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Verwaltungsstelle Osnabrück
Tarifrunde 2002 Metall- und Elektroindustrie
Warnstreik bei KM Europa Metal AG, Osnabrück
Warnstreik bei KM Europa Metall AG
1500 Metaller für 6,5 % mehr Lohn und Gehalt und ERA

Nach dem unbefriedigenden Ende der 4. Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland am vergangenen Mittwoch gehen die Warnstreiks in Osnabrück weiter. Am Freitag, den 12. April 2002 um 12:00 Uhr legten 1500 Kabelmetal-Beschäftigte die Arbeit nieder.
Sie wollen damit die Arbeitgeberseite bewegen, bis zum 23. April 2002 ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

„ Zweimal 2 % für die kommenden Jahre: Das ist nicht einmal eine Nullrunde,“ stellte Betriebsratsvorsitzender Walter Fritsch unter dem Beifall der Warnstreiken fest. „ Da sind Reallohnverluste vorprogrammiert.“ entrüstet er sich und verwies auf die niedrigen Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre.
Diese hätten nicht wie versprochen zu mehr Arbeitsplätzen geführt. „Lohnverzicht schafft keine Arbeitsplätze“, war er sich sicher.

Willi Dierksen, IG Metall, der zu Beginn der Kundgebung zu seinen Kollegen sprach, ging auch auf die Forderung nach einem gemeinsamen Entgelttarifvertrag ein. „Wir brauchen endlich aktuelle Grundlagen für die Eingruppierung im Betrieb“, forderte er und verwies auf den 30 Jahre alten Lohnrahmentarifvertrag, der heute Gültigkeit besitzt. Außerdem sei die Ungleichbehandlung von Arbeitern und Angestellten in den Tarifverträgen nicht mehr zeitgemäß.
„Wir brauchen diesen Tarifvertrag heute und nicht erst in 2012“, forderte er die Arbeitgeberseite auf, endlich mehr Flexibilität zu zeigen.

In der ersten Warnstreikwoche in der Verwaltungsstelle Osnabrück legten damit fast 4500 Metaller aus 5 Betrieben die Arbeit nieder.


Eine Übersicht der Bilder vom Warnstreik finden Sie hier


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