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Presseerklärung
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Kurtz: Georgi soll sich aus der Arbeit der Gewerkschaften heraushalten
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Saarbrücken – Die IG Metall Verwaltungsstelle Saarbrücken weist mit Entschiedenheit die Angriffe von Wirtschaftminister Georgi in der Saarbrücker Zeitung am Donnerstag auf die saarländischen Gewerkschaften zurück. Zu durchsichtig, so Hans Peter Kurtz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Saarbrücken, ist die Sündenbock-Philosophie von Georgi. Jetzt, wo sich zeigt, dass die Rezepte der Neoliberalen nichts taugen, wird die Schuld an der Arbeitslosigkeit den Gewerkschaften zugeschoben. Es wird zunehmend sichtbar, dass die Sozialkahlschlagpolitik versagt hat.
Jedem muss in diesen Tagen deutlich geworden sein, dass die Bestrafung der Arbeitlosen, Lohnverzicht und die Verlängerung der Arbeitszeit keine Arbeitsplätze schafft. Wir haben im Saarland 56.600 Arbeitplätze zu wenig. Wer jetzt die Arbeitszeit für die Beschäftigten erhöht, produziert noch mehr Arbeitslose. Man kann nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Würde die IG Metall Saarbrücken, so Hans Peter Kurtz weiter, flächendeckend einer Arbeitzeitverlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 Stunden auf 40 Stunden zustimmen, wären mindestens 2.000 Arbeitplätze in der Metall und Elektroindustrie im Raum Saarbrücken akut gefährdet.
Die Innovationsfähigkeit der Gewerkschaften liegt darin, erstens für sichere Arbeitsplätze zu sorgen, zweitens müssen diese Arbeitsplätze zu sozialverträglichen Bedingungen gestaltet sein und angemessen entlohnt werden. Wirtschaftsminister Georgi hat wohl noch nicht begriffen, dass das Geld von den Arbeitnehmern erst mal verdient werden muss, bevor sie es ausgeben können.
Wenn Georgi dafür wirbt, dass Arbeitnehmer unter Mindestlohnbedingungen arbeiten sollen, dann muss er ihnen erklären, wie sie von diesem Geld ihre Familie ernähren sollen. Darüber hinaus hat Herr Georgi wohl noch nicht wahrgenommen, dass die Tarifpolitik der Gewerkschaften flexibler in notwendigem Einzelfall auf die Belange der Firmen reagiert, wenn dadurch die Arbeitsplätze gesichert werden.
Wer mit soviel Inkompetenz glänzt wie Georgi in seinem Artikel der Saarbrücker Zeitung am Donnerstag, erzürnt sich Kurtz, hat sein Recht verspielt, die Gewerkschaften zu kritisieren.
Saarbrücken, 03.03.2005
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