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Verwaltungsstelle Saarbrücken
Handeln nicht durch Öffentlichkeitsarbeit ersetzen
Kein Verständnis mehr für andauerndes Schönreden
„Handeln statt permanent nur Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben“ fordert der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Saarbrücken, Rüdiger Zakrzewski, von der saarländischen Politik, insbesondere vom Wirtschaftsministerium.
Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt hätten die Menschen kein Verständnis mehr, wenn andauerndes Schönreden an die Stelle der Problemlösung tritt. Die Menschen spürten, dass im Saarland die Arbeitslosigkeit steige und Ausbildungsplätze fehlten. Mit Spinnereien, zweifelhaften Zukunftsvisionen und akustisch gut platziertem Theaterdonner über dem Saarland, lässt sich - so Zakrzewski - auf Zeit keine für das Land erfolgreiche Wirtschaftspolitik machen.
Hintergrund der Kritik des Metallers sei der zweifelhafte Versuch, die Ursachen für aktuelle Probleme am saarländischen Arbeitsmarkt immer nur voll auf den Bund abzuwälzen und die saareigenen Schwierigkeiten dabei schlicht zu ignonieren und durch positive Öffentlichkeitsarbeit ersetzen zu wollen. „Wir müssen im Saarland jetzt erst Recht unsere eigenen Hausaufgaben machen“, so Zakrzewski und weist als Beispiel auf den besorgniserregenden Rückgang an Ausbildungsstellen hin: „Hier sind Unternehmen und Politik im Saarland direkt gefordert.“
Eine seriöse Analyse sei auch bei der Positionsbestimmung des Saarlandes im regionalen Standortwettbewerb vonnöten. „Das Herausgreifen einzelner Untersuchungen ist Rosinenpickerei, wenn man - wie in den letzten Tagen geschehen - immer nur die guten Ergebnisse zitiert“, bemängelt der Gewerkschafter und weist auf saar-kritische Ergebnisse, z. B. des bundesweiten IHK-Standortvergleichs (Rang 40 vom 69 für das Saarland) hin, die im Saarland jedoch öffentlich kaum wahrgenommen werden. „Wir können es uns einfach nicht leisten, so zu tun, als würden wir im Saarland auf einer Insel der Glückseligen leben. Dafür sind die Probleme am saarländischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt viel zu Ernst.

Saarbrücken, 09.04.2003


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