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letzte Änderung am Montag, den 8. September 2003 von Marita Bengsch “Umlagefinanzierung jetzt! Aktuelle Zahlen bringen akuten Handlungsdruck“ |
Die IG Metall Osnabrück sieht sich durch die neuesten Zahlen des Arbeitsamtes in ihrer Forderung nach einer Umlagefinanzierung der betrieblichen Ausbildung bestätigt.
Die im Arbeitsamtsbezirk Osnabrück vorgelegten Zahlen beschreiben eine dramatische Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Einem Angebot von 423 unbesetzten Stellen im August 2003 standen 948 noch nicht vermittelte Bewerber gegenüber. Rein rechnerisch fehlen damit 525 betriebliche Ausbildungsplätze. Damit ist das Defizit an Ausbildungsplätzen gegenüber August 2002 um faßt 55 % und zu August 2001 sogar um über 70 % gestiegen. “Dies ist ein gesellschaftlicher Skandal. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so IG Metall Sekretär Stephan Soldanski.
“Es muss endlich Schluss damit sein, dass bundesweit nur noch 23 Prozent der Industrie-Unternehmen ausbilden“, fordert der Gewerkschafter und verweist auf die IG Metall Forderung „Wer nicht ausbildet, muss zahlen!“ in Form der Umlagefinanzierung.
Diese wird jetzt offensichtlich nur noch durch die Arbeitgeberverbände entschieden abgelehnt. Sie fürchten bürokratischen Aufwand und erhebliche Kosten für die Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen.
Für die IG Metall ist dies nur ein vorgeschobenes Argument. Die Ausbildungs-
kapazitäten seien in den Betrieben vorhanden und die Plätze müssten nur besetzt werden. Und dies sei allein eine Frage der Finanzierung, die neu zu regeln sei.
“Wir brauchen Maßnahmen, die sehr schnell ein zusätzliches Ausbildungsplatz-
angebot schaffen. Dabei darf aber die Qualität der Ausbildung nicht auf der Strecke bleiben. Sonst würden nur wieder neue Probleme geschaffen werden“, so Soldanski weiter.
Die IG Metall fordert daher die Bundesregierung auf, jetzt endlich Maßnahmen zu ergreifen, damit Jugendliche tatsächlich eine Ausbildungschance bekommen und nicht weiter durch leere Versprechungen hingehalten werden.
“Die Zeit ist reif! - Es muss jetzt schnell gehandelt werden,“ fordert der Gewerkschafter, damit aus dem heutigen Ausbildungsplatzdefizit nicht Langzeitarbeitslosigkeit von morgen entsteht. Dabei seien durchaus Übergangslösungen denkbar. “Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als (Aus-) Bildung - keine Bildung.
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