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Traifrunde 2002 - Metall- und Elekroindustrie |
IG Metall Tarifkommission billigt Tarifergebnis
Dem in der Nacht zum 29. Mai 2002 erzielten Tarifergebnis für die ca. 22.000 Beschäftigten im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland wurde von der IG Metall Tarifkommission mit großer Mehrheit zugestimmt.
Ab dem 01. Juni 2002 bis zum 31. Mai 2003 erhöhen sich die Löhne und Gehälter um 4 %. Vom 01. Juni 2003 bis zum 31. Dezember 2003 folgt dann eine weitere Steigerung um 3,1 %. Um diese linearen Erhöhungen werden auch die Ausbildungsvergütungen angepasst Für Mai 2002 wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 120,00 Euro vereinbart.
Als Erfolg wertet die IG Metall den unumkehrbaren Einstieg in den gemeinsamen Entgelttarifvertrag für Arbeiter, Angestellte und Auszubildende. Bis zum 31. Dezember 2003 soll das Vertragswerk endgültig ausformuliert werden und dann nach einer zweijährigen Einführungsphase zum 01. Januar 2008 in den Betrieben umgesetzt werden. „Dies ist ein Riesenschritt zu einer gerechteren Entlohnung, die für Tausende von Beschäftigten zu besseren Verdienstmöglichkeiten führt“, bewertet Hartmut Riemann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Osnabrück, diesen Teil des Ergebnisses.
Für die, durch den Entgelttarifvertrag entstehenden Kosten werden ab dem 01. Januar 2004 betriebliche Fonds angelegt , die aus einer sogenannten ERA-Strukturkomponente finanziert werden. Hierfür werden die aktuellen linearen Erhöhungen nicht im vollen Umfang tabellenwirksam. Von den 4 % ab 01. Juni 2002 werden 0,9 % und von den weiteren 3,1 % ab 01. Juni 2003 werden 0,5 % in diese Strukturkomponente fließen. Die Beschäftigten erhalten für die Jahre 2002 und 2003 diese Beträge jeweils in Form einer Einmalzahlung.
In der Tarifkommission wurden die sogenannten Nullmonate März und April 2002 und die 22-monatige Laufzeit kritisch diskutiert. „Die Erwartungshaltung in den Betrieben war in dieser Tarifrunde sehr hoch“, beschrieb ein Tarifkommissionsmitglied die Situation. Die Tatsache jedoch, dass der Abschluss über der Inflationsrate liegt und somit eine Stärkung des Reallohnes bedeutet, wird allgemein positiv bewertet.
Abschließend bedankte sich Riemann bei den betrieblichen Vertretern für die hervorragende Mobilisierung während der Tarifrunde. „Insgesamt haben sich fast 12.000 Beschäftigte aus 17 Betrieben an den Warnstreikaktionen beteiligt. Somit sind über 50 % aller Beschäftigten für unsere Forderung eingetreten. Ohne diese breite Unterstützung wäre das Tarifergebnis nicht erreichbar gewesen“, war das Resümee.
Tarifnachrichten - Das Flugblatt (acrobat = 857 kb). |
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