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Verwaltungsstelle Osnabrück
Tarifrunde 2002 Metall- und Elektroindustrie
Funktionärskonferenz am 16. April 2002
Tarifrunde spitzt sich zu
IG Metall trifft Vorbereitungen mit betrieblichen Vertretern


Für Dienstag, den 16. April 2002 hatte die IG Metall, Verwaltungsstelle Osnabrück Vertreter der Betriebe der Metall- und Elektroindustrie eingeladen um den Stand der Verhandlungen und das weitere Vorgehen in der laufenden Tarifrunde zu diskutieren.
Bevollmächtigter Riemann dankte allen, die sich bisher an den Warnstreiks beteiligt haben.
„Bisher waren ca. 6000 Metaller aus 6Betrieben beteiligt. Weitere Warnstreiks folgen noch in dieser Woche“, fasste er zufrieden dass Ergebnis der angelaufenen heißen Phase der Tarifrunde zusammen. Gleichzeitig forderte er alle auf, weiter „Druck“ zu machen, um die Arbeitgeber zu einem Ergebnis am Verhandlungstisch zu bringen.
„Wenn dass nicht gelingt, sind wir gezwungen zum letzten Mittel zu greifen“, fasste er die Diskussion zusammen. ‚“Es muss Schluss sein mit der Bettelei. Wir brauchen eine spürbare Erhöhung der Löhne und Gehälter.“, traf er den Nerv der Anwesenden.
Dabei ist den Metallern klar, welche Auswirkungen ein Streik insbesondere auch für die Beschäftigten der Fa. Karmann hat. Durch den 1985 geänderten § 116 des Arbeitsförderungsgesetzes - heute finden sich die Regelungen im Sozialgesetzbuch III -erhalten von arbeitskampfbedingter Kurzarbeit Betroffene kein Kurzarbeitergeld.
Außerhalb des erklärten Kampfgebietes zahlt auch die IG Metall keine Streikunterstützung, da dies einem Griff der Arbeitgeber hin die Kassen der IG Metall gleichkäme. Die IG Metall spricht dabei von „kalter Aussperrung“, da die Kurzarbeit in erheblichem Umfang durch Aussperrungsmaßnahmen der Arbeitgeberseite hervorgerufen war.
Wir werden alles tun, um die Arbeitgeber mit dem sanfteren Mittel des Warnstreiks zur Vernunft zu bringen“, und war sich sicher, dass die IG Metall noch steigerungsfähig sei.


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