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IG Metaller bei Avaya

<----danach

Kampf um neuen Tarifvertrag in Italien

Rom 15. November 2008 Andrea Tognetti, ein Kollege bei Avaya Italien und Mitglied des europäischen Avaya-Betriebsrates schickt uns Bilder von einer großen Demonstration in Rom am 15.11.08. Die Gewerkschaft CGIL (Confederazione Generale Italiana del Lavoro), die auch für die KollegInnen bei Avaya zuständig ist, kämpft zur Zeit um die Erneuerung des Tarifvertrages für die Branche. Am 12. Dezember wird es einen Generalstreik aller CGIL Mitglieder geben, da die Regierung plant, CGIL zu isolieren und nur noch mit ihnen genehmen Gewerkschaften zu verhandeln.

Münchner Kollegen zeigen Gesicht für Tarifbindung bei Avaya

München 18. November 2008 Einige Münchner Kollegen nutzten die Avaya-Betriebsversammlung am 18.11.08, um zu zeigen, welches Thema ihnen zur Zeit unter den Nägeln brennt.

Zweiter Bundesweiter Warnstreiktag bei Avaya für Tarifbindung

24. November 2008 Nach zwei ergeb- nislosen Verhandlungsrunden über die Anerkennung der Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie fand bundesweit die zweite Warnstreikwelle statt.


Frankfurt: Etwas 300 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an einem Demonstrationszug mit abschließender Kundgebung.

Zur Stärkung gab es Brezeln und Wunschpunsch.

Manfred Scherbaum, Verhandlungs- führer der IG Metall, sagte: „Wenn die Geschäftsleitung das Ergebnis der Entgelttarifrunde der Metall- und Elektroindustrie als „klugen Kompro- miss“ bezeichnet, wie in einer internen Mitteilung an die Beschäftigten gesche- hen, dann sollte sie diese Tariferhöhung den Beschäftigten in einem Anerken- nungstarifvertrag auch zusagen.“
Hamburg: an einer Demonstration nahmen über 100 Personen teil.
Petrus hat sich in Sachen Wetter solidarisch gezeigt, und besten Sonnenschein beigesteuert.
Ziel der Demo war die Bundesanstalt für Arbeit.


Köln: Der Service-Desk war zum zweiten Mal vollständig geräumt. Insgesamt diskutierten fast 100 Kolleginnen und Kollegen bei Kaffee und Brötchen die anstehenden Fragen.
Leipzig: Trotz Schneetreibens harten 33 Beschäftigte für eine halbe Stunde vor der Tür aus. Danach stärkte man sich im nahe gelegenen "Gourmet- tempel".
Insgesamt haben sich mehr als 80\% heute anwesenden Kollegen beteiligt.


Stuttgart Dem ersten Aufruf zum Warnstreik folgten etwa 50 Mitarbeiter.
Am 13. November hatte Stuttgart noch ausgesetzt.

Weitere kleinere "Streikzellen" gab es in Freiburg (27),
Donaueschingen (6),
Rastatt(5),
Koblenz(12),
Saarbrücken
und an anderen Orten.
Streikzelle Koblenz (11 + Fotograf)

Münchner Avaya-KollegInnen zeigen Gesicht

München, 11. November 2008 Einige Münchner Avaya KollegInnen beteiligten sich am 11.11.2008 an der öffentlichen Warnstreik Veranstaltung der lokalen IGM. Im Zentrum von München, am Wittelsbacherplatz, versammelten sie sich zusammen mit anderen Mitarbei-
tern von GKN, Bosch, Ecpos, allen Siemensbetrieben, Arri, Iwis und viele mehr, um für die 8\% Forderung der IGM zu demonstrieren. In diesem Rahmen wurde auch die betriebliche Forderung nach Tarifbindung bei AVAYA zum Ausdruck gebracht.

13. November 2008: Bundesweite Warnstreiks bei Avaya für Tarifbindung

Frankfurt Pressemitteilung
Es war ein tolles Erlebnis für die, die mitgemacht haben. Denn bis 10.00 Uhr war es noch spannend, wer alles zum Warnstreik bei Avaya Frankfurt rausgehen wird.
Man/frau hat dann zusammen mit Kolleginnen und Kollegen den Arbeitsplatz verlassen und war überrascht, wer noch alles mitmachte. Ehrlich, da waren welche dabei, von denen man es nie geglaubt hätte: Nur so geht’s und so macht es auch Spaß.
Schließlich standen ca. 400 Avaya-MitarbeiterInnen auf der Kleyerstrasse,
um dem Management zu zeigen: jetzt ist Schluss mit Unklarheit! Wir meinen es ernst mit unserer Forderung nach Tarifsicherheit.
Und auch das: Frankfurt war nicht allein. Überall (und nicht nur dort), wo die IGM aufrief, kam es zu hervorra-
genden Beteiligungen. Siehe unten.
Auch aus den USA kam ein Gruss von Ralf Maly von der für Avaya zuständigen Gewerkschaft (CWA).
Natürlich, mit diesem Warnstreik allein ist’s nicht getan. Das sagten die Redner und das fühlt auch jede/jeder, denn man kennt ja die Lernfähigkeit des Manage-
ments. Die MitarbeiterInnen werden noch öfters ihre Entschlossenheit zeigen müssen, ggf. bis hin zu einem unbefristeten Streik
Köln
Von 7 bis 9 Uhr wurden Brezeln in Form einer Acht an die Mitarbeiter verteilt, um die aktuellen Tarifforderungen auch für Mitarbeiter für Avaya zu dokumentieren.
Das Gebäck war gespickt mit dem Warnstreikaufruf für Avaya um 10 Uhr.
Über 80 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf. Der Service Desk war komplett vertreten! Auch die Kollegen aus dem Technischen Service haben die Anfahrt nicht gescheut.
Die Kundgebung fand direkt vor dem Haupteingang statt.
Der Warnstreik dauerte ca. 1 Stunde. In den Redebeiträgen wurden die Positionen klar dargestellt und der Stand der Gespräche der Verhandlungskommission mit dem Arbeitgeber erläutert. Der Tarifkommission und der Verhandlungskommission wurde ausdrücklich der Rücken gestärkt.
Hamburg
In Hamburg haben sich 83 Avaya-MitarbeiterInnen am Warnstreik beteiligt.
Die Aktion ist (noch) friedlich verlaufen!
Der Helpdesk (GCC) war während dieser Zeit in Hamburg nicht mehr besetzt.
Von Seiten HR wurde die Veranstaltung von Harald Janzen "begutachtet".
Freiburg
ca 20 Teilnehmer haben sich zu einem kurzen Demonstrationszug getroffen (Bild).

Leipzig
Der Warnstreik bei AVAYA Leipzig ist sehr gut gelaufen.
Von den 50 in der Verwaltung beschäftigten waren 40 für knapp 1 Std vor der Tür.

Berlin
30 der Service-Desk-Kollegen machten fast alle eine ein
stündige "Frühstückspause".

Zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Frankfurt, 10. November 2008 Ab 11 Uhr fand die zweite Tarifverhandlung der IG Metall mit der Geschäftsleitung von Avaya statt.

Die Tarifverhandlung wurde um 12 Uhr von 150 Kolleginnen und Kollegen unterbrochen, die mit der Übergabe einer Resolution die Verhandlungs- kommission in eindrucksvoller Weise unterstützt haben.

Die Geschäftsleitung hat ihre Vorstel-lungen für einen Haustarifvertrag im Detail erläutert.
Im neuen Inform werden die aberwitzigen Forderungen der Geschäftsleitung beschrieben.

Event am Standort Köln

Köln, 28. Oktober 2008 In Köln fand am 28.10.2008 eine Betriebsversamm-
lung statt. Sie dauerte von 9 bis 14:30 Uhr und war wirklich gut besucht. Es wurde sehr kontrovers mit den Vertre-
tern der Geschäftsführung diskutiert.
Die Mitarbeiter des Standortes nahmen die Gelegenheit wahr, mit einem gemeinsamen „Spaziergang“ vom Standort zum Veranstaltungsort Ihre Geschlossenheit und Solidarität zu bekunden. Mitarbeiter, die direkt zum Veranstaltungsort gefahren waren, gingen der Gruppe entgegen. Eine schöne Demonstration vom „Ziehen an einem Strang“ für die Ziele der Avaya-Belegschaft und ihrer Gewerkschaft am Standort Köln.

Für Tarifbindung

Karlsruhe, 28. Oktober 2008 Zusammen mit 5000 Metallern aus dem Südwesten nahmen Kollegen aus Freiburg und Stuttgart an der IG Metall-Funktionärskonferenz im Karlsruher Konferenzzentrum teil.

Sie nutzten die Gelegenheit, um für die Tarifbindung von Avaya zu demon- strieren.

Berthold Huber, erster Vorsitzender der IG Metall, begründete die Forderungen der IG Metall in der laufenden Tarifrunde.

Ausreichende Einkommensentwicklung ist notwendig - gerade jetzt

Erst ab einem monatlichen Haushalts-Netto-Einkommen von 2600 bis 3600 € und einer Sparquote von 9,6 Prozent wird es möglich, sich auch einiger-
maßen solide um die finanzielle Zukunft zu kümmern.
Damit würde auch eine Binnennachfrage entstehen, die aus der gegenwärtigen Krise herausführt.
Ein weiteres Argument also, warum wir unbedingt für unsere Forderung nach Tariferhöhungen eintreten müssen.
Weitere Details.

Avaya Kollegen auf der Vertrauensleute-Konferenz der IGM

Frankfurt, 20. Oktober 2008 Die Avaya-Kollegen Hans-Peter Preller und Stefan Conrady nahmen an der diesjährigen Vertrauensleute-Konferenz in Sprockhövel teil. Vom 9. bis 11. Oktober diskutierten 451 Delegierte und Gäste in 11 Arbeitsgruppen die Betriebspolitik der IG Metall. Stefan Conrady interviewte Katinka Poensgen (2. Bevollmächtigte aus Frankfurt), Susanne Nagel (Vorsitzende des Betriebsrats bei ABB Automation Products GmbH in Alzenau) und Hans-Peter, um etwas von deren persönlichen Eindrücken wieder-zugeben.
Interview

Bild: Katinka, Hans-Peter, Susanne, Stefan

Weitere Aktionen bei Avaya sind vorbereitet

Frankfurt, 30. September 2008 Mehr als 35 gewerkschaftlich aktive Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Standorten von Avaya trafen sich auf Einladung der IGM am Wochenende vom 26. bis 28. September in Bad Orb. Darunter auch Kollegen aus den USA, Italien und Österreich. Die anwesenden Mitglieder des europäischen Betriebsrates konnten sich auf ihre zukünftige Arbeit vorbereiten.
Schwerpunkt der Diskussionen waren aber die gewerkschaftlichen Aktivitäten, um die Tarifbindung zurück zu gewinnen. Dabei konnte viel aus den Erfahrungen der Kollegen aus den USA gelernt werden. Auch dort versucht die Avaya Geschäftsleitung kollektiv geregelte Arbeitsbedingungen zu verhindern, die gewerkschaftlichen Kampfformen sind aber erfolgreich.
Die IGM wird noch im Oktober zu Warnstreiks und später ggf. zu einem regulären Streik bei Avaya aufrufen. Für den Streikfall leistet die IGM den Mitgliedern, die mindestens 3 Monate Beitrag gezahlt haben, finanzielle Unterstützung. Wer jetzt noch Mitglied werden will, muss sich schnell mit Vertrauensleuten oder der örtlichen IGM-Verwaltungsstelle in Verbindung setzen.
Die ca. 150 Teilnehmer der „Kaffeepause“ in Frankfurt am 29.09.08 hatten die Gelegenheit, Ralph Maly zu hören. In seiner Rede machte er deutlich, dass wir mit der Solidarität der amerikanischen CWA Kolleginnen und Kollegen bei Avaya rechnen können. Film

Dematic im Warnstreik

Frankfurt, 26. September 2008 Am Rathenauplatz vor dem Sitz des Finanzinvestors Triton demonstrieren Beschäftigte der Offenbacher Firma Dematic.
Die Firma war ähnlich wie die Vacumschmelze und Avaya aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten, nachdem sie von einem Finanzinvestor übernommen worden war.

Kollegen von Avaya beteiligten sich solidarisch an der Aktion, in ihrer Begleitung Ralph Maly, Vicepresident der amerikanischen Gewerkschaft CWA.

Vacuumschmelze wieder im Arbeitgeberverband

Frankfurt, 17. September 2008 Nach der Betriebsversammlung überbrachten Mitglieder des Betriebsrats den Kollegen von der Vacuumschmelze solidarische Grüße. Die Kollegen halten Mahnwache vor den Geschäftsräume der Investmentfirma, die die Vacuumschmelze gekauft hatte und jetzt auszupressen versucht.

Die Kollegen hatten erst kurz vorher erfahren, dass sie einen wichtigen Etappensieg errungen haben. Nach nur sieben Tagen Streik ist ihr Arbeitgeber in den Arbeitgeberverband zurückgekehrt.

Es geht also doch!

Wir haben nichts zu verschenken

Frankfurt, 17. September 2008 Nach der Betriebsversammlung beteiligten sich ca. 250 Kollegen an einem Demonstrationszug vom Saalbau Griesheim in die Kleyerstr. unter dem Motto: "Wir haben nichts zu verschenken".

Nach einer teilweise recht turbolenten Betriebsversammlung stimmten sie so mit dem Füssen ab für die Rückkehr zur Tarifbindung.
Film

Mitgliederversammlung im Gaddezwersch

Frankfurt, 4. September 2008 Auch wenn die Geschäftsleitung es öffentlich bedauert, dass die Wünsche der Belegschaft noch nicht ausreichend diskutiert wurden, tut sie nichts, diese Diskussion zu befördern.

Die Mitgliederversammlung musste auch diesmal wieder außerhalb des Betriebsgeländes stattfinden.
Michael Erhard, erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Frankfurt, diskutierte mit über 50 Kolleginnen und Kollegen in der Speisewirtschaft "Gaddezwersch" die Situation bei Avaya.


Solidarität mit den Kollegen der Vacuumschmelze

Frankfurt, 26. August 2008 Auch die Kollegen der Hanauer Vacuumschmelze kämpfen mit Warnstreiks und Demonstrationen für den Erhalt der Tarifbindung.

Die Vertrauensleute der IG Metall bei Avaya erklären sich solidarisch und beteiligen sich an der Kundgebung auf der Konstabler Wache.

Wir haben nichts zu verschenken

Frankfurt, 21. August 2008 Am Vormittag fand das zweite Sondierungsgespräch über die zukünftigen Arbeitsbedingungen bei Avaya in Deutschland zwischen der Tarifkommission der IG Metall und der Geschäftsleitung statt.

Die Geschäftsleitung hatte kurzfristig darauf bestanden, sich nicht auf dem Firmengelände zu treffen, obwohl entsprechende Räumlichkeiten bereits reserviert waren. Man befürchtete offensichtlich Störungen durch die Belegschaft.

Norbert Mayer und Andrea Melzer hielten diese Behandlung durch die Geschäftsleitung für unzumutbar und verzichteten darauf, an dem Gespräch teilzunehmen.

Die Tarifkommission hat in dem Gespräch noch einmal deutlich gemacht, dass Verhandlungen über veränderte Arbeitsbedingungen bei Avaya nur dann aufgenommen werden, wenn die weitere Bindung an den Flächentarifvertrag zugesichert wird.
Das hat die Geschäftsleitung heute erstmals nicht mehr von vornherein abgelehnt. Dafür erwartet sie Konzessionen unsererseits.
Aufgrund dieser neuen Situation werden wir mit den Mitgliedern der IG Metall unser weiteres Vorgehen beraten.

Bei ihrer Rückkehr in die Kleyerstr. wurden die Mitglieder der Tarifkommisssion bereits von 200 Kolleginnen und Kollegen erwartet.

Sie hatten sich im zentralen Treppenhaus des Gebäudes E, in dessen fünftem Stock die Geschäftsleitung residiert, versammelt, um die Forderungen der Tarifkommission bekräftigen.

Während Martin Weiss zu den Versammelten sprach, schwebten von großen roten Heliumballons getragen, vier Spruchbänder empor.
Sie bildeten schließlich eine Mobilee-artige Installation, die scheinbar im Raum freischwebend, die Geschäftsleitung mit den Forderungen konfrontieren sollte:

- Tarifsicherheit statt STIP-Willkür

- Einkommen zum Auskommen

- Hire and Fire! Ohne uns

- Gutes Geld für Gute Arbeit
Während der Aktion wurde auch das neue Inform verteilt, das die Zumutungen der Geschäftsleitung kommentiert und unsere Gegenposition erläutert.


Mitarbeiter der Personalabteilung "halfen" später bei der Demontage der Installation und brachten die Spruchbänder zur eingehenderen Inspektion der Geschäftsleitung. Dort haben wir sie inzwischen wieder abgeholt. Lediglich zwei Ballons scheinen bei der Aktion verloren gegangen zu sein.
Film

Mitgliederversammlung: Zumutungen zurück gewiesen

Frankfurt, 5. August 2008 Avaya hatte es der IG Metall diesmal untersagt, eine Mitgliederversammlung auf dem Betriebsgelände in Frankfurt durchzuführen.

Das hinderte die Kolleginnen und Kollegen aber nicht daran, sich zunächst im Gebäude zu treffen ...
... um dann gemeinsam zum Versammlungsraum in der nahe gelegenen Gaststätte "Gaddezwersch" zu ziehen.

Dort diskutierten sie die Forderungen, die das Unternehmen als Grundlage für Tarifverhandlungen aufgestellt hatte.

Es bestand schnell Konsens, dass die Arbeitgeber-Positionen nur als Zumutung zurück gewiesen werden können.

Eine spontane Zusammenkunft der Avaya-Beschäftigten am Vortag in Dietzenbach, hatte zu einem ähnlichen Resultat geführt.
Der Termin für ein vereinbartes zweites Gespräch wurde bereits abgesagt

Die Tarifkommission, deren Frankfurter Mitglieder ebenfalls gewählt wurden, wird grundsätzlich entscheiden müssen, ob Tarifverhandlungen überhaupt begonnen werden können.

Deutscher IGM-Kollege zu Gast bei CWA-Gewerkschaftstag

Las Vegas, 25. Juni 2008 Stefan Conrady, IGM-Vertrauensmann bei Avaya-Frankfurt, nahm an der Jahres-
versammlung der amerikanischen Ge-
werkschaft CWA (2400 Delegierte) in Las Vegas teil. CWA mit ca. 700.000 Mitgliedern in USA, Kanada und Puer-
to Rico vertritt auch die Beschäftigten bei Avaya. Stefan saß am Podium der Hauptversammlung und wurde dem Plenum unter dem Tagesordnungs-
punkt "Global Labor Movement" (Glo-
bale Arbeiter Bewegung) vorgestellt. Zu diesem Thema gab es Redebeiträ-
ge vom Generalsekretär der UNI Glo-
bal Union (Sitz in Brüssel und Genf) und dem Präsidenten der mexikani-
schen Gewerkschaft STRM (Beschäf-
tigte in der Telekommunikation).
In der Versammlung „Communications & Technologies“ (ca. 250 – 300 Dele-
gierte) bedankte sich dann Kollege
Conrady für die Einladung und betonte die Notwendigkeit der internationalen Verbindungen und des Erfahrungsaus-
tausches. Mit Ralph Maly (im CWA-
Hauptvorstand), der schon an den IGM/Avaya-Seminaren in Bad Orb teil-
nahm, praktizieren wir das bereits. Kon-
kret berichtete Stefan darüber, dass
Avaya Deutschland den Arbeitgeberver-
band verlassen hat. Damit würden Re-
gelungen von Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Frage gestellt und be-
triebliche Konflikte heraufbeschworen. In Gesprächen mit Versammlungsteil-
nehmer erfuhr Stefan, dass diese
Avaya-Politik in den USA niemanden wirklich überrascht. Auch hier kennt man den Kampf um diese Fragen. Z.B. wurde eine Tarifkommission für Avaya auf der Versammlung gewählt.
Barack Obama hielt eine Video-Ansprache an die Hauptversammlung und versprach, sich für die Rechte der abhängig Beschäftigten einzusetzen. Für mehr Rechte der Gewerkschaften und ein Gesundheitssystem. Die CWA Delegierten positionierten sich mehrheitlich - auch emotional - für diesen Kandidaten und werden seinen Wahlkampf unterstützen.
Im Bild unten: Greg Summerell (Avaya/Kalifornien) Tarifkommissionsmitglied und Mary Ellen Voelker (ehem. Avaya)

Widerstands-Plakat auch in Stuttgart

Stuttgart, 4. Juli 2008 Auch in der Heilbronnerstrasse, Stuttgart (Avaya/Comergo) zeigt die IGM Ge-
sichter der Avaya-Beschäftigten für die Tarifbindung. Zusammen mit dem Gewerkschaftssekretär Klaus-Jürgen Ledebur (im Bild ganz rechts) steht der gesamte Betriebsrat (alles IGM-Mitglie-
der, die Kollegen Günter Wurster und Carsten Michael sind im Urlaub) hinter der Aktion "Für Tarifbindung: Wir zeigen Gesicht." Mit dieser Aktion demonstrie-
ren sie die Geschlossenheit in Stuttgart und den Schulterschluss mit allen Avaya-Standorten, die im Herbst um die Tarifbindung kämpfen werden.
Klaus-Jürgen Ledebur meint: „Tolle Aktion. Die IG Metall Stuttgart steht hinter Euch!“

Ausreichende Tariferhöhungen sichern den allgemeinen Lebensstandard

Ein Vollzeitbeschäftigter verdient in Deutschland durchschnittlich 3064 Euro brutto. Dieser für das erste Quartal 2008 ermittelte Wert lag um 2,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Verbrau-
cherpreise sind aber um 2,9 Prozent geklettert und haben die Einkom-
menssteigerung mehr als aufgezehrt. Deshalb ist es wichtig, für Tarifbindung und ausreichende Tariferhöhungen zu kämpfen. Nur so kann die Kaufkraft und das Lebensniveau erhalten bleiben und zwar für alle Beschäftigten.

Infostand in Frankfurt: Gehaltserhöhung dank Tarifbindung

Frankfurt, 26. Juni 2008 Die Vertrau- ensleute der IG Metall informieren vor der Hauptverwaltung in Frankfurt ihre Kollegen über die Vorteile der Tarifbin- dung:
Mit dem Junigehalt werden Löhne und Gehälter um 1,7\% erhöht, im August gibt es zusätzlich eine Einmalzahlung in Höhe von 3,98\% eines tariflichen Monatsgehalts.

Durch den Austritt von Avaya aus dem Arbeitgeberverband wird die nächste Gehaltserhöhung, die die IG Metall im Herbst erstreiten wird, nicht automa- tisch von Avaya übernommen werden.

Die betriebliche Tarifkommission hat Avaya aufgefordert, Gespräche über einen Anerkennungstarifvertrag aufzunehmen.

Die Umsetzung hängt natürlich von einer mitgliederstarken und durchset- zungsfähigen Gewerkschaft ab.

Werden Sie deshalb Mitglied der IG Metall.
Nutzen Sie die Möglichkeite des online-Beitritts unten auf der Seite.

Oder nehmen Sie das Formular auf der Rückseite des neuen Informs, das auch auf dem Infostand verteilt wurde.



Avaya steht nicht mehr unter dem Schutz des Arbeitgeberverbandes

Köln, 11.6.2008 Auf der Betriebsver-
sammlung am 10.06.2008 demonstrier-
ten die Kölner Betriebsräte geschlos-
sen, dass sie für die Tarifbindung der Firma Avaya stehen. Die Aktion „Zeige Dein Gesicht“ stand im Mittelpunkt der Betriebsversammlung. Dabei wurde klar, dass es nicht nur um den Tarifvertrag geht, der die monatliche Vergütung regelt, sondern auch um viele andere
tarifliche Regelungen, wie z.B. Urlaub, Arbeitszeit oder Vergütung von Überstunden.
Witich Roßmann (IGM Köln) machte deutlich, dass Avaya durch das Verlassen der „Schutzgemeinschaft“ Arbeitgeberverband nun alleine da steht und im Grunde verletzbarer geworden ist, als zu der Zeit, als Avaya noch im Schutz der Gemeinschaft des Arbeit-
geberverbandes stand.

Mach mit! Plakat auch in Koblenz

Koblenz, 11.6.2008 Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben. Nämlich: Nichts unternommen zu haben. Genau deshalb haben wir, die IGM Mitglieder von Avaya in Koblenz, uns an der Aktion „Für Tarifbindung. Wir zeigen Gesicht.“ beteiligt. Wenn wir auch nicht alle auf dem Bild sind, so stehen wir doch 100- prozentig dahinter.
Gerade jetzt, wo es z.B. um den Tarifvertrag zur Altersteilzeit geht, ist es uns wichtig, die Avaya-Tarifbindung wieder herzustellen.
Auch wir möchten die Möglichkeit haben, einen frühen und gesunden Ruhestand zu erleben. Ebenso möchten wir, dass die jungen KollegInnen bessere Chancen haben, nach Ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz unter fairen tariflichen Bedingungen zu erhalten.
Aber alles das und noch mehr wird es nicht geben, wenn die Tarifverträge bei AVAYA nicht mehr gelten.
Und deshalb zeigen wir Gesicht.
Hans-Peter Preller

Tarifbindung bringt Ingenieuren Einkommensvorteile

Fast 19 Prozent verdienen Ingenieure mehr, wenn ihr Unternehmen nach Tarif zahlt. Auch bei Arbeitszeit stehen sie besser da. Dies geht aus Gehalts-
angaben (ohne Zulagen/Zuschlägen und Sonderzahlungen) von 7040 Ingenieuren bei einer Online-Umfrage im Auftrag der Hans-Böcklerstiftung hervor.

Weitere interessante Details der Befragung unter www.lohnspiegel.de und hier ein Flyer mit Gehalts-
informationen vom IGM-Bezirk Bayern.

Wir wären dabei gewesen!

Madeira, 1.6.2008 Als wir erfahren haben, dass 200 Mitarbeiter von Avaya in Frankfurt bei der Aktion „Gesicht zeigen“ mitgemacht haben, hat uns das sehr gefreut. Denn wären wir zu dieser Zeit in Deutschland gewesen, wären wir dabei gewesen.

Uns ist die Tarifbindung sehr wichtig, deswegen setzen wir uns dafür ein. Tarifverträge sind für uns Minimalab-
sicherung der Bedingungen unseres Arbeitslebens. Wir wollen nicht, dass Arbeitsbedingungen unter dieses Niveau fallen und es ab Herbst keine Er-
höhungen mehr für alle gibt, die
wenigstens einen Inflationsausgleich garantieren und Produktivitätsstei-
gerungen Rechnung tragen. Besondere Leistungen kann Avaya jederzeit durch tarifliche und außertarifliche Zulagen honorieren.
Werden Gehalts- und Arbeitsbe-
dingungen kollektiv in der Fläche vereinbart, so ist das der größte Schutz vor der Erpressbarkeit des Einzelnen. Gibt es das bei uns nicht mehr, so muss der Einzelne in vielen Dingen, wie z. B. beim Gehalt, alleine mit seinem Arbeitgeber verhandeln. In der Regel bleibt dann nichts anderes übrig,
als die Angebote des Arbeitgebers zu akzeptieren oder zu gehen.
Aus diesen Gründen konnten wir auch in unserem Urlaub unsere Aktion nicht vergessen und unterstützen den Einsatz für die Tarifbindung.

Gisela Ungeheuer, Hans-Peter Preller

Das war erst der Anfang

Die Juniausgabe der Zeitschrift "metall" berichtet mit dem Foto rechts und folgendem Text von der Plakataktion in Frankfurt:

Rund 200 Beschäftigte des Frankfurter
Kommunikationsunternehmens Avaya, das einem US-Investor gehört, haben mit einer Plakataktion den Widerstand gegen die Tarifflucht des Unternehmens eingeleitet. »Das war erst der Anfang«, kündigte Ayava-Betriebsratsmitglied
Siegfried Winter an.
Ähnliche Aktionen gibt es auch an den Avaya-Standorten in Stuttgart, Köln und Koblenz.

Obwohl das Unternehmen aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten ist und tarifliche Lohnerhöhungen unsicher sind, wollen die Avaya-Beschäftigten bei der bevorstehenden Tarifrunde mitmischen und sich ihren Anteil holen. Winter: »Das wird ein heißer Herbst werden.«
Plakataktion in Köln
Köln, 27. Mai 2008 In der Adolf-Grimme-Allee bei der Avaya-Niederlassung wird die Kölner Ausgabe des Mach-Mit-Plakats geklebt. Die Lokalpresse berichtet von der Demonstration.

Dieter Kolsch, für Avaya verantwortlicher Gewerkschaftssekretär der IG Metall Köln: "Avaya will über die wesentlichen Arbeitsbedingungen allein bestimmen. Auf Tarifverträge lässt sich Avaya in Zukunft nur ein, wenn wir Druck machen. Wir bereiten uns auf eine harte Auseinandersetzung vor. Wir sehen aber nach wie vor auch eine Chance für eine Verhandlungslösung, da sich Avaya für die Verbesserung seiner Marktposition in Deutschland viel vorgenommen hat und dafür große Unruhe in der Belegschaft nicht gebrauchen kann."

Abgeordnete unterstützt unseren Kampf für Tarifbindung
Die Gewerkschaftssekretärin der Gewerk- schaft ver.di und Bundestagsabgeordnete der LINKEN Ulla Lötzer solidarisiert sich mit unserem Kampf für den Erhalt der Tarifbin- dung. Sie schreibt:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zu Eurer Plakataktion für den Erhalt der Tarif- bindung bei Avaya möchte ich Euch und Eurer Gewerkschaft IG Metall meine Solida- rität übermitteln und gutes Gelingen wünschen.

Tarifvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen sind ein soziales Grundrecht, das gegen die Profitgier der Heuschrecken des finanzmarkt- getriebenen Kapitalismus geschützt werden muss.
Dass mehr als vierhundert Beschäftigte den Mut haben, Ihr Gesicht für die Durchsetzung dieses Rechts zu zeigen macht auch mir persönlich als Obfrau der LINKEN im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Mut, dort weiter für die Rechte der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften zu streiten.

Dass ein Unternehmen, das wie Avaya auf den Ausbau von Marktanteilen mit moderner Telekommunikationstechnik setzt, die Arbeitsbedingungen wie zu Zeiten der Postkutsche nach Gutsherrenart regeln will, ist ein Stück aus dem Tollhaus, mit dem die Geschäftsleitung nicht durchkommen darf.

Deshalb werde ich Euch auch bei weiteren Aktionen gegen den Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag unterstützen."

Gesicht zeigen für Tarifbindung
Frankfurt, 16.Mai 2008 Rund 200 Kolleginnen und Kollegen waren dem Aufruf der IG Metall Vertrauensleute gefolgt und versammelten sich ab 12 Uhr vor der Werbefläche der Stadtreklame in der Kleyerstr. neben dem Hauptgebäude der Avaya-Zentrale in Frankfurt.


Begleitet von ihrem Applaus wurde das Plakat geklebt, auf dem über 400 Gesichter die Fortsetzung der Tarifbindung von Avaya fordern.

Einige zogen gleich die eigens zu diesem Anlass entstandenen T-Shirts an.


Versorgt mit Bratwürsten und Ge- tränken, hörten sie den Redebeiträgen zu, die wiederholt für Avaya einen heißen Herbst vorhersagten.

In Frankfurt wird das Plakat bis Mitte Juni zu sehen sein.
Ähnliche Plakate werden in den näch- sten Tagen an anderen Städten in Deutschland geklebt werden.

Ein Film über die Plakataktion in Frankfurt ist inzwischen auch im Internet zu finden.



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