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Verwaltungsstelle Osnabrück
Metaller wollen 6,5 % mehr
Einstimmiger Beschluss der Tarifkommission
Am Mittwoch, dem 23. Januar 2002 tagte die Tarifkommission der IG Metall für das Tarifgebiet Osnabrück-Emsland im Haus „Rahenkamp“ in Voxtrup um die diesjährige Lohn- und Gehaltsrunde einzuläuten.
Einstimmig wurde die Kündigung der laufenden Verträge und die Forderungen für die kommende Tarifrunde beschlossen. Neben der 6,5% Forderung sollen die Ausbildungs-vergütungen um 55 Euro angehoben werden und ein gemeinsamer „Entgeltrahmentarif-vertrag“ kurz ERA, für die 18000 Beschäftigten im Tarifgebiet abgeschlossen werden.

Die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um einheitlich 55 Euro in den Ausbildungsjahren wird von der IG Metall mit unterdurchschnittli-chen Erhöhungen in den abgelaufenen Jahren begründet.
Die Höhe der Forderung sei durch die erhöhte Produktivität und den zunehmenden Preisan-stieg. gerechtfertigt. Darüber hinaus aber auch durch eine verteilungspolitische Komponente.

„Die Arbeitnehmer brauchen mehr Geld in den Taschen“, war das einmütige Credo der Tarif-kommission, die sich bereits heute auf massiven Gegenwind der Arbeitgeberseite einstellt. Sie verweist jedoch gleichzeitig auf die lahmende Binnenkonjunktur, die von guten Abschlüssen ebenfalls profitiert.
Neben dem deutlichen Schwerpunkt auf Steige-rung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsver-gütungen soll das langjährige Projekt „ERA“, in dieser Tarifrunde zum Abschluss gebracht wer-den.
Die heutigen Lohn- und Gehaltsrahmentarif-verträge, die die Grundlagen für die Eingruppie-rung der Arbeitnehmer darstellen, stammen im Kern aus den Jahren 1975 und 1980 und geben die betrieblichen Bedingungen nur noch unzu-reichend wieder. Außerdem sei die Trennung in Arbeiter und Angestellte nicht mehr zeitgemäß.

Ziel der IG Metall ist es daher zu einer gemein-samen Grundlage für alle Arbeitnehmer bei gleichem Entgelt für vergleichbare Leistung bei beiden Gruppen zu kommen und gleichzeitig eine Anpassung an die heutigen Arbeitsplatz-anforderungen zu erreichen
„Die Arbeitgeberseite ist offensichtlich nicht in der Lage hier zu einem Ergebnis zu kommen, wenn der Druck der Tarifrunde fehlt“, kom-mentiert der Osnabrücker IG Metall Chef Hartmut Riemann die jahrelangen Verhand-lungen.
„Das Katastrophengeschrei der Arbeitgeber sehe ich gelassen“, so Riemann und stellt sich auf eine harte Runde ein.




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