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Verwaltungsstelle Osnabrück
TARIFRUNDE 2002 Metall- und Elektroindustrie
Warnstreik bei Karmann, Osnabrück am 16. April 2002
„Wir sind kampfbereit“
Karmann-Beschäftigte zogen zum Gewerkschaftshaus

Um der IG Metall ihre Kampfbereitschaft unter Beweis zu stellen, nutzten 2000 Metall des Osnabrücker Automobilherstellers Kar-mann den heutigen zweiten Warnstreik, um vom Fledder zum Neuen Graben und vor das Gewerkschaftshaus zu ziehen. Sie wollen da-mit in der nach wie vor stockenden Tarifrun-de weiter Druck machen.

„Wir wollen ein akzeptables Ergebnis am Verhandlungstisch“, war sich Harald Klausing, Be-triebsratsvorsitzender der „Karmänner“ sicher. Deshalb sei der Warnstreik ein Signal in Rich-tung der Arbeitgeber, sich endlich zu bewegen und das provokante Angebot nachzubessern. „Wir sind kampfbereit.“, rief er den Warnstrei-kenden unter Beifall zu und das sei auch klar, wenn sich ein großer Streik nicht vermeiden lasse. „Auf uns kann sich die IG Metall verla-sen“.

Die aus NRW und dem Südwesten verbreiteten Verhandlungserfolge sind für die Osnabrücker Metaller noch kein Signal für ein baldiges Ende der Tarifrunde. Annäherung habe es dort nur in Strukturfragen beim ERA gegeben. Über Geld sei aber nicht weiter verhandelt worden. Ein neues Angebot der Arbeitgeberseite sei bisher nicht in Sicht.

Genau dort drückt die Metaller aber der Schuh. „Alles ist teurer geworden. Wir wollen auch mehr Geld“, war sich der Osnabrücker Metall-Chef Hartmut Riemann sicher. Er blieb dabei: „Die Zeit des Bettelns ist vorbei. Wir wollen einen ordentlichen Schluck aus der Pulle.“

In der zweiten Warnstreikwoche waren wieder ca 2000 Metaller zum Warnstreik aufgerufen. Trotz der feuchten Witterung beteiligten sich 1500 an der anschließenden Demonstration. Die Arbeit ruhte für mehrere Stunden.

Eine Übersicht der Bilder vom Warnstreik finden Sie hier


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