfergesellschaft erzielt.
Dieses Ergebnis ist verbindlich.
Es ist ein Kompromiss, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Es enthält alle Forderungsteile unserer Tarifbewegung, d. h. höhere Abfindungssummen wie in 2002, sowie eine besser ausgestattete Transfergesellschaft mit Qualifizierungsmöglichkeiten und längere Kündigungsfristen für die gewerblichen Arbeitnehmer. Die erforderliche Erklärung vom Heidelberger Vorstand, im Zusammenhang mit der Tarifauseinandersetzung keinen Mitarbeiter zu maßregeln oder Schadenersatzansprüche zu stellen, liegt schriftlich vor.
Die Tarifkommission vertritt die Auffassung, dass mit einer Fortsetzung des Arbeitskampfes das Ergebnis nicht verbessert werden kann. Deshalb empfiehlt die Tarifkommission, den Arbeitskampf zu beenden.
Nachrichtlich: Das Volumen des Verhandlungsergebnisses beträgt 41,9 Millionen Euro und beinhaltet Abfindungszahlungen, eine bis zu 24 Monatige Transfergesellschaft und längere Kündigungsfristen für die gewerblichen Arbeitnehmer. Nach dem scheitern des Interessenausgleiches am 30.04.2003 war die Hoffnung aller „Heidelberger“ den Vorstand zur Arbeitsplatzerhaltenden Maßnahmen zu bewegen letztendlich gegen „Null“ gelaufen und die Auseinandersetzung auf die Bedingungen konzentriert worden.
Durch die Verlagerung der NexPress Produktion nach Rochester/USA und der PreePress Produktion nach Wiesloch bei Heidelberg werden 560 Arbeitsplätze in Kiel verloren gehen. Für die verbleibenden 380 Arbeitsplätze insbesondere im Entwicklungsbereich war der Heidelberg Vorstand nicht bereit eine Bestandssicherung bis 2005 abzugeben und auch nicht bereit bei eventuell eintretenden Problemen den jetzt gefundenen Sozialplan zur Geltung zu bringen.
Die Tarifauseinandersetzung hat mit Überreichung der Forderung im Dezember 2002 seinen Anfang gehabt und der Streik wurde nach einer Reihe von Gerichtsprozessen am 17.März 2003 begonnen und nach 25 Streiktagen am 23.April 2003 vorerst unterbrochen um auf dem Verhandlungswege Ergebnischancen ausloten zu können.
Wenn die Mitglieder der IG Metall die Empfehlung der Tarifkommission annehmen, wird nach über 6 Monaten eine für die Kieler IG Metall längsten betrieblichen Auseinandersetzung beendet.
„Das Ergebnis verleitet keinen zu jubeln oder von einem super Ergebnis zu sprechen. Richtig ist, es ist besser als der Sozialplan 2002 und dieses auch unter heute schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber es bedeutet auch, dass nun die Wahrheit, die Einstellung und die Verlagerung der Produktion und damit der Verlust von 560 Arbeitsplätzen in Kiel eintreten.“ So der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel.
Es war keine normale tarifliche Auseinandersetzung, sondern eine mit viel Sympathie unterstützte Auseinandersetzung, die für die Wirtschaftsregion Kiel ein besseres Ergebnis verdient hätte. Nach wie vor wäre es richtiger gewesen die 41,9 Millionen Euro für die Sicherung der Arbeitsplätze in Kiel auszugeben, anstatt damit ein „Nach Heidelberg“ organisieren zu müssen. Die Verantwortung für den Kieler Kahlschlag trägt ganz alleine der Vorstand von Heidelberg, aber auch der Hauptanteilseigner RWE, der trotz aller Versuche nicht zu bewegen war, die strategischen Entscheidungen zu verändern.
Für die Kieler Heidelberger wird es deshalb ein neues Motto geben:
„Heidelberg geht - Wie bliev“
Rückfragen können Sie richten an, Wolfgang Mädel, Telefon mobil: 0171/24 17 05 2
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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2. Streikwoche beginnt bei Panasonic |
Pressemitteilung, Neumünster 23.06.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit viel Schwung hat die 2. Streikwoche bei Panasonic begonnen. Ab 7.00 Uhr wurde das Lager in der Gadelander Straße von knapp 50 Streikenden besucht. Die Streikenden verzögerten mit dieser Aktion die Auslieferung von Material und einigen Autoradios. Gegen 12.00 Uhr wurde die Aktion beendet.
Parallel fand die regelmäßige Streikversammlung statt. Klaus-Dieter Bink, DGB-Regionsvorsitzender: „Matsushita darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen - anständige Arbeit erfordert einen anständigen Tarifvertrag.“ Weitere Redner waren: Sieglinde Hupke, Betriebsrätin bei Grundfos in Wahlstedt, sowie Gert Wäthje, BR-Vorsitzender der Firma Stock Guss. Beide überbrachten die solidarischen Grüße der Belegschaft und wünschten den Streikenden Durchhaltevermögen.
Morgen werden etwa 80 Streikende die Panasonic-Betriebe in Hamburg besuchen.
Die IG Metall lädt für Mittwoch, den 25.6.03 zu einem Soli-Streikfest ein. Beginn ist um 16.00 Uhr mit einem Kinderfest (Schminktisch, Hüpfburg, Clown, usw.) Ab 18.00 Uhr gibt es Bauchtanz und um 19.00 Uhr spielt die Gruppe „moss-project“ (Blue Highways)..Wir laden Unterstützer und Interessierte ein..
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter Telefonnummer 0171/3047503 zur Verfügung.
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Heidelberger Aktionstag am Freitag 20.06.2003 soll ein Verhandlungsergebnis beschleunigen |
Pressemitteilung Nr. 28, Kiel 19.06.2003 |
Aus Protest über den „Schneckenartige Bewegung“ der Arbeitgeberseite im 8. Einigungsstellentermin sind der größte Teil der Heidelberger Belegschaft am Mittwoch nach einer Informationsrunde in der Kantine um 11:00 Uhr vorzeitig nach Hause gegangen.
„Der Unmut ist so groß dass eine Streikaufnahme nicht ausgeschlossen ist, sollte am Freitag im 9. Einigungsstellentermin unter dem Vorsitz des Landesarbeitsrichters Dr. Helmut Nause aus Hamburg es nicht endlich Bewegung auf der Arbeitgeberseite geben“, so der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel.
Bislang verliefen die Verhandlungen auf der Arbeitgeberseite auf der Standspur obwohl sich die Betriebsratsseite entsprechend der Aufforderung des Einigungsstellenvorsitzenden erheblich von der Ursprungsforderung weg bewegt hat.
„So geht es nicht weiter wir sind auf der Überholspur und die Arbeitgeber verharren auf der Standspur in der Hoffnung das Problem erledigt sich von selbst“ drückte Gerd Nickel Betriebsratsvorsitzender auf der Infoveranstaltung die Stimmung zusammen.
Um neue Bewegung zu erzeugen ruft die IG Metall die Beschäftigten und deren Familienangehörige
zum Heidelberger Aktionstag am Freitag, dem 20.06.2003 auf.
Um 10.15 Uhr werden sich die Teilnehmer vor dem Werkstor sammeln und um 10:30 abmarschieren über die Eckernförder Straße bis zum Hotel zur Post, dem Sitzungsort der Einigungsstelle. Vor dem Tagungslokal wird eine Kundgebung durchgeführt mit einer Berichterstattung über den Verlauf der Verhandlungen.
„Wir sind auseinander aber nicht unüberbrückbar. Es kann jedoch nicht angehen, dass die Arbeitnehmerseite sich in Millionensprüngen zu einem tragfähigen Ergebnis bewegt und auf Arbeitgeberseite geht dieses nur in Tausendersprüngen.“
Vertragsbruch hat Heidelberg begangen, die Arbeitsplätze will Heidelberg in Kiel vernichten obwohl es andere Lösungen geben würde. Dann müssen zu mindestens die Geldbeträge und eine Transfergesellschaft für die Entlassenen in akzeptabler Höhe oberhalb des letzten Sozialplans von 2002 drin sein, denn entgegen dem letzten Jahr geht es jetzt darum ein „Leben nach Heidelberg neu aufzubauen“
Jeder Manager wird 10mal besser behandelt, wie Heidelberg Beschäftigte mit langen Betriebszughörigkeiten versucht abzuspeisen.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Illegale Beschäftigung bei Panasonic - Arbeitserlaubnisse fehlen |
Pressemitteilung, Neumünster 18.06.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach Informationen der Betriebsratsvorsitzenden haben Mitarbeiter des Arbeitsamtes die Ausweise von 7 Japanern, die bei Panasonic arbeiten, überprüft. Diese Mitarbeiter wurden kurzfristig aus Japan eingeflogen, um Streikbrecherarbeiten durchzuführen.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass keiner dieser 7 Mitarbeiter eine Arbeitserlaubnis vorlegen konnte.
Peter Seeger, IG Metall-Geschäftsführer: „Ich gehe davon aus, dass diese Mitarbeiter in den Produktionsprozess eingegliedert sind. Damit würden sie illegal beschäftigt. Die Geschäftsführung von Panasonic verstößt hierbei eindeutig gegen geltende Gesetze.“
Die IG Metall erwartet von Herrn Matsuda, dem Geschäftsführer, diese illegale Beschäftigung sofort einzustellen und die 7 Japaner aus dem Betrieb zu nehmen..
Neumünster, den 18. Juni 2003
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter Telefonnummer 0171/3047503 zur Verfügung.
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Streik bei Panasonic in Neumünster |
Pressemitteilung, Neumünster 17.06.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
der zweite Streiktag ist hervorragend gelaufen. Es wird jeden Tag um 7.00 Uhr eine Streikversammlung durchgeführt.
Auf der heutigen Streikversammlung hat der Betriebsratsvorsitzende von General Electric, Stefan Kaikowski, seine solidarischen Grüße überbracht. Er hat den Streikenden mitgeteilt, dass die Beschäftigten der AEG (GE) hinter den Mitarbeitern von Panasonic stehen.
Der Geschäftsführer der IG Metall Kiel, Wolfgang Mädel, hat in der Streikversammlung Erfahrungen aus dem Streik von Heidelberger geschildert. Er sprach den Anwesenden Mut zu.
Morgen am Dienstag um 7.00 Uhr werden folgende Betriebe vertreten sein:
HDW Kiel, Wernal Aluminiumtechnik Neumünster,
Freitag Electronic Trappenkamp
Es werden jeweils die Betriebsratsvorsitzenden sprechen.
Neumünster, den 17. Juni 2003
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter Telefonnummer 0171/3047503 zur Verfügung.
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Urabstimmung bei Panasonic in Neumünster |
Pressemitteilung, Neumünster 11.06.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Tarifkommission hat gestern die Tarifverhandlungen bei Panasonic für gescheitert erklärt. In drei Tarifverhandlungen hat die Geschäftsführung nur ein Minimalangebot vorgelegt.
Aus diesem Grund findet am Donnerstag und Freitag die Urabstimmung statt. Alle abstimmungsberechtigten Mitglieder der IG Metall bei sind aufgerufen an der Urabstimmung teilzunehmen und sich für einen Streik zu entscheiden.
„Die Geschäftsführung von PASD zwingt uns diesen Schritt zu gehen. Wenn mindestens 75 % für einen Streik stimmen, wird es bei PASD zu einem Arbeitskampf kommen“, so Peter Seeger, Geschäftsführer der IG Metall Neumünster.
„Die Geschäftsführung von Panasonic hat die Tür zugeschlagen und will uns mit einem Billigangebot abspeisen. Dies werden wir nicht hinnehmen“, Katrin Walkenhorst, Betriebsratsvorsitzende bei PASD.
Die Bekanntgabe des Ergebnisses der Urabstimmung erfolgt kurz nach 12.00 Uhr am Freitag, den 13. 6. 2003 direkt vor dem Werkstor. Hierzu laden wir Sie recht herzlich ein.
Für Rückfragen stehe ich unter folgender Telefonnummer zur Verfügung: 0171-3047503.
Neumünster, den 11. Juni 2003
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
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Warnstreik bei Panasonic in Neumünster |
Pressemitteilung, Neumünster 04.06.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei der Firma Panasonic in Neumünster sollen, wie bekannt, 400 Arbeitsplätze vernichtet werden. Die IG Metall hat gegenüber der Geschäftsführung einen Tarifvertrag zur Abwicklung gefordert. Bei den Forderungen geht es um verlängerte Kündigungsfristen, Abfindungen und Qualifizierungsmaßnahmen.
In der dritten Tarifverhandlung am 3. Juni 2003 hat die Geschäftsführung der Verhandlungskommission der IG Metall ein Angebot vorgelegt.
„Dieses Angebot ist eine Provokation für die Beschäftigten. Ein Weltkonzern, wie Matsushita, wird nicht mit einem Trinkgeld davonkommen. Die Beschäftigten haben Anspruch auf einen akzeptablen Tarifvertrag,“ so Geschäftsführer der IG Metall Peter Seeger.
Aus diesem Grund führt die IG Metall am Donnerstag, den 5. Juni 2003 einen Warnstreik durch. Die Hauptkundgebung findet um 13.30 Uhr vor dem Werkstor, Lahnstraße, statt. Es sprechen: Peter Seeger, Katrin Walkenhorst (BR-Vorsitzende), Barbara Ehmke (VK-Vorsitzende) u. a.
Wir würden uns freuen einen Ihrer Mitarbeiter begrüßen zu können.
Für Rückfragen stehe ich unter folgender Telefonnummer zur Verfügung: 0171-3047503.
IG Metall
Verwaltungsstelle Neumünster
gez. Peter Seeger
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Heidelberger Kundgebung am 04.Juni 2003 um 08.00 Uhr vorm Werkstor in Kiel |
Pressemitteilung Nr. 27, Kiel 03.06.2003 |
„Wir sind noch da! Haben uns noch nicht aufgegeben! Der Streik ist noch nicht beendet und das letzte Wort über die Bedingungen der Betriebsschließung ist noch nicht geredet und entschieden“, mit diesem Tenor findet in bester Streiktradition der 25 Streiktage am 04.06.2003 um 08.00 Uhr vor dem Werkstor bei Heidelberg in Kiel eine Kundgebung statt.
Reden werden u. a. die IG Metall Vertrauenskörperleiterin Susanne Kardell, der Betriebsratsvorsitzende Gerd Nickel, der IG Metall Verhandlungsführer von der Bezirksleitung Küste Christian Schoof und der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel.
Wie an den Streiktagen werden ab 05.30 Uhr vor dem Werkstor die Streikleitung und Streikhelfer die Ausgestaltung vornehmen, der Rote Blitz der IG Metall und ein Pritschenwagen als Bühne vorbereitet, sowie der Aufruf zur Kundgebung an die zur Arbeit kommenden verteilt.
Um 08.00 Uhr beginnt die Kundgebung.
Anlass ist die 8.te Verhandlungsrunde in der Einigungsstelle, die am 05.06.2003 im Hotel zur Post ab 09.30 Uhr beginnt. Die Verhandlungen könnten vor einer Zielkurve stehen, wenn denn die Verhandlungsbeauftragten von Heidelberg verstanden haben, dass es schlichtweg mehr kosten muss, dass die 562 betroffenen Beschäftigten jetzt ihre Zukunft ohne Heidelberg organisieren müssen, obwohl ihnen noch im letzten Jahr vertraglich anderes zugesagt wurde.
In dem Aufruf zur Kundgebung heißt es:
Trotz unserer guten und wirtschaftlich fundierten Argumente und trotz des Benchmarks, das eindeutig für uns spricht, hält der Vorstand an seinem Beschluss zur Teilschließung fest. Inzwischen gibt auch er zu, dass der Transfer nach Rochester - wenn er überhaupt gelingt - mit erheblichen Kosten verbunden sein wird. Selbst ein Angebot von 70 Millionen Euro seitens Regierungen und Belegschaft ließ den Vorstand ungerührt.
Wir halten an unseren Tarifforderungen fest. Der Arbeitgeber hat es nach wie vor nicht für nötig befunden, mit uns Tarifverhandlungen zu beginnen. Um die Verhandlungen in der Einigungsstelle zu erleichtern, haben wir bisher den Streik ausgesetzt. Damit sind wir dem Arbeitgeber einen großen Schritt entgegen gekommen, natürlich auch in der Erwartung, dass er das honoriert. Am Donnerstag gibt es erneut einen Termin der Einigungsstelle, bei dem er dazu Gelegenheit haben wird.
Zeigen wir, dass wir es weiterhin Ernst meinen
„In der Einigungsstelle geht es um die Themen: Abfindungssummen für den Verlust des Arbeitsplatzes, um eine Qualifizierungs- und Transfergesellschaft um die Neuausrichtung - das nach Heidelberg - zu ermöglichen, bzw. dabei zu helfen und weiterhin auch um Management by Out - Lösungen, um Arbeit in Kiel behalten zu können. Konkrete Vorschläge sind dazu vom Betriebsrat und der IG Metall vorgelegt worden.
„Nach wie vor wäre es richtiger Geld auszugeben für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Kiel, anstatt für deren Vernichtung. Die Beschäftigten, der Bundeswirtschaftsminister und das Land Schleswig-Holstein waren dazu bereit, nur nicht Heidelberg selbst. Aber dieses würden bei dem Heidelberg Vorstand gleich kommen „Eulen nach Athen zu tragen“, so Wolfgang Mädel. „Es ist ein Trauerspiel was hochbezahlte Manager sich erlauben dürfen und erst im Insolvenzfall, siehe Hagenuk, Metallgießerei Poppe, Maschinenfabrik A.G. Koch oder Babock dann zu öffentlichen und rechtlichen Konsequenzen führt. Leider meistens mit geringem Erfolg, aber immer mit bitteren Ergebnissen für die Arbeitnehmer“
Rückfragen können Sie richten an, Wolfgang Mädel, Telefon mobil: 0171/24 17 05 2
Mit freundlichen Grüßen
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall Küste will soziale Reformen |
Medien Information 41/2003, Hamburg |
Teichmüller fordert Wechsel in der Finanzierung des Sozialstaates
(Hamburg, den 24. Mai 2003) Die IG Metall Küste fordert einen grundlegenden Wechsel in der Finanzierung des Sozialstaates. Außerdem sollen gesellschaftlich stärkere Gruppen sich wieder mehr an dessen Finanzierung beteiligen. „Wir brau-chen eine erfolgreiche Reform, die alle Gruppen angemessen einbezieht!“, sagte Frank Teichmüller, Bezirksleiter der IG Metall Küste, heute auf der Kundgebung des DGB zur „Agenda 2010“ in Hamburg. Zugleich kritisierte er die Agenda 2010 der Bundesregierung als unausgeglichen und unsozial. „Wer nur die Ausgabensei-te betrachtet, blendet die Wirklichkeit aus“, so Teichmüller. Bei einer Arbeitslosig-keit von bis zu 34 Prozent (Anklam) führe die Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für älter Arbeitslose nicht zu mehr Beschäftigung, sondern zu mehr Armut. Zudem seien nur Arbeitnehmer und Arbeitslose von den Agenda-Vorschlägen betroffen.
Der Bezirksleiter sprach sich dafür aus, mehr Leistungen aus der Sozialversiche-rung über Steuern zu finanzieren. Das jetzige System bestrafe arbeitsintensive Be-triebe und belohne High-Tech-Unternehmen mit geringem Personaleinsatz. So könne man Arbeit billiger machen, ohne die Leistungen für die Betroffenen zu sen-ken. „Gesellschaftliche Aufgaben müssen von der Gesellschaft getragen werden, nicht nur von Sozialversicherungsbeitragszahlern!“ Gesellschaftliche Probleme, wie die demografische Entwicklung, würden so von allen getragen werden.
Teichmüller warnte davor alleine die Lohnnebenkosten zu betrachten. „Die Kür-zung von ein paar Prozenten führt nicht automatisch zu mehr Wachstum und neu-en Arbeitsplätzen!“ Vielmehr sei es notwendig ebenfalls über Innovationen, Quali-tätsverbesserungen und einer Optimierung der Arbeitsorganisation nachzudenken. „Wir müssen besser werden, nicht billiger!“
In der Steuerpolitik forderte der Gewerkschafter eine Senkung des Eingangssteu-ersatzes und ein Festhalten am Spitzensteuersatz. Zudem müsse eine „Luxus-Steuer“ eingeführt werden. „Wer für einen Maybach 350.000 € bezahlt, zahlt auch 400.000 €.“ Die Steuerpolitik der letzen 20 Jahren habe zu den Haushaltslöchern geführt, die jetzt beklagt werden. „Es muss Schluss sein mit Umverteilung von un-ten nach oben!“ Durch eine gerechte Steuerpolitik, die jeden Bürger nach seiner Leistungsfähigkeit heranzieht, würde auch Geld für notwendige Investitionen, wie zum Beispiel in die Bildung, zur Verfügung stehen.
Medien Information 41/2003
Fri/hi (2.356 Zeichen)
Daniel Friedrich
Tel.: 040/28 00 90-37
Mobil: 0170/33 33 126
daniel.friedrich@igmetall.de
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Pressemitteilung Nr. 26, Kiel 07.05.2003 |
Als am 13. Mai 1993, also vor zehn Jahren, der erste Streik des Kfz-Handwerkes in Schleswig Holstein begann, hatte wohl niemand erwartet, dass er erst am 09. Juli 1993 erfolgreich enden würde.
Der Kfz-Streik in Schleswig Holstein war der längste Streik im bundesdeutschen Handwerk. Nach genau 8 Wochen und 1 Tag Streik konnten die über 350 Kolleginnen und Kollegen aus 30 Kfz-Betrieben, darunter 14 im Bereich der IG Metall Verwaltungsstellen Kiel und Neumünster, mit Stolz ihre Arbeit wieder aufnehmen, denn es gab einen Tarifabschluss, der damals als vertretbarer Kompromiss in einer Urabstimmung eine große Mehrheit fand. Aus heutiger Sicht ist das damalige Ergebnis deshalb besonders bedeutsam, da die IG Metall gleichzeitig ihre Tariffähigkeit unter Beweis gestellt hat.
Mit einer Veranstaltung am Sonntag, dem 11. Mai 2003, von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr, im Kieler Gewerkschaftshaus, Restaurant Legienhof, will die IG Metall Kiel und Neumünster an den Streik erinnern, Dank sagen und über den Tariferfolg, der immer noch nachwirkt sich austauschen.
Für diese 10 Jahre Erinnerung wurde eine Broschüre und ein Videofilm erstellt, die bei Interesse gerne bei uns abgefordert werden können.
Eingeladen sind alle IG Metall-Mitglieder aus der Kraftfahrzeugbranche sowie insbesondere die damaligen am Arbeitskampf aktiv Beteiligten.
Weitere Informationen sowie die Broschüre und den Videofilm können Sie bei unserem Handwerkssekretär, Michael Börngen, erhalten (Tel.-Nr. 0431-51951256, Handy: 0171-3049841).
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Pressemitteilung Nr. 25, Kiel 02.05.2003 |
Die betriebliche Tarifkommission der Heidelberger Druckmaschinen AG, Werk Kiel, hat in ihrer heutigen Sondersitzung bei einer Gegenstimme den Beschluss gefasst, den in der Zeit vom 24.04. bis 02.05.2003 ausgesetzten Streik vorläufig weiter bis einschließlich Mittwoch, den 07.05.2003 auszusetzen.
„Nach dem Scheitern der Interessenausgleichsverhandlungen am 30.04.2003 und der damit verbundenen Entscheidung die Verlagerung der NexPress-Produktion nach Rochester (USA) nicht mehr verhindern zu können, will die Tarifkommission alle Chancen, die im Rahmen der Sozialplanverhandlungen und der gestellten Tarifforderungen möglich sind, damit weiter ausloten und verhandeln“, so der I G Metall Verhandlungsführer Christian Schoof.
Vor einer Entscheidung (weitere Streikaussetzung oder Wiederaufnahme des Streiks) soll ein Meinungsbild der Belegschaft, insbesondere der IG Metall Mitglieder eingeholt werden. Außerdem soll eine Entscheidung über die Aufnahme des Streiks davon abhängig gemacht werden, ob der Heidelberger Vorstand im nächsten Termin der Einigungsstelle am Dienstag, den 06.05.2003 ein verhandlungsfähiges Angebot im Rahmen der Sozialplanverhandlungen vorlegt.
Die Tarifkommission erwartet, dass im Rahmen einer verbindlichen Vereinbarung geregelt wird, dass in Kiel möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben und dass für die von Kündigung betroffenen Beschäftigten optimale Voraussetzungen für den Aufbau einer neuen beruflichen Existenz geschaffen werden. Hierzu gehören verlängerte Kündigungsfristen, Qualifizierungsmaßnahmen, eine Transfergesellschaft und Abfindungsansprüche.
In weiteren Tarifkommissionssitzung, am Montag, den 05.05.2003 und Dienstag, den 06.05.2003 jedoch spätesten am 07.05.2003 wird im Lichte der Diskussion mit Belegschaft und Mitgliedern der IG Metall und des Verhaltens des Unternehmens in der Einigungsstelle am 06.05.2003 über das weitere Vorgehen erneut beraten und entschieden.
„Der Streik ist erst zu Ende, wenn durch ein tragbares Ergebnis in einer erneuten Urabstimmung dieses die IG Metall Mitglieder entschieden haben, so der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel, „keiner im Heidelberg Vorstand sollte glauben, nur weil sie die 1. Runde mit einem Punktsieg gewonnen haben, dass damit die Streikenden KO sind. Es sind schon mehrere Monate gewonnen worden und ein Kampf hat mehr als eine Runde.“
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall unterbricht bei Heidelberg vorerst den Streik |
Pressemitteilung Nr. 24, Kiel 22.04.2003 |
Mit einer Streikunterbrechung , beginnend ab Donnerstag, den 24.04. bis Freitag, den 02.05.2003 will die betriebliche Tarifkommission der IG Metall neue Gesprächs- und Verhandlungssignale setzen, um den nach wie vor ungelösten Konflikt beim Kieler Werk lösbar zu machen.
Der Streik befindet sich mit dem heutigem Tag im 22 Streiktag und damit in der sechsten Kalenderwoche.
„Nach dem im heutigen Einigungsstellentermin keine Annäherung zum Erhalt der Arbeitsplätze erreicht werden konnte und das Scheitern der Einigungsstelle bevorstand, wollen wir mit der einseitigen Maßnahme - den Streik zu unterbrechen, Gespräche und Verhandlungen auf allen denkbaren Ebenen erneut erreichen und den 5.Termin der Einigungsstelle am 30.04.2003 frei von allen Drucksituationen machen“, so der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel
Mit diese sehr unkonventionellen Entscheidung wollen wir ein deutliches Signal setzen und einen eventuell letzten Zweifel, Betriebsrat und IG Metall hätten nicht alles versucht, endgültig ausräumen.
Kritik muss sich der Vorstand von Heidelberg, aber auch der Eigner RWE in Essen und die vor Ort verhandelnde „Arbeitgebermannschaft“ in der Einigungsstelle vorhalten lassen, da sie keine wirtschaftliche Beweglichkeit und Verantwortung für Kiel als Standort zeigen.
Es gibt nach wie vor keine nachvollziehbaren betriebswirtschaftlichen Begründungen für die Verlagerung nach Rochester (USA) und Wiesloch und bis heute auch keine Erklärungen wie mit der Kieler Belegschaft solch ein Weg bewerkstelligt werden soll ohne dass der derzeitige Wettbewerbsvorteil im Digitaldruck verloren geht.
Es fehlt gänzlich das Angebot an die „Kieler“ was sie davon haben, wenn sie die Unternehmensstrategie mit machen und den bisherigen Job aufgeben.
Das ist nicht nur eine moralische sondern eine ebenso wirtschaftliche Frage, die bislang der Heidelberger Vorstand vollkommen ausgeblendet hat.
Wie prekär die Situation in Kiel von Arbeitnehmern gesehen wird zeigen die öffentliche Anzeige der HDW-Belegschaft: „Gesucht wird Werftvorstand“ und jetzt die zunehmenden Stimmen bei Heidelberg: „wenn der Vorstand uns nicht mehr haben will, sollten wir mit dem vorhandenen Know How einen neuen Eigner suchen“
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Streikende „Heidelberger“ fahren On-Tour nach Heidelberg und weiteren 6 Standorten in Deutschland |
Pressemitteilung Nr. 23, Kiel 11.04.2003 |
Seit 17 Tagen und damit in der vierten Woche sind über 600 Metallerinnen und Metaller bei der Heidelberger Druckmaschinen AG im Werk Kiel im Streik.
Der Fertigungsstandort Kiel soll geschlossen und damit weitere 570 Beschäftigte entlassen werden. Da aus rechtlichen Gründen der Erhalt des Standortes nicht gefordert werden kann, sind Tarifforderungen aufgestellt worden Es wird um eine bessere Absicherung durch längere Kündigungsfristen, höhere Abfindung und zusätzlichen Qualifikationsmaßnahmen die es erleichtern, einen anderen Arbeitsplatz zu finden als Forderungen erhoben worden.
Alle Versuche mit dem Vorstand von Heidelberg in eine Verhandlungssituation zu kommen, wurden bislang mit dem Hinweis: „mit dem Betriebsrat sei man bereit zu reden, aber nicht mit der IG Metall Verhandlungskommission“, abgelehnt, obwohl hier eine fast Personenidentität besteht.
Für den Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel heißt dieses ganz klar: „ Heidelberg scheut die verbindliche Regelung eines Tarifvertrages. Einen Interessenausgleich/Sozialplan kann man rechtlos machen, dieses hat der Vorstand mit dem Vertrag vom 15.07.2002 schon einmal bewiesen, einen Tarifvertrag jedoch nicht. Oder: da sitzen in Heidelberg oder beim Arbeitgeberverband NORDMETALL die Ideologen und Verhinderer, die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kreativität von Beschäftigten nicht nutzen wollen - weil nicht sein kann was nicht sein darf.“
Trotz einer Benchark Untersuchung zwischen Rochester in den USA und Kiel und einem Ergebnis dass eindeutig für Kiel spricht, will der Vorstand auf Biegen und Brechen seine Vorstellungen durchsetzen.
Die Streikenden wehren sich gegen die Logik der Manager, die in guten Zeiten von den „wertvollen Mitarbeiter“ reden, die sie aber fallen lassen, wenn es ihnen in den Kram passt.
„Wenn die nicht zu uns kommen, fahren wir eben zu denen“
Deshalb starten am Montag, dem 14.04.2003 um ca. 09:00 rund 120 Streikende mit Bussen, Flugblättern, Schokoladen-Ostereier und viel Streik- und Sachinformationen zum Stammwerk in Wiesloch und Heidelberg und an 5 weitere Heidelbergstandorte in Leipzig, Brandenburg, Amstetten, Ludwigsburg und Mühlhausen. Ein Bus ist in Richtung Essen unterwegs zur Hauptverwaltung von RWE, dem Hauptanteilseigner der Heidelberg AG.
An jedem Ort werden die Streikenden von den zuständigen IG Metall Verwaltungsstellen abends empfangen und am Dienstagfrüh ab 06:00 Uhr werden vor den Werktoren der Betriebe Flugblätter (Extra Ausgabe der Streikzeitung „wie bliev“) mit einem Schokoladen-Osterei als Aufmerksamkeit verteilt. Es werden sich anschließen Gespräche über das ISA-Consult Gutachten und über die Streiksituation mit dem dortigen Betriebsrat und der gewerkschaftlichen Vertrauensleute-Leitung.
Mit dieser Aktion werden ca. 10.000 Beschäftigte in den Heidelberg-Betrieben erreicht.
Am Mittwoch und Donnerstag werden dann Infoblätter vor 8 Kieler Betrieben verteilt und in der Kieler-Innenstadt mit Ostereier und Informationen Sympathiewerbung für die Heidelberg Belegschaft betrieben.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Einstweilige Verfügung gegen die IG Metall wegen Streikmaßnahmen bei Heidelberg in Kiel löst sich im Gerichtstermin in Luft auf |
Pressemitteilung Nr. 22, Kiel 04.04.2003 |
Die gegen die IG Metall seitens der Heidelberger Druckmaschinen AG beantragte und vom Gericht erlassene einstweilige Verfügung wegen Untersagung angeblicher Behinderungen durch Streikmaßnahmen hat sich im gestrigen Kammertermin vorm Kieler Arbeitsgericht in Luft aufgelöst. Behinderungen gab es nicht, so dass auch kein Verfügungsgrund bestand.
In der etwas heikleren Frage, ob Auszubildenden eine Streikteilnahme verboten werden kann, ist durch einen Vergleich vor Gericht diese Frage mit der klaren Zubilligung eines individuellen Streikrechts jedes Auszubildenden beantwortet worden. Die IG Metall hat gleichzeitig deutlich gemacht, dass die Frage eines unbefristeten Streikes bei den Auszubildenden nie zur Debatte gestanden hat und dass natürlich bei der Frage Streikteilnahme die erforderlichen Vorbereitungen auf Zwischenprüfungen und die Ausbildung an sich immer berücksichtigt wird.
„Klagen ersetzen eben doch keine Tarifverhandlungen und Heidelberg wie Nordmetall müsste eigentlich jetzt endlich begriffen haben, dass ein Streik nur durch Verhandlungsangebote unterbrochen werden kann“, so der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel
In dem Vergleich sind zwei weitere wichtige Themen des Streikes gleich mitgeklärt worden:
- aufgrund massiver Einschüchterungen haben Entwickler ihre Arbeitsaufnahme teilweise auf 04:00 Uhr morgens vorgezogen und gleichzeitig die Befürchtung gehabt, dass ihre Streikteilnahme eine beruflichen Benachteiligung bedeuten könnte. Vor Gericht wurde klargelegt, dass beides zu unterlassen bzw. nicht erfolgen darf.
- Von der Firma Hell Gravure Systems wurden wegen der Gefährdung aktueller Aufträge (Heidelberg ist Lieferant von Bauteilen) Notdienstarbeiten verlangt. Durch eine Regelung wurden diese auf 5 Arbeitnehmer und max. 6 Arbeitstage begrenzt, mit der Maßgabe der absoluten Freiwilligkeit.
Die Beschäftigten bei Heidelberg befinden sich mit heute im 11ten Streiktag und ein Ende ist zur Zeit nicht abzusehen. Ob der heutige dritte Termin der Einigungsstelle unter Vorsitz des Hamburger LAG-Richters Nause, die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite aufbricht ist offen, aber der Betriebsrat und die IG Metall erklären erneut, dass sie zu Gesamtverhandlungen unter Einschluß der IG Metall Verhandlungskommission auch vor der Einigungsstelle bereit sind. Die spannende Frage ist erneut: haben die Beauftragten von Heidelberg, ohne Anwesenheit eines Vorstandsmitgliedes überhaupt die Legitimation oder „Traute“ solch einen Weg zu gehen.
Das Ergebnis der Gerichtsverhandlung hat sinngemäß folgenden Inhalt:
Sowohl die Heidelberger Druckmaschinen AG als auch die IG Metall erklären zu Protokoll durch ihre jeweiligen Bevollmächtigten, dass unterschiedliche Rechtsauffassungen zum Streikrecht von Auszubildenden bestehen. Ungeachtet der unterschiedlichen Rechtsauffassungen wird folgender Vergleich geschlossen:
1.
Die IG Metall stellt durch ihre örtliche und betriebliche Streikleitung sicher,
a)
dass der Zugang zum Werk Kiel der HDM über den Haupteingang Dr. Hell-Straße für Arbeitswillige, Besucher und Lieferantenfahrzeuge dadurch gewährleistet wird, dass sich Streikposten und Streikende so aufstellen, dass eine mindestens 3 Meter breite, im Luftraum und auf dem Erdboden von Hindernissen freie Gasse, ausgehend von dem Haupteingangstor an der Dr. Hell-Straße, gewährleistet ist,
b)
dass der reguläre Ausbildungsbetrieb in der Lehrwerkstatt durch folgende Maßnahmen gewährleistet wird: Die Ausbilder behalten den Notdienstausweis bis zum 16. April 2003 (Datum der Zwischenprüfung); die Auszubildenden behalten den bereits ausgestellten Ausbildungsausweis, der eine individuelle Streikteilnahme nicht ausschließt, aber während der betriebsüblichen Arbeitszeit während des Arbeitskampfes den freien Zugang zum Werksgelände ermöglicht.
2.
HDM stellt sicher, dass Arbeitswillige auch während des Arbeitskampfes nur zwischen 06.00 Uhr und 18.00 Uhr arbeiten.
3.
HDM erklärt, dass Entwickler und sonstige Mitarbeiter durch Streikteilnahme in Ihrer weiteren beruflichen Tätigkeit nicht benachteiligt werden.
4.
Die Streikleitung wird Notdienstausweise für fünf Kolleginnen oder Kollegen für sechs Arbeitstage zur Erledigung der aktuellen Aufträge der Firma Hell Gravure ausstellen. Die Aufnahme in die Notdienstliste der Firma steht unter Freiwilligkeitsvorbehalt. Die Streikleitung erklärt, dass Notdienstausweise nicht gegen den erklärten Willen von Kolleginnen und Kollegen ausgestellt werden.
5.
HDM verzichtet auf die Rechte aus dem Beschluss des Arbeitsgerichts Kiel vom 17.März 2003 gegenüber allen Antragsgener/innen.
Rückfragen können Sie richten an, Wolfgang Mädel, Telefon mobil: 0171/24 17 05 2
Mit freundlichen Grüßen
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Der Heidelberger Vorstand will immer noch nicht verhandeln, deshalb verschärft die IG Metall nun die Gangart |
Pressemitteilung Nr. 21, Kiel 28.03.03 |
Streik bei Heidelberg wird am Montag, 31.03. unbefristet fortgesetztDie betriebliche Tarifkommission und Streikleitung der IG Metall bei Heidelberg hat beschlossen den Streik ab Montag, den 31. März 2003 ab 06:00 Uhr unbefristet fortzusetzen.
Wolfgang Mädel, Kieler IG Metall Chef: „ Seit 7 Tagen sind über 600 Kolleginnen und Kollegen im Kieler Werk von Heidelberg im Streik. Wir haben jetzt dreimal bewusst nur befristet für ein bis 3 Tage zum Streik aufgerufen, um immer wieder unser Verhandlungswillen und Bereitschaft zu bekunden. Dieses ist aber bis heute seitens des Heidelberger Vorstandes nicht honoriert worden. Deshalb wird jetzt die Gangart verschärft, in dem wir zum unbefristeten Streik für die Tarifforderungen aufrufen“
Das die Tarifkommission dennoch auch weiterhin auf Vernunft und Verhandlungen setzt wird durch folgende Aussage im Streikaufruf dokumentiert:
Wenn es zu ernsthaften Tarifverhandlungen kommt, werden Tarifkommission und Streikleitung über eine befristete Aussetzung des Streiks beraten.
Wie auch an den vergangenen Streiktagen werden auch ab der nächsten Woche jeweils täglich ab 07:00 Uhr morgens vor dem Werktor eine Streikversammlung stattfinden, in der neueste Informationen gegeben werden und Solidaritätsgrüße und Reden gehalten werden. Am Dienstag, dem 1.04. werden Vertreter von GE aus Neumünster und am Donnerstag eine Delegation von Sauer Sundstrand erwartet.
Auf das von den Streikenden eingerichtete Solidaritätskonto sind inzwischen knapp 4.000 € an Spenden eingegangen und täglich werden gefüllte „rote Glücksschweine“ als Sammelbüchsen bei der Streikleitung abgeben.
Die Solidarität die den Heidelbergern entgegengebracht wird ist riesengroß, was den Mut den Streik zum Verhandlungsziel zu bringen enorm stärkt.
Die täglich erscheinenden Streikzeitung mit den aktuellsten Informationen sind auf der Kieler Homepage nachzulesen.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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IG Metall gewinnt vor Gericht erneut – der Streik der Heidelberger ist zulässig |
Pressemitteilung Nr. 20, Kiel 27.03.03 |
Landesarbeitsgericht Kiel bestätigt Streikrecht bei Heidelberg
In der Auseinandersetzung um einen betrieblichen Ergänzungstarifvertrag bei der Heidelberger Druckmaschinen AG in Kiel, erzielte die IG Metall erneut einen rechtlichen Erfolg vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Kiel.
Das LAG hat die Berufung der Firma Heidelberg gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Kiel vom 14.3.2003 zurückgewiesen. Das Gericht hat der IG Metall in allen Punkten Recht gegeben.
- Insbesondere hat das Gericht hervorgehoben, dass die von der IG Metall zugunsten der von Entlassung bedrohten Beschäftigten erhobenen Forderungen nach verlängerten Kündigungsfristen, Qualifizierungsansprüche und Abfindungen zulässig sind.
- Auch der Umfang der Forderungen stelle keine Beeinträchtigung der bereit Unternehmerfreiheit dar. Die IG Metall habe immer wieder betont, insbesondere auch nach dem obsiegenden Urteil erster Instanz, dass sie bereit ist, über die Forderungen zu verhandeln.
- Klar sei auch, dass das Tarif- und Streikrecht der IG Metall nicht durch die §§ 111 ff. BetrVG über Interessenausgleich und Sozialplan ausgeschlossen ist. Vielmehr habe die Gewerkschaft im Falle von Betriebsänderungen / Massenentlassungen eine eigenständige soziale Verantwortung, die zusätzlich zu den Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats bestehe.
- Schließlich sei auch klar, dass ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag nicht nur gefordert, sondern auch erstreikt werden kann.
„Wir erwarten nun, dass NORDMETALL und das Unternehmen die Realitäten zur Kenntnis nehmen und endlich Verhandlungen aufnehmen!“, sagte der IG Metall Verhandlungsführer Christian Schoof.
Bis morgen (Freitag) 24:00 wird das Kieler Unternehmen weiterbestreikt.
Die betriebliche Tarifkommission wird am Freitagmittag entscheiden ob nächste Woche weiter gestreikt wird.
Wolfgang Mädel, Kieler IG Metall Chef:
„ unser derzeitiges Streikziel ist es Verhandlungen zu bekommen. Es liegt ganz alleine am Vorstand von Heidelberg ob der Streik weitergehen muss oder durch einen ernsthaften Verhandlungstermin unterbrochen werden kann. Wir sind auch ohne Streikmaßnahmen bereit zu verhandeln.“
Hintergrund
Das Unternehmen will die Produktion der NexPressmaschine nach Rochester (USA) verlegen. Insgesamt sollen dadurch 570 Arbeitsplätze abgebaut werden, obwohl Betriebsrat und Unternehmensleitung im Juli letzten Jahres einen Erhalt des Kieler Standortes vereinbart haben.
Die IG-Metall fordert von der Heidelberger Druckmaschinen AG einen Tarifvertrag über Kündigungsfristen, Qualifizierungsansprüche sowie eine Abfindungsregelung.
Rückfragen können Sie richten an, Wolfgang Mädel, Telefon mobil: 0171/24 17 05 2
Mit freundlichen Grüßen
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Einladung zum Pressegespräch am Donnerstag den 27.03.2003 |
Pressemitteilung Nr. 19, Kiel 26.03.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Donnerstag dem 27.März 2003 entscheidet das Landesarbeitsgericht in Kiel,
um 10.00 Uhr in einem Kammertermin über das Streikrecht der IG-Metallmitglieder bei Heidelberg.
Nach dem das Arbeitsgericht der IG-Metall und den IG-Metall Mitgliedern bei Heidelberg in allen Punkten das Recht auf Streik zugesprochen hat, muss sich nun das Landesarbeitsgericht auf Antrag der Arbeitgeberseite mit diesem Thema auseinandersetzen. Um Sie über das Ergebnis und die daraus folgenden weiteren Schritte zu informieren, laden wir zu einem Pressegespräch ein.
Am Donnerstag den 27.März 2003 um 15.00 Uhr i
im IG-Metall Streikbüro (Containerdorf vor dem Werkstor von Heidelberg)
Dr. Hell Straße, Kiel-Suchsdorf
Natürlich werden wir Sie auch über weitere Fragen des Arbeitskampfes und über den aktuellen Stand des Einigungsstellenverfahrens informieren.
Für das Gespräch stehen zur Verfügung:
Christian Schoof IG-Metall Bezirksleitung,
Silke Hasche Rechtsanwältin,
Wolfgang Mädel Chef IG-Metall Kiel
sowie Mitglieder der Streikleitung von Heidelberg.
Rückfragen können Sie richten an, Wolfgang Mädel, Telefon mobil: 0171/24 17 05 2
Mit freundlichen Grüßen
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Frank Teichmüller auf der Betriebsversammlung in Kiel |
Medieninformation, Kiel 25.03.2003 |
Heidelberg-Streik Vorbild für betriebsnahe Tarifpolitik der IG Metall
Die Tarifauseinandersetzung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG in Kiel könnte beispielhaft für die zukünftige Tarifpolitik der IG Metall sein. Durch betriebliche Tarifpolitik könnte der Flächentarifvertrag positiv ergänzt werden und so den notwendigen betrieblichen Bedürfnissen gerecht werden. „Dies geht aber nur, wenn die Beschäftigten notfalls ihre Interessen auch durch einen Streik durchsetzen dürfen“, sagte Frank Teichmüller, Bezirksleiter der IG Metall Küste, heute (Dienstag) auf einer Betriebsversammlung des Betriebes in Kiel, der seit letzter Woche teilweise bestreikt wird. Vor den über 1000 Beschäftigten unterstrich er, dass das Unternehmen die Schuld an dieser Eskalation trage, da es sich seit Monaten jedem Gespräch über die Zukunft der Kieler Unternehmer verweigere. Der Vorstand distanziere sich mit seiner Vorgehensweise immer weiter von seinen Beschäftigten. Der Gewerkschafter forderte das Unternehmen erneut zu Verhandlungen auf. „Die IG Metall ist jederzeit zu Verhandlungen bereit!“
Besonders bedauerlich sei es, dass der Vorstand an seinen Verlagerungsplänen festhalte, obwohl bei einem Vergleich der beiden Standorte Kiel und Rochester (USA) die Unternehmensberatung ISA Consult feststellte, dass es günstiger wäre, den Standort Kiel auszubauen, statt zu schließen. Wenn das Unternehmen trotzdem daran festhalte, dann haben die Beschäftigten einen Anspruch auf eine entsprechende soziale Abfederung. „Jahrelang haben die Beschäftigten den Erfolg des Unternehmens gesichert, sie haben mindestens eine entsprechende Abfindung verdient!“, so Teichmüller. Sollte das Unternehmen seine Politik nicht ändern, drohte er mit einer Ausdehnung des Streikes.
Teichmüller verwies auf den bundesweiten Vorbildcharakter dieser Auseinandersetzung. Er gehe davon aus, dass viele Auseinandersetzungen folgen werden, wenn Unternehmen rücksichtslos Standorte schließen wollen. „Dies ist ein geeignetes Mittel, darauf zu reagieren.“ Er sprach sich dafür aus, betriebliche Differenzierung zuzulassen, wenn diese durch betriebliche Tarifverträge zustande kämen. Grundvorausetzung sei allerdings, dass die Beschäftigten volle Arbeitskampffähigkeit erhalten. „Ohne das Recht notfalls zu streiken, wären betriebliche Tarifverhandlungen kollektives Betteln!“
Hintergrund
Das Unternehmen plant eine Teilverlagerung der Produktion nach Rochester (USA). Insgesamt sollen dadurch 770 Arbeitsplätze abgebaut werden, obwohl Betriebsrat und Unternehmen im Sommer des letzen Jahres einen Ausbau des Kieler Standortes vereinbarten. Die IG Metall fordert vom zuständigen Arbeitgeberverband NORDMETALL sowie vom Unternehmen einen Tarifvertrag über die Kündigungsfristen sowie einer Abfindungsregelung. Der Streik wird morgen (Mittwoch) um 6.00 Uhr wieder aufgenommen.
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Einladung zur Pressekonferenz am Mittwoch den 26.03.2003 |
Pressemitteilung Nr. 18, Kiel 25.03.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu einer gemeinsamen Pressekonferenz des Betriebsrates und der Geschäftsführung von Caterpillar Motoren GmbH sowie der IG-Metall Kiel laden wir Sie recht herzlich ein, für Mittwoch den 26.März 2003 um 13.00 Uhr, Gebäude 11 (Zugang über den Haupteingang des ehemaligen Verwaltungsgebäudes) Falkensteiner Straße, Kiel-Friedrichsort.
Wir möchten Sie über das Verhandlungsergebnis zur Zukunftsausrichtung von Caterpillar in Kiel informieren. Der erreichte Kompromiss dokumentiert, dass in Verhandlungen Ergebnisse erzielt werden können - Es geht auch anders - dabei sind die Highlights, Beschäftigungssicherung durch Arbeitszeitverkürzung, Begrenzung des betriebsbedingten Ausscheidens auf max. 100 Arbeitnehmer, Bildung einer Transfergesellschaft für die betroffenen Arbeitnehmer mit zusätzlichen Sozialplanabfindungen und neuen Arbeitszeitregelungen. Dieser Interessenausgleich/Sozialplan wird gleichzeitig als Tarifvertrag vereinbart.
Rückfragen können Sie richten an, Wolfgang Mädel, Telefon Mobil: 0171/24 17 05 2.
In der Hoffnung auf Ihre Teilnahme verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Streik bei Heidelberg geht weiter - NORDMETALL droht mit Aussperrung |
Pressemitteilung Nr. 17, Kiel 21.03.2003 |
Trotz des dreitägigen Streiks von Montag bis Mittwoch dieser Woche lehnen NORDMETALL und die Firma Heidelberger die Forderung der IG Metall nach Aufnahme von Tarifverhandlungen weiterhin ab.
Die Streikleitung hat deshalb beschlossen, am Montag, den 24.3.2003 um 6.00 Uhr den für den vergangenen Donnerstag und Freitag ausgesetzten Streik wieder aufzunehmen.
"Offenbar brauchen NORDMETALL und die Firma Heidelberger noch mehr Druck, um ihre unverständliche Blockadehaltung aufzugeben. Wer noch nicht einmal bereit ist, Gespräche zu führen, der stellt sich selbst ins Abseits", sagte Wolfgang Mädel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Kiel
Mittlerweile wurde bekannt, dass NORDMETALL die Firma Heidelberg ermächtigt hat, Aussperrungen durchzuführen.
"Offenbar lassen die Arbeitgeber keine Dummheit aus. Anstatt viel Wind zu machen, sollten sie ganz einfach mit uns reden," sagte Christian Schoof, Verhandlungsführer der IG Metall. „Im übrigen bestätigt NORDMETALL mit ihrem Aussperrungsbeschluss, dass wir uns in einer regulären Tarifauseinandersetzung befinden. Wir werden auf etwaige Aussperrungen angemessen reagieren“.
Heidelberg plant die Stillegung und Verlagerung der Produktion in die USA. Insgesamt sollen 770 Arbeitsplätze wegfallen. Die IG Metall fordert für den Fall, dass die Verlagerung durchgeführt wird, zugunsten der von Entlassung betroffenen Beschäftigten einen Tarifvertrag über längere Kündigungsfristen, Qualifizierungsanspruch und Abfindungen.
Für weitere Auskünfte stehen wir unter folgender Tel. Nr. zur Verfügung:
0171 / 2417 052 (Wolfgang Mädel)
0170 / 3333 367 (Christian Schoof)
IG-Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Wie bliev - Streikzeitung der IG Metall bei Heidelberger Druckmaschinen |
Pressemitteilung Nr. 16, Kiel 18.03.2003 |
Heute ist der zweite Streiktag bei der Heidelberger Druckmaschinen AG Werk Kiel. Zur Zeit befinden sich knapp 500 Kolleginnen und Kollegen im Ausstand. Im Werk wird nicht gearbeitet, nur einige wenige Vorgesetzte und Leitungskräfte halten sich im Unternehmen auf. Eine große Anzahl von Beschäftigten hat zusätzlich Urlaub genommen um einen Streikbruch zu entgehen bzw. sich damit mit den Streikenden zu solidarisieren.
Ein Neues hat die Unternehmensleitung erwirkt. Inhaltlich setzen sie sich mit der IG Metall und den Streikenden nicht auseinander, sondern nur im Gerichtswege. Erneut ist der IG Metall und diesmal der örtlichen Streikleitung eine einstweilige Verfügung ins Haus geflattert. Hier geht es um Auflagen wie ein Streik nur organisiert werden darf.
Außerdem hat das Kieler Arbeitsgericht (eine neue Kammer) der IG Metall auferlegt, Auszubildende nicht zum Streik aufzurufen. Nach der Entscheidung vom letzten Freitag, muss man sich ernsthaft Fragen, was denn die Richterin Frau Becker geritten hat, diese Verfügung zu erlassen.
Schon heute früh hat die IG Metall Widerspruch eingelegt und wartet mit großer Ruhe auf die nächste mündliche Verhandlung.
Näheres können sie den beigefügten Streikzeitungen entnehmen.
Rückfragen richten sie bitte an Wolfgang Mädel, Mobil: 0171-2417052
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
(Streikzeitung vom 18.03.2003)
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IG Metall ist berechtigt auch mittel eines Streikes Verhandlungen über die Tarifforderungen zu erzwingen |
Pressemitteilung Nr. 15, Kiel 14.03.2003 |
Arbeitsgericht erklärt Streik für rechtmäßig - Tarifautonomie ist damit bestätigt
Das Arbeitsgericht Kiel hat am Freitag, 14. März 2003 den Antrag der Firma Heidelberger Druckmaschinen AG auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Streikmaßnahmen der IG Metall zurückgewiesen.
Am vergangenen Montag noch hatte das Gericht den Streik - ohne mündliche Verhandlung - in einer Eilentscheidung für unzulässig erklärt.
Diese Entscheidung hat das Arbeitsgericht nach Anhörung der Parteien nun aufgehoben.
Das bedeutet: die IG Metall kann die Beschäftigten der Heidelberger Werks Kiel für ihre Tarifforderungen ab sofort zum Streik aufrufen.
„Das Gericht hat damit anerkannt, dass Gewerkschaften das Recht haben, die Interessen der von Entlassung bedrohten Beschäftigten durch angemessene Maßnahmen zu sichern. Notfalls auch durch einen Arbeitskampf“, sagte Frank Teichmüller, Bezirksleiter der IG Metall Küste.
Die Streikleitung hat - nach Beratung in der betrieblichen Tarifkommission beschlossen, am Montag, den 17. März 2003 die Beschäftigten der Heidelberger Druckmaschinen AG (Werk Kiel) erneut befristet zum Streik aufzurufen.
Der Streik beginnt am Montag um 06:00 Uhr und wird befristet bis Donnerstagfrüh 06:00 Uhr.
Am Montag findet um 07:00 Uhr eine Streikversammlung vor dem Werktor statt.
"Mit dieser zeitlichen Befristung wollen wir erneut dokumentieren - unser Ziel sind Verhandlungen, um zu einem tragbaren Ergebnis zu kommen." sagte der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel.
Heidelberger will oberhalb des im Juli 2002 vereinbarten Interessenausgleich, der den Abbau von 200 Arbeitsplätzen in Kiel vorsieht, weitere 570 Arbeitsplätze abbauen weil jetzt die Produktion nach USA und Heidelberg verlagert werden soll.
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten für den Fall, dass betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, längere Kündigungsfristen, einen individuellen Anspruch auf Qualifizierung und Abfindungen für die Betroffenen.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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KIEL STEHT AUF - Kundgebung am Donnerstag, 13.03. 16:00 Uhr Es geht um Arbeit und Soziales - es geht um die Wirtschaftsregion Kiel
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Pressemitteilung Nr. 14/ Kiel, 12.03.2003
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Am 06.12.2002 haben Gewerkschaftsmitglieder, ihre Familienangehörigen, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kiel bereits einmal öffentlich deutlich gemacht, dass es sich lohnt für den Erhalt aller Arbeitsplätze in und um Kiel zu kämpfen.
Die IG Metall, der Deutsche Gewerkschaftsbund und viele engagierte Politiker, Wissenschaftler, Künstler und weitere Verbände und Organisationen sind bereit sich für Arbeit und Soziales in dieser Wirtschaftsregion zu engagieren.
Um dieses auch öffentlich erneut deutlich zu machen rufen die IG Metall und der DGB Kreisregion Kiel zu einer erneuten Kundgebung auf:
Am Donnerstag, dem 13.03.2003 um 16:00 Uhr
vor dem Werk der Heidelberger Druckmaschinen AG
Dr. Hell Strasse in Kiel Suchsdorf
Es werden sprechen:
| Norbert Gansel | - Oberbürgermeister Norbert Gansel |
| Peter Deutschland | - Bezirksvorsitzender des DGB Bezirk Nord |
| Peter Kruse | - KDA-Landespastor |
| Susanne Kardel | - IGM-Vertrauenskörperleiterin bei Heidelberg |
| Thorsten Flügge | - IGM-Vertrauenskörperleiter bei Caterpillar |
| Ernst Kiel | - Betriebsratsvorsitzender bei HDW |
| Wolfgang Mädel | - 1. Bevollmächtigter IG Metall Kiel |
Für eine Musikalische Umrahmung sorgt die Happy-Schwaale Jazzband aus Neumünster.
Achtung, wichtige nachrichtliche Information:
am Freitag, dem 14.03.2003 findet beim Arbeitsgericht Kiel um 10:00 Uhr die mündliche Verhandlung zum Streikverbot bei Heidelberg statt.
Die betriebliche Tarifkommission wird noch am gleichen Tag über das weitere Vorgehen entscheiden.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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IG Metall setzt Streik bei Heidelberg wegen eines Gerichtsbeschlusses vorerst aus.
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Pressemitteilung Nr. 13/ Kiel, 11.03.2003 |
Die IG Metall hat in einer um 07:00 Uhr vor dem Werktor stattgefundenen Streikversammlung mit mehr als 500 Beschäftigten den befristeten Streik bei Heidelberg vorerst ausgesetzt.
Vorangegangen war ein vom Vorstand Heidelberg erwirkte einstweilige Verfügung des Kieler Arbeitsgerichts. Der IG Metall wurde die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen am Dienstag und Mittwoch untersagt. Im Falle der Zuwiderhandlung wurde der IG Metall ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 € , ersatzweise Ordnungshaft bis zu 6 Monaten angedroht.
Die Begründung des Beschlusses beschränken sich auf folgende Zeilen:
„Im Hinblick auf den 11. und 12. März 2003 ist der Erlass einer einstweiligen Verfügung geboten, da zu besorgen ist, dass durch die Arbeitskampfmaßnahmen an diesen beiden Tagen die Verwirklichung eines Rechts einer Partei vereitelt oder wesentlich erschwert werden könnte.“
Mit Befremden hat die IG Metall das Zustandekommen der Entscheidung aufgenommen. Obwohl bei dem Gericht in Erwartung eines möglichen Antrages der Gegenseite in einer sog. Schutzschrift die Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragt war, wurde der IG Metall rechtliches Gehör nicht gewährt.
Christian Schoof, Verhandlungsführer der IG Metall: “Wir werden Widerspruch gegen den Beschluss einlegen. Dann muss das Gericht eine mündliche Verhandlung durchführen. Diese wird wahrscheinlich am Freitag stattfinden. Das Verfahren hat grundsätzliche Bedeutung nicht nur für die Heidelberger, sondern für alle von Massenentlassung bedrohten Beschäftigten auch anderer Betriebe. Wir werden deshalb alle Rechtsmittel ausschöpfen. Für die IG Metall geht es um die Frage, ob in Zukunft ein Minimum an Chance besteht, die Interessen der von Entlassung bedrohten Beschäftigten durch angemessene Maßnahmen zu sichern. Oder die schon vorhandene Ungleichheit zwischen Unternehmensvorständen und Arbeitnehmern noch mehr zu Lasten der Beschäftigten eingeschränkt wird.
Wolfgang Mädel, Kieler IG Metall Chef:
„Der Vorstand von Heidelberg hat sich mit dieser Maßnahme noch weiter von der Belegschaft und von Kiel entfernt. Scheinbar geht es nicht mehr um Argumente und Wirtschaftlichkeit, sondern nur noch um reine Macht“
Von den Kolleginnen und Kollegen bei Heidelberg gab es in der heutigen Versammlung vor dem Tor klare Aussagen:
erst wollen sie uns los werden und jetzt zwingen sie uns mit einem Gerichtsentscheid zur Arbeit.
wenn die Generalprobe nicht ganz klappt wird die Premiere meistens super.
damit kann man uns nicht entmutigen, jetzt wissen wir wie viel wir Wert sind mit dem was wir in Kiel produzieren
In der knapp ¾ stündigen Kundgebung gab es ein vielfaches an Solidaritätsbeweisen, durch Betriebsräte Kieler Betriebe: HDW, Stryker Trauma, Gelenkwellen Werk Kiel, Caterpillar und durch Jürgen Fenske und dem ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden von ehemals Dr.Hell/Linotype Hell, Karl Altewolf. Zusammengefasster Tenor: kämpft weiter, jetzt erst recht müssen wir am Donnerstag vor Heidelberg viele Menschen überzeugen an der schon angekündigten Kundgebung der IG Metall und des DGB zu KIEL STEHT AUF teilzunehmen
Wolfgang Mädel
IG Metall
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Streikleitung der IG Metall ruft Heidelberger zum Streik auf!
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Kiel, 10.03.2003 / Pressemitteilung Nr. 12/2003 |
“Wir wollen verhandeln", deshalb rufen wir nach der eindeutigen Urabstimmung befristet
von Dienstag, 11.03.2003 ab 06:00 Uhr bis einschließlich
Mittwoch, dem 12.03.2003 24:00 Uhr zum Streik auf“,
so die Streikleitung der IG Metall bei der Firma Heidelberger Druckmaschinen AG, Werk Kiel heute auf einer vor dem Werktor kurzfristig einberufenen Kundgebung.
Aufgerufen sind alle Arbeiter, Angestellte und Auszubildenden des Betriebes.
- Um 05:30 Uhr werden sich am Dienstag Streikposten vor die Werkstore postieren.
- Mit 06:00 Uhr, dem frühesten Arbeitsbeginn beginnt der Streik.
- Um 07:00 Uhr findet eine Streikversammlung vor dem Haupttor statt mit Redebeiträgen des Verhandlungsführers und Grußworten
- Ab 08:00 beginnt die Streikerfassung in eigens dafür ausgestatteten Containern. Dort werden auch die Streikausweise ausgegeben.
Für die Streikenden wird mit dem Dienstag eine Streik-Hotline eingerichtet, um schnell Fragen und Probleme klären zu können.
In dem Streikaufruf heißt es:
Ziel der befristeten Arbeitsniederlegung ist, den Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG und den Arbeitgeberverband Nordmetall zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu bewegen.
Sollten der Vorstand und Nordmetall an ihrer Blockadehaltung festhalten und Verhandlungen weiterhin verweigern, wird der Streik in der nächsten Woche wieder aufgenommen und ausgeweitet.
Unter dem Tenor: KIEL STEHT AUF - wir kämpfen weiter um Arbeitsplatzerhalt in der Kieler Region, ruft für Donnerstag, dem 13.03.2003 die IG Metall und der DGB-Kreisregion KERN zu einer Kundgebung um 16:00 Uhr vor dem Werkgelände von Heidelberg auf.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Heidelberger Metaller sprechen sich mit 98,64 % für Arbeitskampfmaßnahmen aus
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Kiel, 07.03.2003 / Pressemtteilung Nr. 11/2003 |
Mit einem eindeutigem Votum entschieden sich die Kieler Heidelberger Metallerinnen und Metaller für Streik. Ziel ist es, Tarifverhandlungen über längere Kündigungsfristen, einen individuellen Anspruch auf Qualifizierung und Abfindungen zu erzwingen. Diese Regelungen sollen für den Fall gelten, dass es zu Produktionsverlagerung und Kündigungen kommt.
In der an zwei Tagen vor dem Betriebstor des Kieler Werkes durchgeführten Urabstimmung erklärten 580 (98,64%) der insgesamt 588 Urabstimmungsberechtigten ihre Streikbereitschaft. Nach der Satzung der IG Metall ist ein Mindestvotum von 75 % erforderlich.
„Damit sind die Weichen für einen Streik gestellt“, so der Verhandlungsführer der IG Metall Küste Christian Schoof. „Es liegt nun an Nordmetall und dem Vorstand von Heidelberg, den Weg für eine faire Tariflösung freizumachen. Dazu ist notwendig, dass sie ihre bisherige unverständliche Blockadehaltung aufgeben und mit uns in Verhandlungen eintreten.“
Die 8köpfige Streikleitung wird in Abstimmung mit der Tarifkommission (die aus 31 Ehrenamtlichen also Betriebsangehörigen und 3 Hauptamtlichen der IG Metall besteht) den genauen Streikbeginn und die Form des Streiks festlegen. Die entsprechenden Vorbereitungen laufen.
Für das Kieler Werk und die dortigen Beschäftigten wird es in der Firmengeschichte von Dr. Hell über Linotype Hell und jetzt Heidelberger Druckmaschinen AG der erste durch eine Urabstimmung aufgerufene Arbeitskampf sein.
IG Metall Kiel
Wolfgang Mädel
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Kiel, 05.03.2003 / Pressemitteilung Nr. 10
Heidelberger Vorstand hat Verhandlungschance ungenutzt verstreichen lassen |
Urabstimmung beginnt am Donnerstag, dem 06. März 2003, um 05:30 Uhr vor dem Werktor
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Der Vorstand der Heidelberger Druck AG und deren Kieler Werkleitung haben die Verhandlungschance bis Mittwoch, 14:00 Uhr, unbeantwortet verstreichen lassen. Seit dem 18. Dezember 2003 versucht die IG Metall über die Forderungen
1. Für Beschäftigte, die betriebsbedingt gekündigt werden, gilt eine Grundkündigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende. Die Grundkündigungsfrist verlängert sich um jeweils zwei Monate für jedes volle Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.
2. Beschäftigte, die betriebsbedingt gekündigt werden, haben nach Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf Qualifizierungsmaßnahmen für bis zu 24 Monate unter Fortzahlung der Vergütung. Auszubildende erhalten nach Abschluss ihrer Berufsausbildung eine Anpassungsqualifikation.
3. Beschäftigte, die betriebsbedingt gekündigt werden, haben darüber hinaus Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von zwei Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr zuzüglich Erhöhungsbetrag für Unterhaltsverpflichtung und Schwerbehinderung / Gleichstellung. in Verhandlungen zu treten.
Trotz mehrfacher Anläufe weigert sich nach wie vor Heidelberg und der Arbeitgeberverband Nordmetall zu verhandeln. „So geht man nicht mit einer Belegschaft um, das ist nur ein „Herr im Haus-Standpunkt“ und hat nichts mit einem innovativen und kommunikativen Management zu tun“, so der Kieler IG Metall-Chef Wolfgang Mädel.
Damit ist die vom Vorstand der IG Metall genehmigte Urabstimmung über das letzte Mittel - den Arbeitskampf - jetzt Fakt. Die IG Metall ruft ihre Mitglieder am Donnerstag und Freitag zur Urabstimmung auf. Wenn 75 % der Urabstimmungsberechtigten mit Ja stimmen (als Anlage haben wir den Abstimmungszettel beigefügt), wird es ab der 11. Kalenderwoche zu offiziellen Arbeitsniederlegungen im Kieler Werk kommen.
Die Urabstimmung beginnt am Donnerstag, dem 06.03.2003, um 05:30 Uhr vor dem Werkstor und wird am Freitag, dem 07.03.2003, um 14:00 Uhr beendet. Im unmittelbaren Anschluss wird öffentlich ausgezählt. Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses ist ca. um 16:00 Uhr zu rechnen.
„Wann ein Streik beginnt und wie er geführt wird, entscheidet die Streikleitung in den darauffolgenden Tagen“, sagte Christian Schoof, Verhandlungsführer der IG Metall Küste. Einen genauen Streikbeginn nannte er nicht. „Ziel ist, auch jetzt noch verhandeln statt streiken, aber am Zug ist der Vorstand von Heidelberg. Sie alleine haben es in der Hand, ob ein Streik abgewendet werden kann.“
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall ruft zu Warnstreiks für ein neues Entgeltsystem und gegen Arbeitsplatzabbau auf
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Pressemitteilung, 27.02.2003 / Nr. 9 |
Die IG Metall ruft für Freitag, den 28. Februar 2003, in Kiel die Beschäftigten von 8 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie auf, mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, ein neues Entgeltrahmenabkommen (ERA) abzuschließen. Da sich die Warnstreiks mit den aktuellen Situationen in den Betrieben automatisch verbinden, werden natürlich bei HDW, wie auch bei Caterpillar, die derzeitigen Arbeitsplatzauseinandersetzungen mit eine Rolle spielen.
Die Warnstreiks sollen die am Montag, dem 03.03.2003, in Hamburg stattfindenden Tarifverhandlungen in die Zielkurve verhelfen.
In folgenden Betrieben finden Aktionen statt:
- HDW: unter dem Titel „weg mit dem Abwrackkonzept - her mit dem Entgeltrahmenabkommen“, wird ab 11:00 Uhr am Haupttor eine Kundgebung stattfinden, die sich gleichzeitig als deutliches Signal an dem am gleichen Tag im Verwaltungsgebäude tagenden Aufsichtsrat wendet, um gegen den Arbeitsplatzabbau bei HDW zu protestieren.
- Caterpillar Motoren, Rheinmetall Landsysteme und Vossloh Schienenfahrzeug-Technik werden um 12:30 Uhr zu einem gemeinsamen Warnstreik aufgerufen mit einer anschließenden Kundgebung vor dem Westtor in Kiel Friedrichsort.
- Bei dem Gelenkwellenwerk Kiel werden alle Schichten aufgerufen, 2 Stunden vor Arbeitsende vorzeitig in das Wochenende zu gehen.
- L-3 Communikations ELAC Nautik werden die Beschäftigten ab 12:00 Uhr vorzeitig das Arbeitsende einläuten.
- Lindenau-Werft - die Vertrauensleute rufen die Belegschaft auf: „Wir können nicht klein beigeben! Geht um 12:00 Uhr nach Hause und verbringt als gemeinsames Zeichen ein langes Wochenende mit Eurer Familie.“
- Bei Raytheon Marine werden über den gesamten Vormittag die IG Metall-Vertrauensleute in den Abteilungen und Bereichen Informationsrunden durchführen, um über ERA zu informieren.
Was ist ERA?
Die Tarifvertragsparteien hatten sich im Tarifabschluss im Frühjahr 2002 verpflichtet, bis Ende 2002 das Entgeltrahmenabkommen abzuschließen.
Die Arbeitgeber haben dies durch provokante Gegenforderungen verhindert und die IG Metall gezwungen, die Verhandlungen abzubrechen. Ab 2003 sollte in den Betrieben mit der Einführung begonnen werden. Ab 2008 sollte er dann verbindlich in allen verbandsgebundenen Betrieben eingeführt werden.
ERA löst die alten Lohn- und Gehaltstarifverträge ab und bringt moderne Regelungen u.a. zur Eingruppierung und Leistungsgestaltung. Ein Schwerpunkt ist die Abschaffung der Trennung von Arbeitern und Angestellten bei der Eingruppierung.
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Heidelberg-Vorstand lässt leichtfertig Vermittlungsgespräch beim LAA-Präsidenten scheitern
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Pressemitteilung, 25.02.2003 / Nr. 8 |
Warnstreik und Urabstimmung rücken damit immer näher
Das zweite Vermittlungsgespräch am Montag, dem 24. Februar 2003, beim
LAA-Präsidenten Seutemann haben die Beauftragten des Heidelberg-Vorstandes gewollt scheitern lassen. Scheinbar war ihnen das Zwischenergebnis des bei ISA-Consult beauftragten Gutachtens zu heikel, um es weiter zu diskutieren. Ihre lapidare Erklärung: „Danke für die Vermittlung, aber wir sehen sie als gescheitert an.“
Was sagt das Zwischenergebnis des Benchmarking zwischen Rochester und Kiel?
Wir würden gerne umfangreich berichten , aber den in der Anlage beigefügten „Maulkorberlass“ grenzt unseren Spíelraum ein. Wir werden aber die Hauptpunkte nicht verschweigen:
1. Es spricht nichts für Rochester, was nicht auch für Kiel spricht.
2. Die Kernkompetenzen der NexPress (digitale Druckmaschine) liegen eindeutig in Kiel und nicht in Rochester, unter anderem der Papierpfad der Maschine und insbesondere die Systemintegration. In Kiel liegt auch der überwiegende Anteil an der gesamten Wertschöpfung.
3. Eine Verlagerung der in Rochester gebauten Digimaster (schwarz weiß) nach Kiel wäre richtiger, als die Verlagerung der NexPress (Farbe) nach Rochester.
4. Das finanzielle Risiko einer Verlagerung nach Rochester ist höher, als die bislang dadurch dargestellten Einsparpotenziale.
Auch der Hinweis auf die von dem Vorstandsvorsitzenden, Herrn Schreier per Mail vom 14. Januar 2003 an den Betriebsratsvorsitzenden gemachten Äußerung: „Wenn das Benchmark pro Kiel ausfallen sollte, dann haben wir eben was umsonst geplant...., wenn es aber für Rochester ausfällt, dann haben wir Zeit gewonnen....“, hat die Arbeitgeberseite nicht bewegt.
Wie interessiert sie die Präsentation aufgenommen haben, soll folgendes Beispiel unterstreichen: Frage der Arbeitgeberseite: „Bekommen wir die Präsentation in Schriftform heute ausgehändigt?“ Antwort: „Ja.“
Zum Abschluss des Vermittlungsgespräches haben sie dieses überhaut nicht mehr abgefordert und sind ohne Exemplare von dannen gezogen. Der Betriebsrat hat daraufhin dem Vorstandsvorsitzenden ein Exemplar des Zwischenergebnisses übersandt, da seine eigenen Leute es ihm ja nicht geben konnten.
Die IG Metall-Tarifkommission hat in einer Sondersitzung heute die Situation beraten und einstimmig festgestellt, jetzt die Urabstimmung für die erste Märzwoche vorzubereiten.
„Wir wollen verhandeln und sind kompromissbereit, aber das scheint nach wie vor der Vorstand von Heidelberg anders zu sehen, deshalb werden wir jetzt unsere Kraft der 657 IG Metall-Mitglieder in die Waagschale mit hinein werfen“, so die IG Metall-Verhandlungskommission.
„Ein Arbeitskampf kann jetzt nicht mehr ausgeschlossen werden, es sei denn, Heidelberg erklärt sich endlich zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bereit, um auch im Wege solcher Verhandlungen neue Lösungen mit zu erarbeiten.
Wenn es sein muss, werden wir mit der Kraft der Belegschaft die Anteilseigner und die Belegschaft vor gravierenden Management-Fehlern schützen“, so der Kieler IG Metall-Chef, Wolfgang Mädel.
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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„KIEL STEHT AUF“
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Pressemitteilung, 24.02.2003 / Nr. 7 |
- wird mit öffentlichem Diskussionsforum am 26. Februar 03 fortgesetzt -
An die Vertreter der Medien
Sehr geehrte Damen und Herren,
die IG Metall Kiel hat zu einem öffentlichen Diskussionsforum am 26. Februar 2003, um 18:00 Uhr, in den Legiensaal des Gewerkschaftshauses Funktionäre der IG Metall, Vertreter der in Kiel ansässigen Gewerkschaften sowie alle Parteien, Wirtschaftsverbände und Vertreter von gesellschaftlichen Gruppen eingeladen. Wir erwarten ca. 100 Teilnehmer.
Von HDW, Heidelberg, Caterpillar, Orga und Wöhlk werden kurze Informationsdarstellungen gegeben und dann ist beabsichtigt, in drei moderierten Gruppen ca. 1 Stunde zu Themen
- Tarifforderungen als Handlungsinstrument gegen Arbeitsplatzabbau
Referent: Christian Schoof, IG Metall Bezirksleitung Küste
- Wirtschaftliche Gegenargrumente durch Benchmarking, Produktüberprüfung,
Risikoanalysen
Referent:: Matthias Winter, ISA-Consult
- Das vorhandene Instrumentarium nutzen, wie Beschäftigungssicherungstarif-
vertrag, Arbeitszeitkonten, Gestaltung von Arbeitszeiten
Referent: Hartmut Schulz, IG Metall Bezirksleitung Küste
zu diskutieren und Erfahrungen und Positionen festzuhalten
Wir laden Sie ein, an dieser Diskussion teilzunehmen.
Da in den drei Kieler Großbetrieben HDW, Heidelberg und Caterpillar in den nächsten Tagen und Wochen entscheidende Weichenstellungen passieren werden, soll diese Veranstaltung mit dazu dienen, weitere Anstöße zu geben und Lösungsstrategien zu ermöglichen.
Zur weiteren Information stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez: Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall dankt der Ratsversammlung für den öffentlichen Solidaritätsbeweis bei HDW
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Pressemitteilung, 21.02.2003 /Nr.6 |
O F F E N E R B R I E F
Sehr geehrte Frau Stadtpräsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren,
parallel zur Ihrer letzten Sitzung der Wahlperiode am 20.02.2003 hat das Kieler IG Metall Parlament im Gewerkschaftshaus getagt.
Sie können sich vorstellen, dass die betrieblichen Situationen einen großen Diskussionsraum einnahmen. Die Delegiertenversammlung und der Ortsvorstand dankt Ihnen, sehr geehrte Frau Stadtpräsidentin, persönlich und der gesamten Ratsversammlung für das gezeigte öffentliche Engagement zum Erhalt der Werftarbeitsplätze in Kiel.
Es war ein besonderes Zeichen, dass die Ratsversammlung sich geschlossen zum „Ort der Sorgen“ begeben hat. Wir sehen auch darin die Chance, verloren gegangene Bürgernähe zurück zu erlangen und hoffen, dass sich damit gleichzeitig die politische Kultur verbessert und die erforderliche Wahlbeteiligung im Hinblick auf die bevorstehende Kommunalwahl erreicht wird.
Die Delegiertenversammlung hat unter großem Beifall den Dank an die Ratsversammlung unterstrichen.
Mit freundlichen Grüßen
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Die Aktionen „Kiel steht auf“ werden fortgesetzt
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Pressemitteilung, 18.02.2003 / Nr. 5 |
Mit einer Mahnaktion vor dem Landeshaus am Mittwoch, dem 19. Februar 2003, von 09:00 bis 10:00 Uhr, wollen Vertrauensleute von HDW die Landtagsabgeordneten auf die dramatische Situation bei HDW aufmerksam machen. Vertreter der Betriebsräte von HDW, Lindenau, Heidelberg, Caterpillar und Raytheon Marine werden anschließend die Regierungserklärung der Ministerpräsidentin im Landtag aufmerksam verfolgen, um in die Betriebe die Position der Landesregierung und Auffassungen der Landtagsfraktionen zurück zubringen.
Die IG Metall Kiel hat für Donnerstag, den 20. Februar 2003, alle Funktionäre der IG Metall aus den Betrieben der Metallindustrie aufgerufen, um 15:30 Uhr, vor dem HDW-Haupttor an der Werftstraße mit Fahnen und Transparenten zu erscheinen, um der öffentlichen Übergabe der von den Ratsmitgliedern beschlossenen Resolution an den Vorstand von HDW beizuwohnen.
„Es ist ein symbolträchtiges Zeichen, das die Stadtpräsidentin Cathy Kietzer initiiert hat, da damit erstmalig nach fast 50 Jahren die Ratsversammlung gemeinsam zum Ort der Sorgen von vielen Menschen geht und damit wahrlich in hoher Anerkennung ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung überbringt“, so der Kieler IG Metall-Chef Wolfgang Mädel. Wir wollen daraus keine Kundgebung machen, sondern mit stillem Protest unser Motto „Kiel steht auf“ untermauern.
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Auszubildende von Heidelberger Druckmaschinen und Caterpillar Motoren machen sich öffentlich stark für den Erhalt der Ausbildungsplätze in den Betrieben
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Pressemitteilung, 18.02.2003 /Nr.4 |
Aktion am 19.02.2003, um 15:00 Uhr, beim Nordmark Sportfeld.
Die Hiobsbotschaften auch im Ausbildungsbereich reißen nicht ab.
Der Vorstand von Heidelberg will den Fertigungsstandort in Kiel schließen. Es sollen, so der Vorstand, auch keine neuen Auszubildenden eingestellt werden. Eine über 50 jährige Ausbildungs-Tradition soll so beendet werden. Die Vorgängerfirma Hell hatte ihre gesellschaftliche Verpflichtung, eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen, auch in schwierigen Zeiten, stets wahrgenommen.
Der Vorstand von Heidelberg hat sich bundesweit für die sehr gute Ausbildung feiern und auszeichnen lassen. Diese anscheinende Verantwortlichkeit der Zukunft der Jugend gegenüber ist nichts als Fassade. Jetzt will man mit einem Federstrich die Ausbildung hier in Kiel beenden.
Ähnlich sieht es bei Caterpillar aus: Mit der Bekanntgabe eines massiven Sparprogramms bei Caterpillar Motoren wurde auch die Beendigung der gesellschaftlichen und politischen Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen nördlich des Kanals verkündet. Jahrzehntelange hochwertige und von der IHK ausgezeichnete betriebliche Erstausbildung soll dem Kostensparprogramm zum Opfer fallen. Alle Versuche vom Betriebsrat, der Jugendvertretung, IG Metall und Stadt Kiel, die Ausbildung zu erhalten, wird mit einem „Erpressungsangebot“ beantwortet. Wenn Caterpillar auch nur 1 Cent bereit stellen soll, muss von öffentlichen Trägern (also von den Steuerzahlern) sowohl die hauptsächlichen finanziellen, als auch die organisatorischen Lasten getragen werden. Nur wenn der öffentliche Träger ein Gebäude von CAT kauft (Kosten 1,45 Mio. €), keine Industrietarifverträge mehr gelten und keine weiteren Kosten entstehen, nur dann ist Caterpillar bereit, ein wenig Ausbildung zu unterstützen.
Die entgültigen Auswirkungen der bei HDW geplanten Entlassungen auf die Ausbildung könnten sein, dass die derzeitige Ausbildungskapazität von insgesamt 200 auf weniger als 100 sinkt.
Arbeitsplätze gehen verloren, Ausbildungsplätze gehen verloren, die Auszubildenden werden, wenn überhaupt, nur noch befristet übernommen. Die in der IG Metall organisierten Auszubildenden wollen sich der Logik der Manager nicht beugen - wir kämpfen um unsere Zukunft.
Die Auszubildenden von Heidelberg und Caterpillar werden am Mittwoch, dem 19. Februar 2003, mit einer Aktion auf diese Situation aufmerksam machen. Um 15:00 Uhr beim Nordmark Sportfeld (Eckernförder Straße) sollen 40 lebensgroße Plakate von Auszubildenden öffentlich ausgestellt werden, denen nach der Ausbildung wahrscheinlich nur noch der Weg zum Arbeitsamt bleibt.
Als weitere Aktionen sind ein Solidaritätskonzert am 22. März 2003 in der Pumpe unter dem Motto „Kiel steht auf - Solidaritätsmusik für Ausbildung und Zukunft der Jugend“ geplant.
Bei Rückfragen wenden Sie sich an Myriam Kagischke, Jugendsekretärin der IG Metall, Tel.-Nr. 0431-51951259 oder Handy 0170-3333379.
IG Metall
Verwaltungsstelle Kiel
gez: Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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Pressemitteilung, 27.01.2003 / Nr. 3 |
In einer heute um 10:00 Uhr in der Kantine von Heidelberg stattgefundenen Versammlung aller Beschäftigten sprachen sich die fast 1.000 Anwesenden deutlich dafür aus, den Vorstand von Heidelberg nachdrücklich aufzufordern, mit der IG Metall-Verhandlungs-kommission unverzüglich in Verhandlungen zu treten. Aus der Versammlung heraus begaben fast alle Kolleginnen und Kollegen in die Vorstandsetage und überreichten Herrn Kenn eine in der Versammlung beschlossene Resolution.
Resolutionstext:
Die Belegschaft von Heidelberger Druckmaschinen AG Standort Kiel fordert den Vorstand und den Arbeitgeberverband Nordmetall auf, unverzüglich mit der Verhandlungskommission in Verhandlungen über unsere Forderungen einzutreten.
Die IG Metall verweist auf den Sinn einer Friedenspflicht, die noch bis zum 28. Februar 2003 läuft.
„Solch ein Zeitraum soll für Verhandlungen genutzt werden, und nicht zum Abwarten“.
Ziel ist ein Verhandlungsergebnis und nicht ein Arbeitskampf. Dass die Belegschaft notfalls auch einen Arbeitskampf führen würde, hat sie mit dem zwischenzeitlich erreichten 60 %igen Organisationsgrad und der erneuten heutigen Aktion dokumentiert.
Das es nicht nur um Heidelberg geht, sondern auch um Caterpillar, um HDW und weitere Kieler Betriebe - also um die Arbeitsplätze in Kiel - will die IG Metall noch im Februar in einer Betriebsrätezusammenkunft beraten und eine Vernetzung herstellen.
Bilder von der Aktion können Sie bei der IG Metall, Heidrun Kietzer (Tel.-Nr. 0431-51951258), abfordern.
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
Bilder der Veranstaltung sind hier als Powerpoint Datei zu finden.
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Nordmetall lehnt Verhandlungstermin bei Heidelberger ab
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Pressemitteilung, 24.01.2003 / Nr. 2 |
Der Arbeitgeberverband Nordmetall hat - in Absprache mit ihrem Mitgliedsunternehmen Heidelberger Druckmaschinen AG Werk Kiel - am 23.01.2003 die Forderung der IG Metall-Tarifkommission, am 27.01.2003 zur ersten Verhandlung über einen Tarifvertrag zusammen zu kommen, abgelehnt. Obwohl Hauptakteure des Unternehmens in Kiel vor Ort sind, weil an diesem Tag das vor dem Arbeitsgericht vereinbarte Vermittlungsgespräch durch den LAA-Präsidenten Seutemann stattfindet, sind sie nicht bereit, mit der IG Metall-Verhandlungskommission zu sprechen.
„So geht man nicht mit einer Verhandlungskommission um. Wir vertreten die Interessen der Beschäftigten bei Heidelberg, die mehrheitlich - mit weiter zunehmender Tendenz - Mitglied der IG Metall geworden sind. Die Forderung nach einem Tarifvertrag wird von den Beschäftigten breit getragen.
Offenbar geht es dem Vorstand von Heidelberg darum, ohne Rücksicht auf die Interessen der Beschäftigten und gegen jede wirtschaftliche Vernunft, Kiel zu Gunsten von Rochester (USA) zu opfern.
Schlechte Argumente werden durch Gesprächsverweigerung nicht besser. Wenn man gute Argumente für die eigenen Auffassungen hat, kann man auch ruhigen Gewissens verhandeln.
„Die Verhandlungsablehnung führt nicht zur Entspannung, sondern eher zu einer unnötigen Verschärfung der Situation“, so der Verhandlungsführer Christian Schoof von der IG Metall Bezirksleitung.
In ihrer heutigen Zusammenkunft entschied die Verhandlungskommission, die Belegschaft am Montag über den Sachverhalt zu informieren und die weitere Vorgehensweise zu beraten.
Der Vorstand von Heidelberg sowie die Entscheider bei Nordmetall sind gut beraten,
den Zeitraum der tariflichen Friedenspflicht bis zum 28.02.2003 nicht auszureizen.
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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IG Metall will bei Heidelberg schnell die Tarifverhandlungen aufnehmen
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Pressemitteilung, 14.01.2003/Nr. 01 |
Die 35-köpfige IG Metall-Tarifkommission beschloss in ihrer heutigen Zusammenkunft, den Arbeitgeberverband Nordmetall und den Vorstand der Firma Heidelberg schriftlich aufzufordern, unverzüglich in Tarifverhandlungen zur Sicherung der Interessen der Beschäftigten einzutreten.
Vor dem Arbeitsgericht war am 10.1.2003 ein Vermittlungsgespräch mit dem Präsidenten des Landesarbeitsamtes (LAA) am 27.1.2003 eine betriebswirtschaftliche Prüfung durch ISA-Consult und eine frühestens ab 1.3.2003 mögliche Einigungsstelle über einen Interessenausgleich zur Zukunft des Kieler Standortes vereinbart worden.
Bislang liegt der IG Metall vom Arbeitgeberverband Nordmetall nur ein lapidarer Brief vom 6.1.2003 vor, in dem es heißt:
"Wir beziehen uns auf ihr Schreiben vom 18.12.2002, in dem Sie um Aufnahme von Verhandlungen für einen firmenbezogenen Tarifvertrag gebeten haben. Wir haben die Firma Heidelberger Druckmaschinen AG diesbezüglich bereits angeschrieben und werden in Kürze die von Ihnen angesprochene Situation erörtern. Sodann werden wir erneut mit Ihnen Kontakt aufnehmen."
"Das reicht uns nicht", so der Verhandlungsführer der IG Metall Christian Schoof von der IGM Bezirksleitung, "wir können uns vorstellen, am 27.1. - vor dem Vermittlungsgespräch mit dem LAA-Präsidenten - die erste Verhandlung durchzuführen, denn die "Entscheider" im Vorstand von Heidelberg müssen ja dann in Kiel sein", so Christian Schoof.
Für die Verhandlungen hatte die Tarifkommission eine achtköpfige Verhandlungskommission gebildet, bestehend aus: Christian Schoof aus der IG Metall Bezirksleitung, Gerhard Nickel, BR-Vorsitzender, Susanne Kardel, IGM-VK-Leiterin sowie Hans-Detlef Scharbeutz, Oliver Kraemer, Bernd Horst, Peter Werner Kieler Gewerkschaftssekretär und dem Kieler IG Metall- Chef Wolfgang Mädel.
Die betriebliche Tarifkommission hatte schon vor Weihnachten 2002 folgende Tarifforderungen beschlossen und dem Arbeitgeberverband Nordmetall und der Firma Heidelberg übermittelt:
1. Für eine betriebsbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber gilt eine Grundkündigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende. Die Grundkündigungsfrist verlängert sich um jeweils zwei Monate für jedes volle Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.
2. Beschäftigte, die betriebsbedingt gekündigt werden, haben nach Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf
- Qualifizierungsmaßnahmen für alle Beschäftigten bis zu 24 Monate unter Fortzahlung der Vergütung. Auszubildende erhalten nach Abschluss ihrer Berufsausbildung eine Anpassungsqualifikation
- sowie auf eine Abfindung in Höhe von zwei Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr zuzüglich Erhöhungsbetrag für Unterhaltsverpflichtung und Schwerbehinderung/Gleichstellung. Die Vorschriften der §§ 111 ff BetrVG bleiben unberührt.
3. Über Art und Inhalt der Qualifizierung entscheidet eine paritätische Kommission auf der Grundlage der Aus- und Weiterbildungswünsche der Beschäftigten. Bei Nichteinigung entscheidet die Einigungsstelle.
Die Qualifizierungsmaßnahmen werden in den vorhandenen Betriebsstätten durchgeführt.
Die Firma Heidelberger Druckmaschinen AG trägt die Kosten der Qualifizierungs-maßnahmen.
Die Aufstellung weiterer Forderungen hat sich die Tarifkommission vorbehalten.
Dass Verhandlungen durch die IG Metall gewollt und getragen werden, haben die Mitgliederzuwächse untermauert. Seit Oktober bis heute hat sich die Mitgliederanzahl mehr als verdoppelt, wir liegen fast bei einem 60 % igen Organisationsgrad, so Wolfgang Mädel.
Der Arbeitgeberverband Nordmetall und der Vorstand von Heidelberg sollten nicht durch Verweigerung oder Verzögerungstaktik mit dem Feuer spielen, sondern konstruktiv den geworfenen Tarifball aufgreifen.
IG Metall - Tarifkommission der Firma Heidelberger Druckmaschinen AG, Kiel
IG Metall Verwaltungsstelle Kiel
gez. Wolfgang Mädel
1. Bevollmächtigter
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