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IG Metaller bei Avaya

Protest der Avaya-Betriebsräte in Italien gegen Pesonalabbau

Rom/Mailand, 4. Februar 2010 Nach der Übernahme von Nortel Enterprise plant nun Avaya einen Personalabbau um 400 Personen. In Italien betrifft das 20 von insgesamt 106 Arbeitsplätzen. Die Avaya-Betriebsräte von Rom und Mailand kritisieren dies und haben in einer gemeinsamen Resolution Widerstand angekündigt.
Die Geschäftsleitung vor Ort habe den Personalüberhang damit begründet, dass die voraussichtlichen Erlöse der Unternehmenssparte ex-Nortel Enterprise für 2010 unter dem liegen werden, was das Management von Nortel selbst vor dem 21. Dezember 2009 angekündigt hatte.
Die Betriebsräte müssen sich nun anhören, dass es Avaya nicht möglich gewesen sei, die „Bücher“ zu überprüfen, als ob es keine Vorschriften für die Durchführung der so genannten Due Diligence (Sorgfaltspflicht) geben würde.

Diskussionsforum

Das Diskussionsforum ist bereinigt worden. Vielen Dank für das Verständnis.

Alternativ kann auch das Forum Metaller bei Avaya (Anmeldung erforderlich) unter folgendem Link genutzt werden.

Community Forum

Sozialverträglich?
Socially reconcilable?

In diesen Tagen werden an den Avaya-Standorten in Deutschland insgesamt fast 100 betriebsbedingte Kündigungen an zum Teil langjährige Mitarbeiter übergeben.

Viele andere sind bereits vorher "frei- willig" in eine Transfergesellschaft gewechselt oder haben Aufhebungs- verträge unterschrieben.

In einem neuen Inform werden u.a. auch die Gedanken eines Betroffenen wiedergegeben.

Gruppenbild mit Heuschrecke
Group picture with locust

Bad Orb, 18. September 2009 Schon gute Tradition ist das Treffen von Betriebsräten und anderen Gewerk-schaftern in der IG Metall Bildungs- stätte.

Diesmal stand die Diskussion über die kommende Aufspaltung des Unternehmens im Mittelpunkt.

Wie sind die Zukunftschancen der Unternehmen zu bewerten?

Welchen Einfluß können die Arbeitnehmervertreter auf den Umgestaltungsprozeß gewinnen?

Gemeinsam für ein gutes Leben
Conjoint for a good life

Frankfurt 5. September 2009 Avaya-Mitarbeiter aus ganz Deutschland treffen sich in der "IG Metall-Arena".

Unter dem Motto "Macht Politik für die Mehrheit der Menschen" beteiligten sie sich am Samstag zusammen mit rund 45000 Menschen am Aktionstag der IG Metall.

Während Bertold Huber "einen grundlegenden Kurswechsel in Wirtschaft und Politik" als Lehre aus der Finanzmarktkatastrophe fordert, machen unsere Kollegen mit ihrem Transparent aufmerksam auf die aktuelle Situation bei Avaya.

In den nächsten Wochen werden die "betriebsbedingten" Kündigungen erwartet. Auch einige der Anwesenden sollen nach dem Willen des Unternehmens ihren Arbeitsplatz verlieren.

Tarifverhandlungen bei Avaya USA mit Erfolg abgeschlossen

USA 3. Juni 2009 Die Tarifverhandlungen von CWA mit Avaya sind erfolgreich beendet worden. Unter anderem wurde vereinbart:
- Arbeitsplatzzusicherung für alle Arbeitsplätze – keine Entlassungen in den nächsten 9 Monaten.
- Lohnerhöhung: Im ersten Jahr pauschal; Im zweiten Jahr 2,75%; Im dritten Jahr 2,75%.
- Für die Aktiven Mitglieder medizinische Gesundheitszuschüsse – keine Prämien, keine Selbstbeteiligung
- Fortsetzung der Finanzierung des Rentenplans und Rentenerhöhung für Aktive
- Für die Pensionäre medizinische Gesundheitszuschüsse ähnlich wie bei den aktiven Mitgliedern
Aus den Berichten über die Verhandlungen ist erkennbar, dass diese Ergebnisse durch die fortschreitende Mobilisierung der Call Center erzielt werden konnten, die der Avaya Geschäftsleitung zeigte, dass Unterstützung durch die Belegschaft vorhanden war.

Danke, wir haben schon verzichtet!
Thanks, we already have abandoned!

Frankfurt 29. Mai 2009 Um weitere Kosten zu einzusparen will die Avaya-Geschäftsleitung ihren MitarbeiterInnen in die Tasche greifen. Durch Kurzarbeit und unbezahlten Urlaub soll die Belegschaft – zum Wohle der Anteils-
eigner - Verzicht üben.
Viele Beschäftigte von Avaya-Frankfurt gaben am Freitag den 29. Mai der Geschäftsleitung darauf eine Antwort. In der Mittagspause trugen sie zusammen, worauf man in den letzten
Jahren bei Avaya schon verzichten musste. Das waren z.B. unbezahlte Überstunden, keine Tariferhöhung oder Arbeit von zu Hause.
Diese Mittagspause war nicht nur deswegen mal was anderes. Zu einem gemütlichen Beisammensein bei gutem Wetter spendierte die IG Metall auch gegrillte Wurst und Getränke.
Aus den Beiträgen wird ein geeignetes Plakat entstehen, damit der Geschäftsleitung noch lange in Erinnerung bleibt, was sie der Belegschaft so alles zumutet.
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Tarifverhandlungen in den USA

USA 13. Mai 2009 Zur Zeit finden in den USA Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft CWA und Avaya statt. Auf http://www.cwa-comtech.org/barg_mobe/ berichtet die Gewerkschaft täglich darüber. Da diese kurzen Berichte sehr aufschlussreich sind, finden Sie hier den übersetzten Text. (Wir ergänzen diese Berichte täglich, deshalb lohnt es sich häufiger da rein zu schauen). Eine nicht ganz überraschende Erkenntnis: Ohne Aktionen und Mobilisierung der Belegschaft bewegt sich auch dort das Avaya-Management nicht. Deshalb endet jeder Bericht mit dem Appell „Mobilisieren, Mobilisieren, Mobilisieren!“

1. Mai auch in Köln


Jetzt kennt Frankfurt Avaya
Now Frankfurt knows Avaya

Frankfurt 1. Mai 2009 Viele MitarbeiterInnen von Avaya nutzten die Demonstration und Kundgebung am 1. Mai in Frankfurt um Avaya unter den ca. 6000 Teilnehmern bekannt zu machen. Siegfried Winter von den IGM-Vertrauensleuten und Betriebratsmitglied hatte Gelegenheit auf der Kundgebung über die Verhältnisse zu berichten, mit denen die KollegInnen bei Avaya konfrontiert sind.
„Sie kennen Avaya nicht?“, so fragten wir auch auf einem Flugblatt, das verteilt wurde. Hier wird die Geschichte der Firma aufgeführt, die noch unter T&N oder Telenorma nicht nur in Frankfurt wohl bekannt war. „100 Jahre ein produktives Unternehmen! 10 Jahre Investoren und Profitkapitalismus pur!“ So wird es zusammengefasst und beschrieben wo wir heute stehen.

Dies war unsere Botschaft zum 1. Mai in Frankfurt:
Auch bei Avaya! Widerstand gegen Arbeitsplatzvernichtung und Profitgier.

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Frankfurt 29. April 2009 Ein neues Inform kann runtergeladen, gelesen und weiter verteilt werden.

A new Inform can be downloaded read and spread.

Wir zahlen nicht für eure Krise! Auch nicht bei Avaya!
We don’t pay for your crisis! Not either at Avaya!

28. März 2009 Das wurde von diesem Tag berichtet: 25 Tausend in Frankfurt, 30 Tausend in Berlin, mehrere 10 Tausend in London, 20 Tausend in Wien wehren dagegen, dass die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf dem Rücken derer ausgetragen werden sollen, die sie nicht zu verantworten haben. In Frankfurt waren auch KollegInnen von Avaya und zeigten, dass die Verantwortlichen und die Profiteure Namen haben (im Bild aussen rechts). Und noch etwas ist allen klar: Das ist erst der Anfang und es wird keine Ruhe geben. Auch nicht bei Avaya.
Mehr Information dazu unter www.28maerz.de .

IGM Seminar: Vorbereitung auf entscheidende Phase für Avaya-Mitarbeiter
IGM seminar: Prearrangement to the crucial phase for Avaya employees

Bad Orb 22. März 2009 Die gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen werden bei Avaya weitere Initiativen und Aktionen starten, um den geplanten Kurs des Avaya Managements zu durchkreuzen. Darauf einigten sich die 44 Teilnehmer (aus mehreren deutschen und euro-
päischen Avaya-Standorten) des IG Metall Seminars am vergangenen Wochenende in Bad Orb. Die weiter gestiegene Teilnehmerzahl zeigt, dass das Interesse und die Erwartungen groß sind. In diesem Rahmen traf sich auch die führende Spitze des Europäischen Betriebsrates (EBR).
Über das bisher bekannte Volumen von Personalabbau hinaus, sollen bereits weitere Maßnahmen geplant sein. In einer Resolution richten sich die
Seminarteilnehmer deshalb auch an den EBR, mit der Bitte, von Avaya Klarheit zu verlangen und Alternativen zum geplanten Kahlschlag zu entwickeln. Zum Seminarende war jedem bewusst, dass wir in den bevorstehenden Monaten eine entscheidende Phase für Avaya und seine MitarbeiterInnen erleben werden.

Unteres Bild: Einige der heutigen EBR Delegierten (A. Tognetti, 2.v.l., H.P. Preller, S. Winter, P. Hofer, M. Rösch) zusammen mit den Initiatoren zur Bildung eines EBR zu Tenovis-Zeiten. (J.C. Bracq,1.v.l., U. Höppner, 3.v.l., N. Kettner, 4.v.l.)

In eigener Sache: Klarstellung
Mit E-Mail der IGM-Community vom 5. Februar 2009 wurde die Belegschaft von AVAYA unter anderem zu Kundenbesuchen aufgefordert. Diese E-Mail stammt nicht von der IGM oder dem Vertrauenskörper der IGM bei AVAYA. Die darin ent- haltene Anregung zu Kundenbesuchen wird von der IGM und dem Vertrauenskör- per der IGM nicht mitgetragen.

EDS und Avaya - gemeinsam gegen Profitgier
EDS and Avaya – Joint Opposition against the Greed for Profit

Hannover 5. März 2009 Ca. 1.200 Beschäftigte von Avaya und des IT-Diesntleisters EDS in Deutschland haben am Rande der Computermesse CeBIT gegen Spar- pläne und Stellen-
abbau demonstriert. "Maßlose Profit-
orientierung, Arbeitsplatzabbau und Gehaltskürzungen sind die Trends in der IT-Branche, die immer mehr Beschäftigte zu spüren bekommen", kritisierte Helga Schwitzer vom IG-Metall-Vorstand.
"Die ehemalige Vorreiterbranche ist zur Nachahmbranche von unsauberen Lösungen geworden."
Die Belegschaften waren an verschie-
denen Standorten in Warnstreik getreten, um an der Protestaktion in Hannover teilzunehmen.

Avaya lehnt Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab
Avaya Dismisses Negotiations on Collective Labor Agreement at the Moment

Frankfurt 24. Februar 2009 Die IG Metall hatte den Geschäftsleitungen von Avaya am 5. Februar 2009 die Forderungen für einen Sozialtarifvertrag übermittelt.
Wir hatten eine Frist bis zum 13. Februar 2009 für die Aufnahme von Verhand- lungen gesetzt und andernfalls vorsorglich das Scheitern der Verhandlungen erklärt.
Mit Ablauf der Frist erreichte uns dann eine Antwort der Geschäftsleitungen von Avaya. Die Geschäftsleitung verweist auf die Verhandlungen mit dem Gesamt- betriebsrat und fordert die IG Metall auf, zunächst das Ergebnis der Verhand- lungen mit dem Gesamtbetriebsrat abzuwarten. Im übrigen sei man terminlich mit den Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat ausgelastet.
Mit anderen Worten: Eine Bereitschaft zur Verhandlung mit der IG Metall besteht zurzeit nicht.
Wir haben gegenüber der Geschäftsleitung in einer kurzen Antwort unsere For- derungen bekräftigt und sie nochmals aufgefordert, mit uns in Verhandlungen einzutreten.
Wir haben immer betont:
Die Verhandlung mit dem Gesamtbetriebsrat ist der gesetzlich von der Ge- schäftsleitung einzuhaltende Weg im Falle eines umfangreichen Personalabbaus. Aber zu Warnstreiks kann der Betriebsrat nicht aufrufen. Er verfügt innerhalb des Verhandlungsprozesses über begrenzte Möglichkeiten, die eigenen Interessen auf Arbeitsplatzerhalt und möglichst gute Regelungen im Falle eines Arbeitsplatz- verlustes durchzusetzen. Es kommt aber darauf an, den Willen der Belegschaft unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen. Wenn wir mehr durchsetzen wollen, werden wir auch das Mittel des Warnstreiks nutzen müssen.

Betriebsversammlung Köln
Works meeting Cologne

Köln, 3. Februar 2009 Ein recht guter Bericht von der Betriebsversammlung - incl. eigener Gedanken zu dem was die Redner sagten - war im Diskussionsforum zu lesen. Hier noch einmal zum Nachlesen.

27.1. Warnstreik Aktionen auch in Hamburg und Stuttgart
1.27. Warning Strike also in Hamburg an Stuttgart

In Hamburg waren mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen zum Warnstreik vor der Tür. In einer spontanen Demonstration zog sie einmal um den Block. Die meisten haben nicht ausgestochen, sondern richtig gestreikt. Man beachte, dass das neue Avaya-Logo auf dem T-Shirt.

In Stuttgart fand eine Betriebsver-
sammlung statt, bei der diesmal J. Gallmann persönlich erschienen ist. Wie man hört mit einem Securitas Mitarbeiter als Beschützer. Die Bude war voll und die Kolleginnen und Kollegen hatten einige Fragen zu stellen. Es wurde berichtet, dass Herr
Gallmann mindestens dreimal die Fassung verloren habe, nachdem er zur Kenntnis nehmen musste, was bei den Kunden vertrieblich so abgeht. Wir wünschen ihm viel Glück beim Wiederfinden seiner Fassung.

Film von den Warnstreikaktionen

Hier gehts zum Film über die Aktionen vom 27.1.09

Der Protest gegen Avaya-Politik erreicht die Öffentlichkeit

Frankfurt 28. Januar 2009 Am 27.1.09 fanden an den meisten Avaya Standorten in Deutschland Warnstreikaktionen statt und die Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen war gut. Noch stärker als bisher war es Ziel, die öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen, was auch gelang. Von den folgenden Standorten liegen Berichte und Bilder vor. Von den anderen werden wir später berichten.
Frankfurt

Der Warnstreik begann um 10 Uhr mit einer Auftraktkundgebung vor der Avaya-Hauptverwaltung. In einem ca. einstündigen Demonstrationszug liefen dann ca. 350 MitarbeiterInnen von der Kleyerstrasse durch die Stadt zum Rathaus am Römerberg. Hier fand die Abschlusskundgebung statt. Die Kolleginnen und Kollegen gedachten in einer Schweigeminute des Todes von Norbert Mayer, der allen in den Stunden des Kampfes und der Freude für immer fehlen wird.
Siegfried Winter (Avaya), Martin Weiß (IGM) und Katinka Pönsgen (2. Bevollmächtigte IGM Frankfurt) sprachen zunächst, dann auch der Vorsitzende der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main Harald Fiedler. Der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Boris Rhein (CDU) brachte in seiner Rede den Ärger der Stadt Frankfurt über die Avaya Geschäftspolitik zum Ausdruck. Als Avaya-Kunde sei die Stadtverwaltung betroffen und das politische Frankfurt werde die Arbeitsplatzvernichtung nicht einfach hinnehmen.
Ein Flugblatt wurde an die Bevölkerung verteilt, mit dem über den Konflikt bei Avaya informiert wurde.
Von der Warnstreikaktion berichtete das Hessische Fernsehen, die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse.
Düsseldorf

Über 30 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf der IGM und versammelten sich vor dem Firmengebäude.
Köln

Hier waren es wieder 90 MitarbeiterInnen die von 10:00 bis 12:00 Uhr am Warnstreik teilnahmen. Der Demonstrationszug „um den Block“ führte an der Stadtsparkasse und an verschiedenen Medienbetrieben vorbei, die in dem Gewerbegebiet ansässig sind.
Leipzig

Bei AVAYA Leipzig haben von den 45 MitarbeiterInnen 36 beim Warnstreik von 10.00-12.00 Uhr mitgemacht.
Berlin

Die Beteiligung und Stimmung war super, 27 Leute waren draußen, die Arbeit lag damit faktisch mehr als eine Stunde still. Noch in der letzten Woche hatten die KollegInnen einen Vertrauenskörper gebildet und es gibt auch schon weitere Eintritte in die IGM. Eine Pressemitteilung wurde herausgegeben.

IGM ruft zum Warnstreik auf

Frankfurt 26. Januar 2009 Die IGMetall ruft an vielen Standorten die MItarbeiterInnen und Mitarbeiter von Avaya Deutschland (alle Avaya Gesellschaften) für Dienstag den 27. Januar 2009 zu einem Warnstreik auf. Einzelheiten sind bei der lokalen IGM Verwaltungsstelle und/oder bei den betrieblichen Vertrauensleuten zu erfahren. Hier fiinden Sie einen Flyer, der über die rechtliche Situation bei Warnstreik und Streik informiert: Warnstreik

IGM-Tarifkommission reagiert auf Avayas Kahlschlagpläne

Frankfurt 9. Januar 2009 Angesichts des von der Avaya-Geschäftsleitung für 2009 geplanten Kahlschlags macht die IGM-Tarifkommission einen Vorschlag, wie die Interessen der Mitglieder und damit der Belegschaft effektiver verteidigt werden können. Die Verhandlungen mit der Geschäftsleitung sollen erweitert werden und zwar mit der Forderung nach einem so genannten „Sozialtarifvertrag“. Dieser enthält Elemente, wie sie der Betriebsrat für einen Sozialplan fordern kann, hat aber einen wichtigen Vorteil. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, kann und darf die Gewerkschaft die Belegschaft zu Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen, was der Betriebsrat nicht darf. Damit besteht für eine solidarische und kampfbereite Belegschaft die Möglichkeit mehr zu erreichen.
Am 8.1.09 traf sich die Avaya-Tarifkommission und formulierte die Elemente eines solchen Sozialtarifvertrages. Hauptinteresse zielt auf die deutliche Reduzierung der Abbauzahlen, auf den Erhalt aller Standorte und auf eine klare Zukunftssicherung. In den nächsten Tagen finden IGM-Mitgliederversammlungen statt, auf denen die Kolleginnen und Kollegen darüber diskutieren werden. Am Ende wird hauptsächlich die Frage stehen, ob IGM und Belegschaft kampffähig ist.
Die Tarifkommission ist sich bewusst, dass ein solcher Sozialtarifvertrag nicht in Konkurrenz zu Betriebsratsforderungen verhandelt wird, sondern mit den Betriebsräten genauestens abgestimmt sein muss, um ein gemeinsames, erfolgreiches Vorgehen zu ermöglichen.


19.01.09 Mitgliederversammlung Frankfurt
21.01.09 Mitgliederversammlung Köln
02.02.09 Tarifkommission

Unfassbar, Norbert Mayer ist tot!

Frankfurt 6. Januar 2009 Norbert Mayer ist gestern völlig überraschend gestorben. Wir verlieren mit Norbert einen herausragenden Kämpfer für die Kolleginnen und Kollegen bei Avaya (und nicht nur dort!). Vielen von uns war er zu einem liebenswerten Freund und Vorbild geworden. Auch in schwierigen Situationen gab seine Entschlossenheit und Zuversicht uns Kraft und Mut in Solidarität zusammen zu stehen. Deshalb ist die Nachricht von seinem Tod für uns immer noch unfassbar und versetzt uns in tiefe Trauer.

Protest in Bad Kissingen

Bad Kissingen 16. 17. Dezember 2008 Avaya will nächstes Jahr jede sechste Stelle in Deutschland ver- nichten. 609 von 3.600 Mitarbeiter sollen den Arbeitsplatz verlieren, teilte die Geschäftleitung auf der Betriebsräte- versammlung im fränkischen Bad Kissingen mit. Besonders betroffen sind die Standorte Hamburg und Köln sowie der Stammsitz in Frankfurt.
Die geplanten Entlassungen sind nicht auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen, sondern sind Ergebnis der Avaya-Strategie, Vertrieb und Kundendienst zu Partnern und Entwicklungstätigkeiten in "Billiglohnländer"zu verlagern.
Dagegen protestierten etwa 500 Beschäftigte aus fast allen deutschen Niederlassungen des US-Konzerns.

Die Geschäftsleitung hatte vor den Mitarbeitern Reißaus genommen und stellte sich nicht der Belegschaft, die in Bussen aus allen Teilen Deutschlands angereist waren.







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