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Verwaltungsstelle Osnabrück

letzte Änderung am Freitag, den 25. Oktober 2002 von Marita Bengsch

Hartz-Vorschläge in der Diskussion
IG Metall Ortsvorstand diskutiert Auswirkungen auf die Arbeitnehmer

Mit den Auswirkungen der Hartz-Vorschläge auf die Arbeitnehmer beschäftigte sich der IG Metall Ortsvorstand am Montag, dem 14. Oktober 2002 im Gewerkschaftshaus.

Unstrittig war dabei die Zielsetzung, die Arbeitslosigkeit zu halbieren. Gleichzeitig wurde über die Anforderungen an die konkrete Ausgestaltung der erforderlichen Gesetze diskutiert.

„Wir sind bereit, vieles mitzutragen, wenn es dem gemeinsamen Ziel dient“, fasste der Osnabrücker Metall-Chef Riemann die Diskussion zusammen. Gleichzeitig erteilte er allen Regelungen, die unter dem „Mäntelchen der Beseitigung der Arbeitslosigkeit“ nur Sozialabbau und Verschlechterung von Arbeitnehmerrechten zur Folge haben, eine Absage.

Besonders kritisch wurden die PersonalService-Agenturen betrachtet. Hier liegen nach Meinung der Metaller Chancen, aber auch erhebliche Risiken.
Es dürfe nicht sein, dass auf diesem Weg Leiharbeit weiter in den Betrieben etabliert werde und dem Abbau von festen Arbeitsplätzen Tür und Tor geöffnet werde.
Auch das Modul der Ausbildungs-Zeit-Wertpapiere wurde mit Unverständnis aufgenommen. Faktisch sei damit eine Rückkehr zum alten „Lehrgeld“ verbunden, indem der Auszubildende, seine Familie oder die Großeltern die Ausbildung bezahlen. Bekräftigt wurde in diesem Zusammenhang die gewerkschaftliche Forderung nach einer betrieblichen Umlagefinanzierung.
Abschließend wurde allgemein bezweifelt, dass durch „Hartz“ in erheblichem Umfang Arbeitsplätze geschaffen werden können. Hierzu seien andere Antworten notwendig, die für die Gewerkschafter seit langem auf dem Tisch liegen. Sie setzen auf den Abbau von Überstunden und weitere Arbeitszeitverkürzung. Nur wenn die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern verteilt werde könne man, flankiert durch ein staatliches Beschäftigungsprogramm, dem Ziel der Vollbeschäftigung wieder näher kommen.

Um die Beschäftigten in den Betrieben über die geplanten Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer und die gewerkschaftlichen Standpunkte zu informieren, lädt die IG Metall für Dienstag, den 19. November 2002, 17:00 Uhr in die Stadthalle Osnabrück ein.

Durch Thomas Müller, Sekretär in der IG Metall Bezirksleitung Hannover, sollen die Module im Detail vorgestellt werden. Diese Veranstaltung ist für alle Interessierten offen.



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