Der Internationale Frauentag ist gerade erst Vergangenheit, da steht bereits der nächste Tag an, an dem Frauen im Mittelpunkt stehen. In ihrer Sitzung am Dienstag, dem 12. März 2002 beschäftigte sich die IG Metall Frauengruppe dann auch mit dem Girls Day am 25. April 2002. Diese Idee wird von den Metallerinnen ausdrücklich begrüßt.
„Bereits vor Jahren haben wir uns mit Themen wie „Frauen in gewerblich/ technische Berufe“ und „geschlechtsneutrale Stellenausschreibung“ beschäftigt“, erinnert sich Monika Friebe, Vorsit-zende der Gruppe und Betriebsrätin auf der Ge-orgsmarienhütte. Sie wurde dort zur Physik-Laborantin, Schwerpunkt Werkstofftechnik aus-gebildet und hat damit einen für Frauen eher untypischen Beruf ergriffen.
Nach Auskunft der IG Metall gibt es über 100 anerkannte Ausbildungsberufe; mehr als 90 % aller Frauen entscheiden sich aber für einen von nur 15 Berufen, die gleichzeitig als frauentypisch gelten. Beispielhaft sind Friseurin, Verkäuferin, Rechtsanwaltsgehilfin und was es sonst noch an -gehilfinnen und -assistentinnen gibt, zu nennen.
Die Metallerinnen betonen, dass sie sich nicht abqualifizierend zu diesen Berufen äußern. Störend sei nur, dass es in diesen Berufen häufig schlechte Beschäftigungschancen nach der Ausbildung, geringe Einkommen oder schlechte Arbeitsbedingungen gebe.
Mit dem Girls Day haben Mädchen und junge Frauen die Chance ihre Wahlmöglichkeiten zu erweitern und in fremde Arbeitswelten reinzu-schnuppern. „ Es bleibt zu hoffen, dass mög-lichst viele Betriebe den Girls die Chance dazu geben.“, gibt sich Wilma Ricker von der IG Me-tall optimistisch.
Gleichzeitig freut sie sich auf den Girls Day und verweist darauf, dass die IG Metall mit gutem Beispiel voran geht. An diesem Tag wird einer ihrer Kollegen von seiner Tochter zu Arbeit begleitet.