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Verwaltungsstelle Saarbrücken
St. Ingberter Metaller sind streikbereit Demonstrationszug und Kundgebung in der Rohrbacher Oberen Kaiserstraße


Rund 600 Metaller demonstrierten gestern in Rohrbach für ihre Forderung nach acht Prozent mehr Lohn.

Mit Warnstreiks und einem Demonstrationszug in Rohrbach hat die IG Metall gestern ihre Forderung nach acht Prozent mehr Lohn untermauert. Gut 600 Arbeitnehmer waren in der Oberen Kaiserstraße auf den Beinen.

Rohrbach. „Hörst Du sie schon pfeifen?“, fragte gestern eine Mutter ihr kleines Kind in der Oberen Kaiserstraße in Rohrbach.
Der Dienstagmittag bot bei strahlendem Sonnenschein beste Bedingungen für einen Demonstrationszug.
Mitarbeiter der Unternehmen Festo und Voit zogen vom Haupttor der Festo aus durch die Rohrbacher Hauptstraße Richtung Drehscheibe, die Saarbrücker Firma Saar-Metall hatte eine Abordnung geschickt.
Nach Gewerkschaftsangaben war auch eine kleine Gruppe Kollegen von Thyssen Krupp Fördertechnik aus Rohrbach vor Ort.
Die Polizei schätzte gut 600 Teilnehmer. Um 11.40 Uhr traf der Zug auf der zentralen Rohrbacher Kreuzung ein. Unter den Demonstranten war auch das SPD-Landtagsmitglied Stefan Pauluhn. Die Gewerkschaftsforderung von acht Prozent mehr Lohn skandierten die Metaller weit hörbar. In allen beteiligten Betrieben, erklärten Betriebsratsmitglieder, waren Mitarbeiter der Mittag- und Spätschicht zwei Stunden im Ausstand. Die Frühschicht noch etwas länger. Mit dem Warnstreik wollten sie der Tarifforderung den entsprechenden Nachdruck verleihen. Dass es der IG Metall ernst ist, daran ließ der Erste Bevollmächtigte Hans Peter Kurtz keinen Zweifel: „Wenn uns die Arbeitgeber nicht auf acht Prozent entgegenkommen, dann kracht es in der Republik und auch hier im Saarland.“ Das Angebot von 2,1 Prozent mehr Lohn wies er unter den Pfiffen der Beschäftigten als „Mogelpackung“ zurück, die nicht einmal die allgemeine Preissteigerung auffange. Kurtz: „Die Branche hat 2007, 2006 und 2005 gut Geld verdient. Die Rahmenbedingungen sind in der Metall- und Elektroindustrie immer noch gut.“ Jetzt müsse etwas in den Geldbörsen der Beschäftigten landen. Der Bevollmächtigte forderte: „Wir müssen stärker an diesem Erfolg beteiligt werden.“
Das sahen auch die Betriebsräte so, die vors Mikrofon traten. „Unsere Forderung hat Substanz“, rief Festo-Betriebsratschef Michael Meinecke. Den Zorn der Wortführer bekam auch die Bankenbranche zu spüren. Mehr Geld für die Arbeitnehmer würde verhindern, dass dort noch mehr „verzockt“ würde. Die Stimmung war deutlich: Die Metaller sind streikbereit.

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